Archive for April, 2010

Reifenhersteller Bridgestone glaubt, dass der Unterschied zwischen der harten und der weichen Mischung in Schanghai gering ausfallen wird

Am Freitag beschwerten sich die Fahrer reihenweise über die geringe Haftung, die der Kurs von Schanghai bot: “Heute bekamen wir es mit einer schmutzigen und staubigen Strecke zu tun”, so Hirohide Hamashima, Motorsportdirektor bei Bridgestone. “Zudem bekamen wir es mit relativ kühlen Bedingungen zu tun, auch wenn es nicht so kalt war wie gestern.”

“Wie erwartet bot die Strecke nicht viel Haftung, auch wenn sich dies im Verlauf des Tages verbesserte. Wir sahen Graining, besonders an den vorderen Reifen, auch wenn dieses geringer ausfiel und nicht dazu führt, dass wir uns Sorgen machen.”

“Die weiche Mischung hat heute die schnellsten Rundenzeiten produziert und wärmte sich schneller auf”, so der Japaner in seiner Analyse weiter, “auch wenn der allgemeine Zeitenunterschied nicht so groß war, wie wir dies auf anderen Strecken gesehen haben.”

“Dies könnte bedeuten, dass einige der Top-Teams morgen im ersten Qualifying-Teil auf die härtere Mischung setzen, um ihre weicheren Reifen für die späteren Durchgänge zu sparen. Natürlich waren die vergangenen drei von vier Rennen nass, also muss erneut das Wetter in Bezug auf die Leistung der Reifen sehr genau betrachtet werden.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Trotz Schumacher: Das eigentliche Comeback des Jahres hat bisher Felipe Massa abgeliefert – Dr. Steve Olvey bewundert das “Stehaufmännchen”

Im Medienwirbel um Comeback-Superstar Michael Schumacher wäre am Saisonbeginn beinahe untergegangen, dass auch Felipe Massa eine beeindruckende Rückkehr in die Formel 1 gefeiert hat. Der Ferrari-Pilot bestritt in Bahrain nach 230 Tagen Verletzungspause seinen ersten Grand Prix – und landete als Zweiter sofort wieder auf dem Podium!

Rückblende, 25. Juli 2009, Qualifying zum Grand Prix von Ungarn: Massa ist auf einer schnellen Runde, als er plötzlich ohne jedes Anzeichen einer Reaktion geradeaus in die Barrieren rast. Später stellt sich heraus: Er wurde von einer 800 Gramm schweren Stahlfeder des Brawn von Rubens Barrichello am Helm getroffen und bewusstlos geschlagen. Mit schweren Verletzungen muss der Formel-1-Star ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo man ihn in ein künstliches Koma versetzt.

Vorzug gegenüber Räikkönen erhalten

Es folgte eine lange Regenerationsphase zu Hause in Brasilien, während der er zum ersten Mal Vater wurde, sowie ein Vertrauensbeweis von Ferrari, indem sein Vertrag für 2010 bestätigt, jener des kerngesunden Ex-Weltmeisters Kimi Räikkönen aber gekündigt wurde. Ferraris Mut sollte belohnt werden, denn: “Es ist erst acht Monate her, aber er ist wieder auf dem gleichen Niveau wie vor dem Unfall”, sagt Dr. Steve Olvey im Gespräch mit ‘Motorsport-Total.com’ über Massa.

Olvey ist Direktor der Neurologie und der Intensivstation des Jackson-Memorial-Krankenhauses der Universität Miami und hat als langjähriger CART- und Grand-Prix-Masters-Chefarzt jede Menge Erfahrung im Motorsportbereich. Außerdem ist er forschender und beratender Mitarbeiter des FIA-Instituts und Medizinischer Berater der Indy-Racing-League (IRL). Zudem war er neben Dr. Dino Altman einer der wichtigsten Ärzte während Massas Rekonvaleszenz.

“Es war eine der beeindruckendsten, vielleicht sogar die schnellste Erholung von einer lebensbedrohlichen Kopfverletzung, die ich je miterlebt habe”, staunt Olvey. “Die Gründe dafür sind die exzellente Erstversorgung an der Strecke sowie die exzellente Behandlung in Ungarn und in Brasilien. Hinzu kommen sein hervorragender körperlicher Zustand sowie sein unbedingter Wille, wieder in konkurrenzfähiger Form zurückzukehren.”

