Archive for April 12th, 2010

Nach Geoff Willis übt nun auch Manfredi Ravetto scharfe Kritik am Dallara-Chassis: “Was Dallara geliefert hat, war eine totale Schweinerei”

Das HRT-Paket, das aus einem Dallara-Chassis, einem Cosworth-Motor und einem Xtrac-Getriebe besteht, ist derzeit die langsamste Kombination der Formel 1. Formel1-Wetten für die Saison 2010. Allzu überraschend war das nach dem Campos-Fiasko und dem Last-Minute-Start unter der Regie von Colin Kolles nicht, doch die derzeitigen Leistungen werden dem Potenzial des Teams nicht gerecht.

Das liegt offenbar vor allem am Dallara-Chassis. Nachdem schon Technikberater Geoff Willis scharfe Kritik am italienischen Rennwagenbauer geübt hat, äußert sich nun auch HRT-Mitarbeiter Manfredi Ravetto ähnlich: “Was Dallara geliefert hat, war eine totale Schweinerei”, wird er von ‘Formule1.nl’ zitiert. “Sie haben ein Formel-1-Auto von einer Qualität gebaut, die es normalerweise nicht einmal mehr in der Formel 3 gibt.”

Noch dazu wird es HRT schwer gemacht, das Chassis weiterzuentwickeln, weil es Adrian Campos offenbar verabsäumt hat, sich die Designpläne vertraglich zu sichern. Ravetto: “Dallara ist in den Betrieb des Teams nicht involviert. Sie haben das Auto geliefert, das ist alles. Wenn wir das Auto weiterentwickeln wollen, müssen wir das selbst machen.”

Dafür wäre Willis eigentlich ein hervorragender Mann. Ob der Brite aber gehalten werden kann, steht in den Sternen…

Quelle: formel1.de

Felipe Massa hat Michael Schumacher dazu überredet, der Fahrergewerkschaft beizutreten, allerdings nur noch als passives Mitglied

Obwohl er nach seiner dreijährigen Pause vom Grand-Prix-Sport zunächst nicht wieder in die Fahrergewerkschaft GPDA (Grand Prix Drivers Association) eintreten wollte, hat sich Michael Schumacher nun doch dazu entschlossen, Mitglied zu werden – allerdings nicht mehr im gleichen Ausmaß wie früher.

Schumachers Medienberaterin und Managerin Sabine Kehm bestätigt auf Anfrage von ‘Motorsport-Total.com’, dass sich ihr Schützling nur noch als “passives Mitglied” der GPDA versteht: “Michael unterstützt weiterhin die Arbeit der GPDA, indem er zahlendes Mitglied bleibt, aber er wird sich nicht mehr in die Arbeit einbringen.”

Ende März hatte Schumacher noch ganz andere Pläne: “Die Jungs haben drei Jahre lang einen guten Job gemacht. Sie brauchen mich nicht, sie sind stark und gut genug. Ich bin ja nicht ewig hier, sondern nur auf beschränkte Zeit, und finde daher, dass ich mich nicht einmischen sollte”, so der Mercedes-Pilot damals.

Es folgte jedoch eine von einer Boulevardzeitung initiierte Diskussion darüber, ob der siebenfache Weltmeister zu geizig sei, um den Mitgliedsbeitrag zu bezahlen, was möglicherweise mit ein Grund dafür gewesen sein könnte, dass er seine Meinung nun geändert hat. Kehm: “Nach einigen Diskussionen, vor allem mit Felipe Massa, überdachte er seine Entscheidung.”

Schumachers Verdienste um die GPDA sind ohnehin unbestritten. Nach den tragischen Ereignissen von Imola 1994 war er eine der Hauptfiguren innerhalb der Fahrergewerkschaft, die auch auf Drängen von Niki Lauda hin neu gegründet wurde. Jahrelang stellte sich der Superstar sogar als einer der Direktoren in den Dienst der GPDA.

Quelle: formel1.de