Archive for März, 2010

Ron Dennis kann sich vorstellen, dass sich Red Bull in Bahrain mit dem Benzin verrechnet hat und Sebastian Vettel deswegen langsamer wurde

Mit zwölf Punkten liegt Sebastian Vettel nach dem Auftakt-Grand-Prix in Bahrain an vierter Stelle der Fahrer-WM, doch eigentlich müsste er mit dem Maximum von 25 Zählern in Führung sein. Einen Strich durch die Rechnung machte ihm ein technisches Problem, durch das er ab der 33. von 49 Runden deutlich langsamer wurde.

Unmittelbar nach dem Rennen gingen Vettel und sein Team von einem gebrochenen Auspuff aus, ein paar Stunden später wurde die Diagnose korrigiert – eine defekte Zündkerze soll die Ursache für den plötzlichen Leistungsverlust gewesen sein. Vettel spürte eigenen Angaben nach so wenig Power, dass er phasenweise gar nicht mehr in den siebten Gang hochschalten konnte. Bis Rennende besserte sich die Situation aber, sodass er sogar wieder persönliche Sektorenbestzeiten fahren konnte.

Elektronik könnte Programm gewechselt haben

Ron Dennis wirft nun eine eigene Theorie in den Raum, was geschehen sein könnte: “Die Rundenzeiten sind so rapide gesunken, dass man sich vorstellen kann, dass die elektronische Steuerung auf ein konservatives Programm umgeschaltet hat, um Benzin zu sparen”, wird der Ex-McLaren-Teamchef vom ‘Express’ zitiert. So sei zu erklären, dass Vettel seinen vierten Platz im Finish mühelos gegen den funktionierenden Mercedes-Silberpfeil von Nico Rosberg verteidigen konnte.

Dennis weiter: “Das Problem des Red Bull könnte ein Designproblem sein. Entweder er hat einen zu kleinen Tank oder der Verbrauch ist höher als erwartet.” Als langjähriger Teamchef des heutigen Red-Bull-Designers Adrian Newey weiß der Brite ganz genau über Neweys Neigung zu radikalen technischen Lösungen Bescheid, die manchmal auf Kosten der Zuverlässigkeit gehen. Neweys McLaren MP4-18 für die Saison 2003 wurde aus diesem Grund nie im Rennen eingesetzt.

Als Teilhaber der McLaren-Gruppe, zu der auch McLaren Electronic Systems gehört, also jene Firma, die alle Formel-1-Teams mit der Steuerelektronik beliefert, verfügt Dennis möglicherweise über Insiderinformationen, die die Öffentlichkeit nicht kennt. Sein Verdacht: Red Bull könnte den Verbrauch des angeblich sehr sparsamen Renault-V8-Motors falsch eingeschätzt und zu wenig Benzin eingefüllt haben. Sollte dem so gewesen sein, könnte Vettel Benzin gespart haben.

Renault betreibt Ursachenforschung

Bei Renault geht die Analyse des Defekts indes weiter: “Die Analyse, um den Grund für Vettels Motorproblem zu identifizieren, dauert an”, erklärt Motorenchef Rob White im ‘Express’. “Das Problem wurde bei einer Zündkerze gefunden, aber wir haben keinen Grund, einen Defekt an der Komponente selbst zu vermuten.” Anscheinend ist die Ursache für Vettels Leistungsverlust also noch immer nicht hundertprozentig geklärt.

Dass Dennis mit seiner gewagten Theorie richtig liegt, erscheint trotz seines unbestrittenen Fachwissens höchst unwahrscheinlich. Erstens meldete Vettel während des Rennens am Boxenfunk mit besorgter Stimme einen für ihn überraschenden Leistungsverlust, doch ein Verbrauchsproblem hätte sich wohl über einen längeren Zeitraum angebahnt. Zweitens klang sein Motor unmittelbar nach dem Verlust der Führung an Fernando Alonso äußerst merkwürdig, was auf ein anderes technisches Problem hindeutet.