Keine emotionalen Folgeerscheinungen

“Auch emotional ist er hundertprozentig stabil. Ich finde das phänomenal”, lobt der Amerikaner und betont, dass dies bei Kopfverletzungen eines solchen Ausmaßes keine Selbstverständlichkeit ist: “Felipe hat keinerlei Angst davor, wieder Rennen zu fahren. Es war ein bizarrer Unfall und so stuft er ihn auch ein. Daher lässt er das Risiko nicht an sich ran. Felipe ist wie Alex Zanardi: Er blickt nach vorne, aber nie zurück! Das sind Ausnahmeerscheinungen.”

“Er hat keine Symptome mehr, die man auf die Verletzung zurückführen konnte. Er ist so fit und ehrgeizig wie vor dem Unfall. Es gibt nicht die geringste Veränderung zum Zustand vor dem Unfall”, so Olvey, der gemeinsam mit Altman “alle davon überzeugen musste, dass Felipe okay ist, denn es gab Skeptiker – einfach deshalb, weil es schwer vorstellbar ist, dass sich jemand so schnell von solchen Verletzungen erholt.”

Die Lobbyarbeit der beiden Neurologen sollte sich bezahlt machen: Nach drei von insgesamt 19 Rennen führt Massa in seiner Comeback-Saison sogar die WM-Gesamtwertung an – vor allen Stars wie Fernando Alonso, Sebastian Vettel, Jenson Button und Lewis Hamilton. Im Duell mit seinem Freund Schumacher, dessen Comeback hierzulande für weit mehr Aufsehen gesorgt hat, liegt der Ferrari-Pilot sogar mit 39:9 voran…

Quelle: formel1.de

Virgin bringt gleich mehrere neue Komponenten mit zum Grand Prix in Schanghai – Timo Glock will endlich mal die Zielflagge sehen

Nach Lotus und HRT hat seit dem Grand Prix in Malaysia auch Virgin endlich eine Zielankunft auf dem Konto. Lucas di Grassi brachte den VR-01 in Sepang erfolgreich über die Runden. Timo Glock beobachtete die Fahrt seines brasilianischen Kollegen derweil aus der Box, denn der Hesse war nach einem Dreher früh ausgefallen. “Dass Malaysia eine Enttäuschung war, muss man wohl nicht extra sagen”, meint der 28-Jährige vor dem kommenden Rennwochenende in China.

“Das Rennen war für mich beendet, bevor es eigentlich richtig begonnen hatte. Bis dorthin sah alles gut aus. Wir hatten in den Freien Trainings und im Qualifying so ziemlich alles richtig gemacht”, erklärt Glock rückblickend. Das Rennwochenende in Malaysia ist abgehakt. “Ich hoffe einfach, dass sich das Wochenende in China ähnlich gestaltet. Mit dem wichtigen Unterschied, dass ich am Renntag ein anderes Resultat einfahre.”

Für den Odenwälder geht es nur um einen Umlaut: Aus Glock soll Glück werden. “Schanghai ist aus verschiedenen Gründen eine nette Strecke”, sagt der Deutsche, der in Diensten von Toyota in den vergangenen beiden Jahren dort auf Platz sieben gefahren war. “Aus Fahrersicht gibt es ein paar schöne Herausforderungen. Es ist ein typisches Tilke-Layout mit verschiedenen Kurvenarten. Die lange Gegengerade endet in einer Haarnadel.”

“Das ist wirklich nett. Du stehst dort ewig auf dem Gas, dir raubt es fast dem Atem”, beschreibt Glock. “Beim Anbremsen der Haarnadel gibt es eine gute Überholchance. Hoffentlich ergibt sich am Wochenende die Möglichkeit, dass wir die nutzen können. Ich wünsche mir ganz einfach, dass ich diesen ersten Teil der Saison mit einem guten Ergebnis abschließen kann.” Ein gutes Resultat definiert sich aus zwei Komponenten: Ins Ziel kommen und dabei vor Lotus fahren.

“In Malaysia waren wir vor den anderen Teams”, sagt Teamkollege di Grassi. “Jetzt wollen wir mehr davon. Ich war unter der Woche im Simulator, um die Strecke zu lernen, denn ich war noch nie in Schanghai. Wir wollen weitere Fortschritte machen. Aus den Fahrten im Simulator weiß ich, dass die Strecke recht schwierig ist und uns Fahrern viel abverlangt. Es wird zumindest kühler als bei den vergangenen Rennen. Ich denke, dass wir wieder eine starke Leistung zeigen können.”

