Archive for März 18th, 2010

Ferrari-Neuzugang Fernando Alonso hat im ersten internen Duell gegen Felipe Massa einen Sieg gelandet: Kein Grund für Streitereien

Die Teambesetzungen in der Formel 1 versprechen in diesem Jahr nicht nur guten Sport, sondern bieten auch einiges an Konfliktpotenzial. Wie geht Nico Rosberg mit dem Superstar-Status von Michael Schumacher um? Welcher britische Nationalheld setzt sich bei McLaren durch? Wann kochen im Duell bei Ferrari die Emotionen hoch? Vor allem bei den Roten machen viele Beobachter derzeit erste Spannungen aus.

Fernando Alonso war in Maranello nicht nur mit offenen Armen empfangen worden, sondern hatte sich binnen weniger Wochen sofort mit Treueschwüren und kämpferischen Ansagen beliebt gemacht. Der Spanier stellte den wieder genesenen “Ferrari-Platzhirschen” Felipe Massa mehrfach in den Schatten. Nun ging Alonso auch sportlich als Sieger des ersten Duells in Bahrain aus dem Ring. Der zweimalige Weltmeister hatte seinen Teamgefährten sofort nach dem Start ausgetrickst. Wette auf den Sieger bei bwin.com.

“Erst kommt das Team, dann die Fahrer”, warnt Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo die Piloten in der spanischen Zeitung ‘El Pais’ vor zu viel Eitelkeit. “Ich finde das ohnehin nicht wichtig”, sagt Alonso nach seinem Sieg in der Wüste. “Er ist ja nicht mein Feind, sondern nur ein Gegner auf der Strecke. Felipe hat das gleiche Auto. Also wird es Rennen geben, wo ich gewinne, und bei anderen Rennen gewinnt er dann eben.”

Quelle: formel1.de

Ferrari-Pilot Felipe Massa ist erleichtert über den gelungen Saisonstart seines Teams und nimmt Stellung zur Kritik am neuen Rennformat der Formel 1

Michael Schumacher kehrte am vergangenen Wochenende nach drei Jahren Rennpause in die Formel 1 zurück, doch das Comeback von Felipe Massa war nicht minder bedeutend: Der brasilianische Rennfahrer hatte sich in der Qualifikation von Ungarn 2009 eine schwere Kopfverletzung zugezogen, als ihn eine Stahlfeder am Kopf getroffen hatte. Jetzt ist Massa wieder da.

Der 28-Jährige meldete sich in der arabischen Wüste mit einer soliden Leistung zurück: Erst schlug er Teamkollege Fernando Alonso in der Qualifikation von Bahrain, anschließend belegte der langjährige Ferrari-Pilot hinter dem Spanier den zweiten Platz auf dem Siegertreppchen und komplettierte den roten Doppelerfolg. “Es ist unmöglich einen besseren Saisonstart hinzulegen”, sagt Massa.

“Ich habe so viele Monate auf dieses erste Rennen gewartet. Ich war eher aufgeregt als nervös, als ich zum ersten Mal seit dem deutschen Grand Prix 2009 wieder in der Startaufstellung stand. Ich hatte niemals Zweifel an meiner Form, denn alles fühlte sich genau so an, wie vor meinem Unfall”, hält der WM-Zweite von 2008 fest. “Ich wollte einfach einen guten Job und keinen Blödsinn machen.”

Für letzteres halten viele Beobachter indes die neuen Regeln in der Formel 1, was auch Massa nicht entgangen ist: “Ich habe über die Medien etwas von der Kritik mitbekommen, wonach die Reifenregeln und das Fehlen des Nachtankens einen Grand Prix langweilig für die Zuschauer machen. Ich denke aber, dass es nach einem Rennen noch zu früh ist, ein Urteil darüber zu fällen”, findet der 28-Jährige.

“Nach dem Start sind wir nun einmal sechs bis sieben Sekunden langsamer als in der Qualifikation. Du hast ein schweres Auto und in den ersten Runden kaum Grip. Wenn du dann noch einem Gegner dichtauf folgst und überholen willst, dann verlierst du noch mehr aerodynamischen Anpressdruck”, erklärt Massa. “Das hat zur Folge, dass das Überholen wieder einmal schwieriger geworden ist.”

Quelle: Motorsport-Total.com