Gegen die Theorie spricht auch, dass Vettels Rundenzeiten bereits kurz nach Halbzeit dramatisch einbrachen, denn bei einem sich anbahnenden Benzinmangel hätte er wohl langsamer Tempo rausgenommen und zumindest anfangs versucht, die beiden Ferrari-Piloten hinter sich zu halten. Doch warum er auf Platz vier zurückgefallen ist, spielt im Nachhinein ohnehin keine Rolle mehr. Fakt ist, dass der Deutsche 13 im WM-Kampf möglicherweise wichtige Punkte verloren hat…

Quelle: Motorsport-Total.com

Um in der kommenden Saison ein volles Starterfeld zu haben, hat die FIA nun interessierte Teams dazu eingeladen, sich um einen Startplatz zu bewerben

Statt wie geplant 13 Rennställen sind 2010 doch nur zwölf Teams am Start – US F1 hat es nicht geschafft, das Rennprojekt zur Vollendung zu bringen. Nun unternimmt der Automobil-Weltverband (FIA) einen neuen Anlauf, um eine volle Startaufstellung zu erhalten: Bis zum 15. April können interessierte Teams eine Absichtserklärung für die Teilnahme an der Formel-1-WM abgeben.

“Der Auswahlprozess richtet sich an alle Kandidaten, die dazu in der Lage sind, an den Saisons 2011 und 2012 teilzunehmen”, heißt es in einem Statement der FIA. “Die langfristigen Interessen der Meisterschaft werden darüber entscheiden, welche Kandidaten ausgewählt werden.” Gesucht werden ein Rennstall für “etwaige Lücken im Starterfeld” sowie ein oder mehrere potentielle Nachrücker für den Fall der Fälle.

Zunächst gilt es für interessierte Teams, ihre Absicht zur Teilnahme am Auswahlverfahren zu bekunden, was bis zur Deadline im April geschehen sein muss. Dafür müssen die Rennställe zudem eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 1.000 Euro entrichten. Anschließend beginnt die eigentliche Analyse der Bewerber, die – wie schon im vergangenen Jahr – verschiedenen Kriterien entsprechen müssen.

Will ein Team an der Formel-1-WM 2011 und 2012 teilnehmen, so muss es – so das Statement der FIA – die technischen und finanziellen Voraussetzungen für dieses Projekt erfüllen und über ein ausreichendes Budget verfügen, das den Start gewährleisten kann. Die FIA möchte sich zudem genau von der jeweiligen Erfahrung eines Teams und den Fähigkeiten der Angestellten überzeugen.

Auf den letzten Punkt der “Checkliste” haben die Teams indes kaum Einfluss: Der Automobil-Weltverband wählt seine Kandidaten nicht zuletzt dahingehend aus, welchen Zugewinn die Aspiranten für die gesamte Meisterschaft darstellen würden. Die FIA schätzt, dass die vollständigen Bewerbungen bis Ende Juni eingereicht werden müssen. Eine endgültige Entscheidung soll im Juli 2010 fallen.

Quelle: Motorsport-Total.com

Michael Schumacher freut sich auf den Grand Prix von Australien: “Ich habe sehr viele sehr gute Erinnerungen an Melbourne”

Michael Schumacher und Australien, das ist eine bewegte Geschichte: 1994 wurde er in Adelaide nach einer Kollision mit Damon Hill erstmals Weltmeister, 1995 brachte ihn an gleicher Stelle eine Kollision mit Jean Alesi zur Weißglut. 1998 erlitt er in Melbourne beim Saisonauftakt einen ganz bitteren Motorschaden, doch ab 2000 feierte er in fünf Jahren vier Siege.

Kein Wunder, dass seine Vorfreude auf das Rennen in gut einer Woche groß ist: “Australien ist immer irgendwie ein Highlight im Formel-1-Kalender, das hat sich für mich in all den Jahren nie geändert”, erklärt Schumacher. “Wie in den vergangenen Jahren, war ich auch diesmal schon sehr früh auf dem Kontinent und habe mir einige schöne Tage zum Trainieren, Anpassen und Relaxen gegönnt, damit ich zum Rennwochenende fit und ausgeruht bin.”

“Der Grand Prix selbst gehört für mich wie gesagt zu denen, auf die man sich freuen kann. Ich habe sehr viele sehr gute Erinnerungen an Melbourne, und meist haben sich interessante Rennen abgespielt”, so der siebenfache Weltmeister. Außerdem hofft er, dass es seinem Mercedes-Team gelingen wird, den Abstand zu Red Bull und Ferrari im Vergleich zum Auftaktrennen in Bahrain ein wenig zu verkürzen.