Teamchef John Booth flog in den vergangenen Wochen immer wieder zurück in die Fabrik nach Großbritannien. “Das klingt verrückt, aber wir sind eben im intensiven Entwicklungszyklus”, so der Brite. “Es geht nicht nur um die Technik am Auto, sondern auch um die Fortentwicklung des Teams. Während wir alles für China vorbereiten, haben wir gleichzeitig die Dinge für die europäischen Rennen im Hinterkopf. Unsere neue Halle in Dinnington ist fast fertig. Dieser neue Standort wird uns bei den fünf Monaten in Europa helfen.”

Nick Wirth und seine Technikmannschaft machen kaum Pausen. Der Virgin-Designer brachte bisher zu fast jedem Grand Prix neue Teile. So wird es auch in China sein. “Wir planen Verbesserungen der Aerodynamik, der Mechanik, des Getriebes und vor allem bei unserem Benzinsystem. Es sollte uns helfen, damit wir endlich auch mit ganz wenig Sprit fahren können. Weil wir wieder die harten Reifenmischungen bei in China kühlen Temperaturen einsetzen müssen, wird das Aufwärmen der Pneus ein Thema. Lange, enge Kurven sind signifikant in Schanghai. Daher trimmen wir unser Auto auf diese Abschnitte. Wir wollen Fortschritte machen.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Überraschung nach der “Crashgate”Affäre: Pat Symonds darf sogar ab sofort wieder in der Formel 1 agieren

Pat Symonds darf ab sofort wieder in der Formel 1 für ein Team arbeiten. Der Brite traf mit dem Automobilweltverband FIA eine Einigung. Damit ist der Manipulationsskandal von Singapur 2009 für den ehemaligen Technischen Direktor bei Renault beendet.

Noch am Montag ließ die FIA verlautbaren, dass Symonds und Flavio Briatore erst ab 2013 wieder in der Königsklasse aktiv sein dürfen. Laut dem Engländer steht in seiner Vereinbarung jedoch, dass er ab sofort über seine Firma Neutrino Dynamics als Berater für jeden Formel-1-Rennstall arbeiten darf. Der 56-Jährige machte klar, weiterhin als Techniker tätig sein zu wollen, wenn sich entsprechende Möglichkeiten ergeben.

Ein weiteres Mal nahm Symonds zu den Vorkommnissen von Singapur Stellung. In einer Aussendung heißt es: “Mit dieser Vereinbarung respektiert Symonds, dass es in seiner Verantwortung lag, die Geschehnisse zu vermeiden. Da er das nicht getan hat, muss er mit den Konsequenzen dieses Vorfalls leben.”

“Im Sinne des Sports hat sich Symonds mit der FIA darauf geeinigt, keine direkte Rolle in der Formel 1 bis Ende 2012 zu spielen, noch wird er in einer anderen FIA-Serie eine ähnliche Verantwortung bis Ende 2011 übernehmen.”

“Die Vereinbarung hält Symonds aber nicht davon ab, als Berater für ein Team tätig zu sein und er möchte dem Sport in der einen oder anderen Rolle erhalten bleiben”, heißt es weiter. Damit haben die Beteiligten und die FIA einen Schlussstrich unter den größten Skandal der Formel-1-Geschichte gezogen.

Quelle: Motorsport-Total.com

Nach Geoff Willis übt nun auch Manfredi Ravetto scharfe Kritik am Dallara-Chassis: “Was Dallara geliefert hat, war eine totale Schweinerei”

Das HRT-Paket, das aus einem Dallara-Chassis, einem Cosworth-Motor und einem Xtrac-Getriebe besteht, ist derzeit die langsamste Kombination der Formel 1. Formel1-Wetten für die Saison 2010. Allzu überraschend war das nach dem Campos-Fiasko und dem Last-Minute-Start unter der Regie von Colin Kolles nicht, doch die derzeitigen Leistungen werden dem Potenzial des Teams nicht gerecht.

Das liegt offenbar vor allem am Dallara-Chassis. Nachdem schon Technikberater Geoff Willis scharfe Kritik am italienischen Rennwagenbauer geübt hat, äußert sich nun auch HRT-Mitarbeiter Manfredi Ravetto ähnlich: “Was Dallara geliefert hat, war eine totale Schweinerei”, wird er von ‘Formule1.nl’ zitiert. “Sie haben ein Formel-1-Auto von einer Qualität gebaut, die es normalerweise nicht einmal mehr in der Formel 3 gibt.”

Noch dazu wird es HRT schwer gemacht, das Chassis weiterzuentwickeln, weil es Adrian Campos offenbar verabsäumt hat, sich die Designpläne vertraglich zu sichern. Ravetto: “Dallara ist in den Betrieb des Teams nicht involviert. Sie haben das Auto geliefert, das ist alles. Wenn wir das Auto weiterentwickeln wollen, müssen wir das selbst machen.”

Dafür wäre Willis eigentlich ein hervorragender Mann. Ob der Brite aber gehalten werden kann, steht in den Sternen…

Quelle: formel1.de

Felipe Massa hat Michael Schumacher dazu überredet, der Fahrergewerkschaft beizutreten, allerdings nur noch als passives Mitglied

Obwohl er nach seiner dreijährigen Pause vom Grand-Prix-Sport zunächst nicht wieder in die Fahrergewerkschaft GPDA (Grand Prix Drivers Association) eintreten wollte, hat sich Michael Schumacher nun doch dazu entschlossen, Mitglied zu werden – allerdings nicht mehr im gleichen Ausmaß wie früher.

Schumachers Medienberaterin und Managerin Sabine Kehm bestätigt auf Anfrage von ‘Motorsport-Total.com’, dass sich ihr Schützling nur noch als “passives Mitglied” der GPDA versteht: “Michael unterstützt weiterhin die Arbeit der GPDA, indem er zahlendes Mitglied bleibt, aber er wird sich nicht mehr in die Arbeit einbringen.”

Ende März hatte Schumacher noch ganz andere Pläne: “Die Jungs haben drei Jahre lang einen guten Job gemacht. Sie brauchen mich nicht, sie sind stark und gut genug. Ich bin ja nicht ewig hier, sondern nur auf beschränkte Zeit, und finde daher, dass ich mich nicht einmischen sollte”, so der Mercedes-Pilot damals.

Es folgte jedoch eine von einer Boulevardzeitung initiierte Diskussion darüber, ob der siebenfache Weltmeister zu geizig sei, um den Mitgliedsbeitrag zu bezahlen, was möglicherweise mit ein Grund dafür gewesen sein könnte, dass er seine Meinung nun geändert hat. Kehm: “Nach einigen Diskussionen, vor allem mit Felipe Massa, überdachte er seine Entscheidung.”

Schumachers Verdienste um die GPDA sind ohnehin unbestritten. Nach den tragischen Ereignissen von Imola 1994 war er eine der Hauptfiguren innerhalb der Fahrergewerkschaft, die auch auf Drängen von Niki Lauda hin neu gegründet wurde. Jahrelang stellte sich der Superstar sogar als einer der Direktoren in den Dienst der GPDA.

Quelle: formel1.de

Jackie Stewart ist überzeugt davon: Dass Michael Schumacher bei Mercedes derzeit teamintern den Kürzeren zieht, wurmt den 41-Jährigen sehr

Drei Rennen hat die Formel 1 in der aktuellen Rennsaison bereits absolviert, doch auf ein Topergebnis von Rückkehrer Michael Schumacher warten die Zuschauer noch immer. Der 41-Jährige blieb bei seinem Comeback für Mercedes bislang hinter seinem jungen Teamkollegen Nico Rosberg zurück, was “Schumi” in den vergangenen Wochen bereits einiges an negativer Kritik einbrachte.

Der ehemalige Formel-1-Champion Jackie Stewart will im ‘Guardian’ aber kein vorschnelles Urteil fällen und attestiert Schumacher noch immer großes Potenzial: “Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen”, so Stewart. “Es ist vollkommen klar, dass Michael seine Fähigkeiten nicht eingebüßt hat. Die Erfahrung und das Wissen, mit dem du sieben Mal Weltmeister geworden bist, bleiben dir.”

Das weiß Stewart – Weltmeister 1969, 1971 und 1973 – aus eigener Erfahrung. “Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich fünf und zehn Jahre nach meinem Rücktritt – also im Alter von 39 und 44 Jahren – zurückkam und alle Fahrzeuge der Meisterschaft fuhr. Das geschah auf Initiative von Elf und ich fühlte damals nicht, dass ich etwas verloren hätte”, gibt Stewart rückblickend zu Protokoll.