Seine Bahrain-Bilanz fällt aber durchaus positiv aus: “Mit meinem Abschneiden beim Auftakt bin ich sehr zufrieden. Der sechste Platz war gut für mich, vor allem wenn man bedenkt, wie selten ich seit meinem Rücktritt 2006 ein Formel-1-Auto gefahren bin”, gibt Schumacher zu Protokoll und blickt voraus: “Melbourne wird mir sicher helfen, noch mehr in den Rhythmus zu kommen. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf.”

Sehr freuen würde er sich auch über eine Formel-1-Rückkehr seines Bruders Ralf, der ihm für die Wintertestfahrten in Spanien sein Wohnmobil geliehen hat: “Dann wäre ja auch gleich sein Wohnmobil mit da”, so Schumacher im ‘Express’. “Das könnte ich beim Rennen vielleicht mit ihm zusammen benutzen. Er bräuchte nur ein halbwegs vernünftiges Team.” So eines zu finden, gilt im Moment allerdings nicht als wahrscheinlich.

Quelle: formel1.de

Red-Bull-Pilot Mark Webber über die Bedenken bezüglich der neuen Teams, das Überholproblem in der Formel 1 und das interne Duell bei Mercedes

In genau einer Woche wird Mark Webber im Mittelpunkt stehen. Wenn die Formel-1-Boliden am kommenden Freitag die Freien Trainings in Melbourne absolvieren, richten die australischen Fans ihre Blicke auf den Landsmann. Der 33-Jährige macht sich dennoch nicht allzu viel Druck. “Ich würde gern Monaco siegen. Natürlich wäre auch ein Sieg beim Heimrennen toll, aber Monaco ist die Krone”, rückt Webber seine Ansprüche in der ‘BBC’ zurecht.

Bei Red Bull hat man zum Saisonauftakt in Bahrain eine Chance verpasst. Webbers Teamkollege Sebastian Vettel hatte den Sieg vor Augen, fiel aber aufgrund einer defekten Zündkerze zurück. “Keines der Autos ist bombensicher bezüglich der Zuverlässigkeit. Alle werden hier und dort mal kleine Probleme bekommen. Ich vertraue unserer Mannschaft voll und ganz”, sagt der australische Formel-1-Pilot. Man mache sich im österreichischen Team keine besonders großen Sorgen.

Webber selbst hatte zum Auftakt in der Wüste nicht viel Glück. Im Qualifying lief es nicht rund, aus einer mäßigen Startposition war im Rennen nur Platz acht möglich. “Mein Rennen war frustrierend, weil ich festhing. Jenson ging es hinter Michael genauso. Nicht nur das Überholen ist schwierig. Es ist sogar fast unmöglich, nahe genug heranzufahren, um wenigstens mal ein Manöver anzutäuschen”, klagt Webber über die Langeweile im Grand Prix.

“Ich denke, die Reifen spielen eine große Rolle. Man hat einfach zu wenig Grip, wenn man einem anderen Auto folgt. Die Boxenstopps sind auch vorhersehbar. Mit zwei Stopps könnte es mehr Spannung geben, es könnten auch mehr Fehler passieren. Zwei Pflichtstopps könnten helfen, würden aber das generelle Problem mit dem Überholen nicht lindern”, sagt der erfahrene Australier. “Ich bin sicher, dass es deutlich besser wird, wenn sich alle Teams erst einmal auf die neuen Regeln eingeschossen haben.”

Wie Webber und Button erging es zum Auftakt vielen Formel-1-Piloten. Auch die Mercedes-Fahrer Michael Schumacher und Nico Rosberg fanden keinen Weg nach vorne. Dies habe einerseits am Auto, andererseits an der Form des siebenfachen Weltmeister gelegen, meint Webber: “Er wird nicht mehr – wie früher – mit 60 Sekunden Vorsprung gewinnen können, aber er wird ganz bestimmt konkurrenzfähig sein. Ich glaube aber nicht, dass er seinen Teamkollegen Nico Rosberg schlägt. Das wird eng. Rosberg und Schumacher sind beide stark.”

Weniger stark findet der in Großbritannien lebende Australier die Auftritte der neuen Teams. Er habe zwar Respekt vor der technischen Leistung, könne aber die Sicherheitsbedenken einiger Kollegen nachvollziehen. “HRT hat in Bahrain kein Rennen gefahren, sondern einfach nur teilgenommen”, sagt Webber. “Ich bin kein Fan von so etwas. Lotus und Virgin haben das Bestmögliche gemacht. Vor allem Lotus hat einen tollen Job gemacht, was man angesichts der guten Leute dort aber auch erwarten durfte.”

“Natürlich ist es eine unglaubliche Leistung, solch ein Team innerhalb von nur sechs Monaten aufzubauen. Aber es kann nicht sein, dass ein Team zum Rennwochenende erscheint, ohne vorher eine einzige Runde gefahren zu sein”, so der 33-Jährige weiter. Er erklärt: “Es geht in der Formel 1 um Wettbewerb. Dabei sein ist nicht alles. Ich finde, man sollte den Teams zusätzliche Tests und Reifen geben, damit sie auf die sichere Seite kommen. Deren Mechaniker waren in Bahrain völlig am Ende wegen der vielen Arbeit. Das ist nicht gut. Weder für das Team, noch für die Piloten.”

Quelle: formel1.de

Ferrari-Neuzugang Fernando Alonso hat im ersten internen Duell gegen Felipe Massa einen Sieg gelandet: Kein Grund für Streitereien

Die Teambesetzungen in der Formel 1 versprechen in diesem Jahr nicht nur guten Sport, sondern bieten auch einiges an Konfliktpotenzial. Wie geht Nico Rosberg mit dem Superstar-Status von Michael Schumacher um? Welcher britische Nationalheld setzt sich bei McLaren durch? Wann kochen im Duell bei Ferrari die Emotionen hoch? Vor allem bei den Roten machen viele Beobachter derzeit erste Spannungen aus.

Fernando Alonso war in Maranello nicht nur mit offenen Armen empfangen worden, sondern hatte sich binnen weniger Wochen sofort mit Treueschwüren und kämpferischen Ansagen beliebt gemacht. Der Spanier stellte den wieder genesenen “Ferrari-Platzhirschen” Felipe Massa mehrfach in den Schatten. Nun ging Alonso auch sportlich als Sieger des ersten Duells in Bahrain aus dem Ring. Der zweimalige Weltmeister hatte seinen Teamgefährten sofort nach dem Start ausgetrickst. Wette auf den Sieger bei bwin.com.

“Erst kommt das Team, dann die Fahrer”, warnt Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo die Piloten in der spanischen Zeitung ‘El Pais’ vor zu viel Eitelkeit. “Ich finde das ohnehin nicht wichtig”, sagt Alonso nach seinem Sieg in der Wüste. “Er ist ja nicht mein Feind, sondern nur ein Gegner auf der Strecke. Felipe hat das gleiche Auto. Also wird es Rennen geben, wo ich gewinne, und bei anderen Rennen gewinnt er dann eben.”

Quelle: formel1.de

Ferrari-Pilot Felipe Massa ist erleichtert über den gelungen Saisonstart seines Teams und nimmt Stellung zur Kritik am neuen Rennformat der Formel 1

Michael Schumacher kehrte am vergangenen Wochenende nach drei Jahren Rennpause in die Formel 1 zurück, doch das Comeback von Felipe Massa war nicht minder bedeutend: Der brasilianische Rennfahrer hatte sich in der Qualifikation von Ungarn 2009 eine schwere Kopfverletzung zugezogen, als ihn eine Stahlfeder am Kopf getroffen hatte. Jetzt ist Massa wieder da.

Der 28-Jährige meldete sich in der arabischen Wüste mit einer soliden Leistung zurück: Erst schlug er Teamkollege Fernando Alonso in der Qualifikation von Bahrain, anschließend belegte der langjährige Ferrari-Pilot hinter dem Spanier den zweiten Platz auf dem Siegertreppchen und komplettierte den roten Doppelerfolg. “Es ist unmöglich einen besseren Saisonstart hinzulegen”, sagt Massa.