Die Konkurrenz schläft nicht…

“Michael war bislang allerdings noch nicht in der Lage dazu, die richtige Geschwindigkeit vorzulegen. Die Tatsache, dass er sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen von seinem Teamkollegen geschlagen wurde, nagt sicherlich viel mehr an ihm, als er zugibt”, meint der Schotte. Schumacher selbst betont indes immer wieder, dass er bei seiner Formel-1-Rückkehr “voll im Plan” liege.

Stewart sieht vor allem im starken Starterfeld einen Grund dafür, weshalb “Schumi” bislang noch nicht ganz an die Spitze vordringen konnte: “Jenson Button und Lewis Hamilton sind beide fantastisch schnell bei McLaren. Dann wären da noch Felipe Massa und Fernando Alonso bei Ferrari sowie das Red-Bull-Duo um Mark Webber und Sebastian Vettel”, fasst Stewart die Topfavoriten zusammen.

“Aber auch abseits der Spitzenteams hast du noch gute und erfahrene Piloten wie Rubens Barrichello und Robert Kubica. Das ist die beste Gruppe an Topfahrern, an die ich mich erinnern kann”, so der frühere Formel-1-Weltmeister. Abschreiben will er Schumacher und die Silberpfeile aber dennoch nicht: “Der Mercedes wird sich verbessern”, meint Stewart. “Nur: Das gilt auch für die anderen.”

Ist “Schumi” 2006 zu früh zurückgetreten?

Unterm Strich kommt Stewart, der seine Karriere 1973 noch vor seinem 100. Rennen beendete, nach drei Grands Prix nur zu einem Schluss: “Michael ist zu früh zurückgetreten. Er hätte nicht aufhören sollen, denn er war noch nicht fertig damit. Als ich meinen Helm seinerzeit an den Nagel hängte, da wusste ich, dass ich keine Rennen mehr bestreiten würde. Bei Gerhard Berger war das genau gleich.”

“Als Niki Lauda nach seinem erfolgreichen Comeback zurücktrat, hat er seinen Helm auf dem Sitz des Autos zurückgelassen. Er wusste und wir alle wussten, dass er nicht wieder zurückkehren würde. Michael erweckte hingegen stets den Eindruck, nicht damit abgeschlossen zu haben”, bringt es Stewart vor dem Großen Preis von China auf den Punkt. Doch das habe auch sehr positive Seiten.

Die Person Michael Schumacher stellt laut Stewart einen ungeheuren Markenwert für die Formel 1 und speziell für die Teamsponsoren von Mercedes dar: “Die Sponsoren bekommen ihren Gegenwert, denn Michael wird bei jedem Rennen in diesem Jahr für gute Nachrichten sorgen”, hält Stewart abschließend fest. “Wohin er auch geht, er gibt sein Comeback. Und die Kameras sind dabei.”

Quelle: formel1.de

Wird die Rennstrecke in Südkorea rechtzeitig fertig gestellt? Mit dieser Frage muss sich Bernie Ecclestone laut ‘Focus’ auseinander setzen

Die Formel-1-Premiere in Südkorea muss wegen großer Probleme mit den Bauarbeiten möglicherweise um ein Jahr verschoben werden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin ‘Focus’ und beruft sich dabei auf Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Ecclestone war nach dem Rennen in Malaysia sofort nach Südkorea weitergereist, um sich dort selbst ein Bild vom Ernst der Lage zu machen.

Laut ‘Focus’ will der 79-jährige Brite in den kommenden Tagen entscheiden, ob das für den 24. Oktober 2010 geplante erste Formel-1-Rennen in Südkorea abgesagt wird. Geplant hatte den neuen Kurs der deutsche Architekt Hermann Tilke. Anders als üblich tritt der Aachener bei der Bau-Ausführung diesmal nur als Berater eines südkoreanischen Konsortiums auf.

“Zum ersten Mal habe ich die Befürchtung, dass eine Strecke nicht rechtzeitig fertig wird”, sagt Tilke gegenüber ‘Focus’. Südkorea ist als drittletzter WM-Lauf der aktuellen Rennsaison eingeplant. Sollte der Grand Prix tatsächlich gestrichen werden, würden nur 18 Rennen ausgetragen, da zur Zeit kein Ersatz vorgesehen ist.