“Ich habe so viele Monate auf dieses erste Rennen gewartet. Ich war eher aufgeregt als nervös, als ich zum ersten Mal seit dem deutschen Grand Prix 2009 wieder in der Startaufstellung stand. Ich hatte niemals Zweifel an meiner Form, denn alles fühlte sich genau so an, wie vor meinem Unfall”, hält der WM-Zweite von 2008 fest. “Ich wollte einfach einen guten Job und keinen Blödsinn machen.”

Für letzteres halten viele Beobachter indes die neuen Regeln in der Formel 1, was auch Massa nicht entgangen ist: “Ich habe über die Medien etwas von der Kritik mitbekommen, wonach die Reifenregeln und das Fehlen des Nachtankens einen Grand Prix langweilig für die Zuschauer machen. Ich denke aber, dass es nach einem Rennen noch zu früh ist, ein Urteil darüber zu fällen”, findet der 28-Jährige.

“Nach dem Start sind wir nun einmal sechs bis sieben Sekunden langsamer als in der Qualifikation. Du hast ein schweres Auto und in den ersten Runden kaum Grip. Wenn du dann noch einem Gegner dichtauf folgst und überholen willst, dann verlierst du noch mehr aerodynamischen Anpressdruck”, erklärt Massa. “Das hat zur Folge, dass das Überholen wieder einmal schwieriger geworden ist.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo schwört sein Team nach dem Doppelsieg von Bahrain neu ein: Mit Bescheidenheit zu weiteren Erfolgen

Nach dem Sieg von Fernando Alonso und dem zweiten Platz seines Ferrari-Teamkollegen Felipe Massa war die Stimmung in ganz Italien euphorisch. In ganz Italien? Nicht ganz. Im kleinen Ort Maranello gönnte man sich nur einen kurzen Moment Genuss, anschließend ging es wieder an die konzentrierte Arbeit. Als Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo am Dienstag zum traditionellen Gespräch in der Formel-1-Abteilung erschien, gab es nicht nur Jubel.

Bei einer sehr kurzen Feier in den Logistikhallen der Roten sagte der Ferrari-Boss: “Ich möchte euch allen danken und zu diesem tollen Doppelsieg gratulieren.” Aber die Verantwortlichen mahnten zur Vorsicht. Man dürfe nicht vergessen, dass auch am Bahrain-Wochenende nicht alles perfekt gelaufen sei. Nur durch die enorme Zuverlässigkeit des F10 sei man nach vorne gekommen. Tatsache ist: Das Rennen hatte Sebastian Vettel bestimmt, bis der Deutsche aufgrund eines Zündkerzendefekts zurückfiel.

“Ich habe nicht vergessen, wo wir im vergangenen November in Abu Dhabi standen. Dieser aktuelle Erfolg ist das Resultat eurer Arbeit, auf die ihr stolz sein könnt”, sagte di Montezemolo seinen Mitarbeitern. “Was mich am meisten begeistert ist die Tatsache, dass auf eine schlechte Saison im Vorjahr nun eine solche Reaktion folgt. Das Auto ist auf Anhieb gut. Wir sollten uns bemühen, weiterhin konzentriert an der Entwicklung und der Zuverlässigkeit zu arbeiten.”

“Wir müssen nach vorne schauen und auf dem Boden bleiben”, appellierte der Ferrari-Präsident. “Wir müssen mit Hingabe und Bescheidenheit weiter an den Aufgaben arbeiten. Die zukünftige Entwicklung in der Weltmeisterschaft hängt nur von uns ab. Ich weiß allerdings, dass sie in guten Händen ist: in euren”, fand di Montezemolo motivierende Worte für die Ferrari-Mitarbeiter.

Quelle: formel1.de

McLaren will sich im Kampf mit den Favoriten Red Bull und Ferrari nicht lange hinten anstellen: Die Lücke schnellstmöglich schließen

McLaren nimmt im Entwicklungskampf der Formel 1 richtig Schwung auf. Nachdem die Briten beim Saisonauftakt in Bahrain das Tempo von Red Bull und Ferrari nicht mitgehen konnten, will man alle Ressourcen nutzen, um die Lücke möglichst schnell zu schließen. Lewis Hamilton und Jenson Button legten daher nach dem ersten Saisonrennen keine Pause ein. Die beiden Piloten flogen sofort nach Großbritannien, um am Dienstag bereits wieder in Woking zu arbeiten.

“Unser Speed ist nicht schlecht – zumindest nicht so schlecht wie gedacht”, meint Hamilton, der nach einem enttäuschenden Qualifying im Rennen immerhin noch auf Rang drei kam. “Wir müssen richtig Druck machen, um schnell zu Red Bull und Ferrari aufschließen zu können.” Der amtierende Champion Button hatte bereits frühzeitig erkannt, dass McLaren vor allem im Qualifying besser werden muss. Aus mäßiger Startposition sind derzeit auch nur mäßige Ergebnisse möglich.

Dass McLaren im Entwicklungswettkampf reichlich Boden gutmachen kann, konnte man im vergangenen Jahr bestens beobachten. Damals machte man innerhalb weniger Monate aus dem zu Beginn schwachen MP4-24 ein Siegerfahrzeug. “Ich bin sicher, dass wir die Lücke schließen können und schon bald auf dem Podium ganz oben stehen”, so Hamilton optimistisch. “Ich werde das Team ausreichend unter Druck setzen.”

Quelle: formel1.de

Das Sauber-Team ist mit der Performance in Bahrain nicht zufrieden, rechnet aber schon in Australien mit einer ersten Steigerung

Das Sauber-Team war beim Saisonauftakt am vergangenen Wochenende in Bahrain eine der großen Enttäuschungen. Nach den Wintertests hatten die meisten Experten die Schweizer im vorderen Mittelfeld gesehen, stattdessen waren sie gemeinsam mit Toro Rosso das Schlusslicht der etablierten Teams.

Im Qualifying fehlten knapp zweieinhalb Sekunden auf die Spitze, die schnellste Sauber-Rennrunde war sogar um fast dreieinhalb Sekunden langsamer als die von Sieger Fernando Alonso. Letzteres ist allerdings nur bedingt repräsentativ, weil Kamui Kobayashi in der zwölften und Pedro de la Rosa in der 29. von 49 Runden ausschied. Damit hatten die beiden Neuzugänge nie die Gelegenheit, mit wenig Benzin im Tank ihren wahren Speed zu zeigen.

“Es war schwierig, denn wir hatten erwartet, konkurrenzfähig zu sein, aber wir hatten auf dieser Strecke einige Probleme”, spricht de la Rosa die Bodenwellen im Mittelsektor an, die Gift für den C29 waren. “Dann haben wir auch das Rennen nicht beendet. Mit der Pace im Rennen war ich recht zufrieden. Ich glaube, wir hätten mit Barrichello um den letzten Punkt kämpfen können. Das ist akzeptabel, aber wir hatten insgeheim schon auf mehr gehofft.”

Im Rennen lief es gefühlt etwas besser, aber: “Es geht nicht nur ums Qualifying. Zumindest wissen wir, warum wir hier nicht konkurrenzfähig waren. Da hat das neue Layout definitiv nicht geholfen. Wir fahren sicher nicht um Siege mit, aber wir sind in Wahrheit bestimmt besser als das, was wir hier gezeigt haben”, analysiert de la Rosa, der für Australien ein positiveres Gefühl hat: “Das Anpressdruck-Niveau dort liegt uns besser.”

Besonders besorgniserregend ist, dass Sauber nicht nur unerwartet langsam, sondern auch unerwartet unzuverlässig war. Beide Fahrer schieden mit dem gleichen Defekt aus: “Es war ein Hydraulikproblem, genauer gesagt ein Hydraulikleck – bei beiden Autos”, erklärt Technikchef Willy Rampf und kündigt an, dass man nun detaillierte Ursachenforschung betreiben werde. Bei den Tests hatte es mit der Hydraulik nämlich keine nennenswerten Schwierigkeiten gegeben.

“Beim Testen hatten wir zwar einmal ein Hydraulikproblem”, gesteht Rampf, “aber da war nur eine der Komponenten fehlerhaft. Leck hatten wir keines, sondern wir mussten die eine Komponente austauschen und damit war es okay. Das heute ist ein anderes Problem. Wir hatten seit Jahren keine Hydraulikprobleme!” Ob die in Bahrain höheren Temperaturen im Vergleich zu den Wintertests eine Rolle gespielt haben, war zunächst unklar.