Quelle: Motorsport-Total.com

Nick Heidfeld ist Direktor der Fahrergewerkschaft (GPDA) und möchte sich stark engagieren – Pedro de la Rosa hält den Deutschen für die Idealbesetzung

Am Rande des Saisonauftakts der Formel 1 hat sich die Fahrergewerkschaft (GPDA) neu aufgestellt: Pedro de la Rosa hat sein Amt als Vorsitzender abgegeben, die Piloten bestellten den offiziellen Test- und Ersatzfahrer des Mercedes-Teams, Nick Heidfeld, zum Nachfolger des Spaniers. De la Rosa selbst greift in dieser Saison wieder als Stammfahrer ins Lenkrad und auch deswegen kürzer treten.

Heidfeld hat Verständnis für die Situation des Sauber-Piloten: “Ich habe als Ergänzungsfahrer mehr Zeit als die Einsatzfahrer”, wird der Deutsche von ‘Auto Bild motorsport’ (Jetzt abonnieren!) zitiert. “Deshalb habe ich den Job von Pedro de la Rosa gerne übernommen. Die GPDA hat in den letzten Jahren viel erreicht, besonders was die Sicherheit bei Testfahrten angeht. Diese Arbeit will ich fortsetzen”, kündigt Heidfeld an.

De la Rosa freut sich, dass Heidfeld das GPDA-Ruder übernommen hat: “Alle waren sich einig, dass Nick der perfekte Mann für den Vorsitz ist”, so der Formel-1-Routinier am Rande des Wochenendes im australischen Melbourne. “Nick hat viel Erfahrung und er hat an Rennwochenenden auch die nötige Zeit dafür. Ich bin aber da, um die Arbeit weiter etwas zu begleiten”, meint der 39-Jährige.

Nachdem nun auch Michael Schumacher wieder zur Fahrergewerkschaft hinzu gestoßen ist, ist das Formel-1-Starterfeld nahezu komplett in der GPDA vertreten. “In den vergangenen zwei Jahren sind wir viel stärker geworden”, sagt de la Rosa rückblickend – und nicht ohne Stolz. “Alle neuen Piloten sind sofort beigetreten und unterstützen uns. Dafür bin ich sehr dankbar”, so der Spanier.

Quelle: Motorsport-Total.com

Am Rande des Großen Preises von Malaysia diskutierten die Verantwortlichen der Formel 1 über eine Wiedereinführung von KERS zur Saison 2013

Im vergangenen Jahr sorgten vier Buchstaben für reichlich Aufregung im Fahrerlager der Formel 1: KERS, das kinetische Energie-Rückgewinnungssystem, welches im Anschluss an die Saison 2009 aus der “Königsklasse” verbannt wurde. Darauf hatten sich die Rennställe der Teamvereinigung (FOTA) vor dem neuen Rennjahr 2010 verständigt. Nun macht man sich Gedanken um ein KERS-Comeback.

Aus diesem Grund trafen sich die Teamverantwortlichen im malaysischen Sepang, um über eine mögliche Wiedereinführung des Systems zu sprechen, welches 2009 zuletzt lediglich von Ferrari und McLaren verwendet wurde. Noch sind sich die Rennställe aber nicht ganz im Klaren darüber, welchen Weg die Formel 1 in Bezug auf diese Technologie einschlagen und wann das geschehen soll. Wette auf den Sieger bei bwin.com.

Dass KERS in irgendeiner Form erneut in der Formel 1 Einzug halten wird, scheint indes auf der Hand zu liegen, wie Mercedes-Teamchef Ross Brawn bestätigt: “Wir sehen ein, dass KERS eine Rolle bei zukünftigen Technologien spielen muss. Wir denken aber, dass die Vorteile, die man im vergangenen Jahr durch KERS gewinnen konnte, möglicherweise nicht bedeutend genug waren”, so der Brite.

“Wenn wir uns in der Zukunft mit KERS auseinander setzen, sollten wir das im Hinterkopf behalten. Wir würden es vorziehen, uns etwas anzuschauen, das sich zusammen mit der Einführung des neuen Motors planen und integrieren lässt – für 2013. Das bedeutet aber nicht, dass KERS erst 2013 zum Einsatz kommen kann”, wird Brawn von ‘ITV’ zitiert. “Vielleicht kann man es auch vorwegnehmen.”