Übrigens hatte sich auch Rampf in Sachen Performance deutlich mehr erwartet: “Nach dem Qualifying waren wir nicht gerade verwöhnt, was unsere Erwartungen anging”, so der Deutsche, der aber für Australien optimistischer ist und anmerkt: “Die Rennpace war im Grunde genommen okay. Beide Fahrer waren flott unterwegs und berichteten, dass mehr Grip da war als im Qualifying, als sie beide geklagt haben.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Die Hersteller, die Teams und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wollen endlich wieder in die USA: Ein Comeback in Indianapolis schon 2011?

Eine Formel-1-Weltmeisterschaft ohne Rennen in Nordamerika? Diese Zeiten sind durch die Rückkehr nach Montréal in diesem Jahr glücklicherweise wieder vorbei. Doch der riesige Markt USA wird immer noch nicht wieder beackert. Das könnte sich allerdings bald ändern. Die neuen Macher des Indianapolis Motor Speedway (IMS) führen wieder ernsthafte Gespräche mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. “Wir würden gern wieder dorthin gehen”, macht der Vermarkter allen Beteiligten Mut.

“Wir sind in ständigem Dialog mit der Formel 1″, sagt IMS-Sprecher Chris Schwartz im ‘Indianapolis Business Journal’. Er fügt allerdings hinzu: “Es gibt viel zu beachten.” Nach wie vor klaffen tiefe Wunden im Verhältnis zwischen dem Motorsport-Mekka der USA und der Königsklasse. Dabei hatte im Jahr 2000 alles so gut begonnen: 200.000 Zuschauer waren zum ersten Rennen auf der damals neuen Strecke im Infield des gigantischen Ovals gekommen. Sportwetten zum Thema Formel 1.

Doch das Interesse der amerikanischen Fans nahm schnell wieder ab. Die Formel 1 tat sich mit dem Reifendebakel im Jahr 2005, als letztlich nur sechs Autos ins Rennen gingen, gar keinen Gefallen. Bis zum letzten Auftritt in Indianapolis nahm die Zuschauerzahl auf gerade einmal 100.000 konstant ab. “Tatsache ist, dass dort die falschen Leute im Publikum saßen”, erklärt Ecclestone im ‘Guardian’. “Dort hat gar nichts funktioniert, man müsste vieles ändern.”

“Ich weiß nicht, was ich davon halten soll”, reagiert Schwartz auf die Ecclestone-Aussagen. “Die Zuschauer waren mit Leidenschaft dabei. Es war definitiv ein Rennen mit internationalen Besuchern.” Der britische Formel-1-Boss hatte seine amerikanischen IMS-Geschäftspartner immer wieder aufgefordert, ein vernünftiges Marketing um das Formel-1-Rennen herum aufzubauen. Nun aber gibt es andere Vorzeichen: Der damalige IMS-Boss Tony George ist weg, Jeff Belskus hat das Sagen.

Unterstützung erfahren die IMS-Organisatoren von prominenter Seite. Ex-Formel-1-Champion Mario Andretti macht sich für eine Rückkehr der Königsklasse in seine Heimat stark. “Aber ich kann nicht den Scheck unterschreiben”, so der Weltmeister von 1978. “Ich kann die Bemühungen nur mit meinen Möglichkeiten unterstützen. Ich glaube fest an das Projekt. Ich habe mit Bernie gesprochen. Er ist davon überzeugt, dass sie in die USA zurückkehren müssen.”

“Er muss es irgendwie möglich machen”, meint Andretti. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister und Indy-500-Sieger Emerson Fittipaldi sieht das Thema differenzierter. Der Brasilianer will die Königsklasse wieder in den USA sehen, nicht jedoch in Indianapolis. “Überhaupt dorthin zu gehen war ein Fehler”", so Fittipaldi. Nach Ansicht des Brasilianers sei die Strecke nicht geeignet, die Amerikaner für die Formel 1 zu begeistern: “Die Autos sehen auf dem Oval-Abschnitt im Vergleich zu IndyCars oder NASCAR doch total langsam aus.”

Quelle: Motorsport-Total.com