Brawn hält KERS für durchaus zukunftsträchtig

“Sollten wir jedoch schon jetzt ein System entwerfen und 2013 ein neues bauen, dann wäre es doch schade um die aktuellen Systeme. Allerdings sind die Vorteile, welche diese Systeme bieten, vielleicht nicht gut genug”, so ehemalige Technische Direktor von Ferrari. Brawn weiter: “Wir müssen uns mit Systemen beschäftigen, welche die sportliche Seite des Rennsports deutlich verbessern.”

“Wenn wir einen Überholknopf hätten, den man nur für eine gewisse Zeit einsetzen könnte, dann hätten wir eine richtig aufregende Sache”, meint der 55-Jährige. “KERS hat in meinen Augen also durchaus eine Zukunft. Wir sollten aber Vorsicht walten lassen und nicht einfach blitzschnell zu dem zurückkehren, was wir im vergangenen Jahr hatten”, gibt Mercedes-Teamchef Brawn zu Protokoll.

“Denn darin sind wir uns alle einig: Das war wahrscheinlich nicht gerade ein großartiger Erfolg”, bringt es Brawn auf den Punkt. McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh nimmt den Faden seines britischen Landsmanns auf und fügt hinzu: “Wir müssen eine Lösung finden, die für den Sport erschwinglich und rentabel ist. Es geht im Prinzip darum, ob sich die Teams 2011 ein KER-System leisten können.”

Ein KERS-Wettrüsten soll verhindert werden

Die Mehrheit der Rennställe habe wahrscheinlich schlichtweg nicht die finanziellen Ressourcen, um KERS 2011 umzusetzen, so Whitmarsh. “Aus diesem Grund müssen wir eine Übereinkunft treffen”, sagt das McLaren-Oberhaupt. Brawn stimmt zu und ergänzt: “Die KERS-Entwicklung darf auf keinen Fall in einen Konkurrenzkampf ausarten”, wird der Mercedes-Teamchef von ‘Auto Bild motorsport’ zitiert.

“Sonst könnte die Öffentlichkeit ganz schnell feststellen, dass das System der Umwelt nicht hilft, sondern sie belastet”, so Brawn. Auch für Mercedes-Sportchef Norbert Haug steht das Thema der Finanzierung im Vordergrund. “Die Frage ist: Was willst du dir leisten und was kannst du dir leisten? In der Formel 1 geht es dieser Tage vorrangig um das Einsparen von Kosten”, erläutert Haug.

“In meinen Augen sollten wir die Formel 1 wegen neuen Technologien nicht zu einem Wettrennen im Geldausgeben machen. Auch wenn wir im KERS-Bereich recht versiert sind, so denken wir, dass es diesbezüglich Grenzen geben sollte”, so der Deutsche. “Wie Ross schon angedeutet hat, würde es durchaus Sinn machen, alles zu einem großen Paket für die Zukunft zusammen zu stellen.”

2013: Die Comeback-Chance für KERS?

Haug könnte sich demnach vorstellen, den für 2013 geplanten neuen Motor mit einem “vielleicht stärkeren KER-System und gewissen Installationslimits” zusammen zu fassen, “damit man nicht zu viel Geld dafür ausgibt. Dieses Ziel zu erreichen stellt eine recht beträchtliche Aufgabe dar. Ich denke aber, dass dies die Hauptpunkte sind, auf die man sich in dieser Geschichte verständigen sollte.”

Sam Michael, Technischer Direktor bei Williams, stößt ins gleiche Horn – und plädiert dafür, die Regeln in Bezug auf KERS vorerst nicht zu verändern: “Williams ist im Augenblick der Ansicht, dass wir die Regeln bis 2013 dabei belassen sollten. Dann kommt der neue Motor und dann wäre der Moment gekommen, um die Power zu vergrößern, die Energie zu steigern oder was auch immer.”

Eine kurzfristige Modifizierung an den bestehenden KER-Systemen wäre laut Michael ohnehin mit einem recht hohen Aufwand verbunden. “Dadurch würde sich das Design des Systems verändern. Das hätte zur Folge, dass du nicht mit dem weitermachen könntest, was du bereits hast – und das bei all der Zeit und den Investitionen, die alle in diese Systeme gesteckt haben”, so der Australier.

Quelle: formel1.de