Archive for Mai, 2010

Mark Webber setzt seine Topform fort: Pole-Position auf dem Stadtkurs – Robert Kubica sensationell Zweiter – Fernando Alonso nur Zuschauer

Mit einer kleinen Überraschung endete das heutige Qualifying zum 68. Grand Prix von Monaco: Nicht Monte-Carlo-Spezialist Lewis Hamilton (McLaren) oder der Donnerstagsschnellste Fernando Alonso (Ferrari) sicherten sich vor traumhafter (Wetter-)Kulisse die Pole-Position für das klassische Autorennen im Fürstentum an der Côte d’Azur, sondern Mark Webber (Red Bull)!

Der Australier war bisher an diesem Wochenende eher unauffällig unterwegs, packte aber im entscheidenden Moment sein Selbstvertrauen vom Sieg in Barcelona aus und fuhr zum zweiten Mal hintereinander Bestzeit im Qualifying – 1:13.826 Minuten. Das reichte letztendlich relativ locker, um Robert Kubica (Renault/+0,294) zu schlagen. “Man hat gesehen, das ist nicht nur das Auto, sondern auch der Fahrer”, lobt Gerhard Berger den Polesetter.

Zweite Pole-Position hintereinander

Bei dem war die Freude über die vielleicht wichtigste Pole-Position des Jahres natürlich groß: “Ich weiß nicht, ob die erste Runde auch schon gut genug gewesen wäre, aber ich habe auf jeden Fall voll gepusht und es hat dann gereicht”, strahlt Webber. “Zuerst waren kleine Details ein bisschen unstimmig, aber die entscheidende Runde war dann wirklich perfekt. In Monaco die Pole zu holen, ist einfach mega! Jetzt will ich natürlich auch das Rennen gewinnen.”

Kubica war im Top-10-Finale einer der ersten Fahrer auf der Strecke und legte gleich einmal eine Sicherheitsrunde hin, die er dann mehrfach verbessern konnte. Webber jagte ihm die Pole-Position jedoch zuerst um 16 Tausendstelsekunden ab und konnte sich dann noch einmal steigern. Allerdings ist es Kubica gelungen, seinem Status als Geheimfavorit gerecht zu werden – und Platz zwei ist der bisher beste Renault-Startplatz dieser Saison.

“Das war eine gute Leistung vom Team und auch von mir selbst”, sagt der Pole. “Wir sind in Q3 mit zwei weichen Reifensätzen gefahren. Leider war die letzte Runde nicht ganz ideal, obwohl ich Bestzeit im ersten Sektor fahren konnte. Die Reifen haben dann aber ein bisschen abgebaut und ich konnte meine vorherige Rundenzeit nur noch egalisieren. Platz zwei ist klasse, aber wenn du so knapp dran bist, willst du natürlich Erster werden.”

Vettel einfach nicht schnell genug

Dritter und bester Deutscher wurde Sebastian Vettel (Red Bull), der eines der (erstaunlich wenigen) Opfer der Verkehrssituation wurde: “Es waren nur noch zehn Autos, aber es herrschte dennoch reger Verkehr. Ich konnte leider die Reifen nicht ideal nutzen, als sie am besten gewesen wären. Es war nicht einfach, eine freie Runde und dann auch einen Rhythmus zu finden, was hier sehr wichtig ist. Aber zum Schluss war ich einfach nicht schnell genug”, gibt er zu.

“Renault”, spricht er einen bisher wenig beachteten Faktor an, “wurde wegen der Leistung schon oft kritisiert, aber dass drei Renault-Motoren vorne stehen, spricht für die Fahrbarkeit, die hier besonders wichtig ist.” Der vierte Renault-Pilot, Vitaly Petrov, belegte allerdings nur den 14. Platz. Die “Rakete von Wyborg” crashte im zweiten Qualifying bei Sainte Dévote und sorgte damit für den einzigen Unfall eines ansonsten recht ruhigen Nachmittags.

Ferrari hatte sich vorgenommen, auf die Pole-Position loszugehen, trat aber nur mit einem Auto an. Der F10 von Fernando Alonso konnte nach dem Unfall im dritten Freien Training nicht rechtzeitig repariert werden. “Es wird sehr schwierig, als Letzter aus der Boxengasse zu starten, aber ich hoffe mit einer guten Strategie auf einige Pünktchen. Schade, denn das Auto war das ganze Wochenende sehr gut. Die Pole war zum Greifen nahe”, bedauert der Spanier.

Hamilton schlägt Button im Stallduell

Sein Teamkollege Felipe Massa fuhr Bestzeit in Q1 und war in Q2 Zweiter hinter Nico Rosberg (Mercedes). Im Top-10-Finale konnte er jedoch nicht ganz mit den Schnellsten mithalten und belegte mit einer halben Sekunde Rückstand den vierten Platz. Fünfter wurde Hamilton, der das interne Stallduell gegen Jenson Button (8.) um zwei Zehntelsekunden für sich entscheiden konnte. Insgesamt hatte man sich bei McLaren aber mehr erwartet.

Übrigens auch bei den deutschen Mercedes-Silberpfeilen: “Wir hatten schon gehofft, unter die Ersten drei zu fahren”, gesteht Michael Schumacher. “Die Abstände sind enger geworden, aber leider nicht eng genug.” Letztendlich wurde er Siebter, 0,046 Sekunden hinter Nico Rosberg, der damit im Head-to-Head bereits mit 5:1 führt. “Natürlich wäre ich lieber vor meinem Kollegen, aber bei so einem Abstand müssen wir uns darüber nicht unterhalten”, sagt Schumacher.

Die Freude am Fahren war beim siebenfachen Weltmeister da: “Das ist Freude pur – einfach geil, ein Auto durch so ein Leitplankengewirr zu wirbeln! Das ist das, was das Rennfahren ausmacht.” Allerdings wurde er ausgerechnet von Rosberg aufgehalten: “Mein Kollege ist mir auf einer meiner Runden leider ein bisschen im Weg gestanden. Ansonsten war der Verkehr okay, zumindest nicht so schlimm wie befürchtet.”

Erste Monte-Carlo-Niederlage für Schumacher

In Summe bedeutete das, dass der 41-Jährige in Monte Carlo zum ersten Mal von seinem Teamkollegen geschlagen wurde. Rosberg war dennoch alles andere als zufrieden: “Bis Q2 war ich mit der Schnellste auf der Strecke. Ich bin davon ausgegangen, dass ich Pole fahren kann”, ärgert er sich. “Wir haben entschieden, vier Runden zu fahren, aber dann hatte ich Verkehr mit Barrichello und einen Fehler in der schnellsten Runde. Insofern ist Platz sechs sehr enttäuschend.”

Rubens Barrichello (Williams) und Überraschungsmann Vitantonio Liuzzi (Force India) rundeten die Top 10 ab und werden morgen aus der fünften Reihe starten. Nico Hülkenberg (Williams) lieferte bei seiner Formel-1-Premiere in Monte Carlo eine ordentliche Leistung ab und verpasste den Cut als Elfter nur um 0,167 Sekunden. Ausgerechnet WM-Leader, Weltmeister und Vorjahressieger Jenson Button zitterte sich als Zehnter ins dritte Qualifying.

In Q2 schieden unter anderem Adrian Sutil (Force India/12.) und Sébastien Buemi (Toro Rosso/13.) aus, ebenso die beiden Sauber-Piloten, die nahtlos an die enttäuschende Performance in den Trainings anknüpften. Ihr Glück war allerdings, dass mit den sechs Fahrern der neuen Teams und Pechvogel Alonso die sieben Plätze, die nach der ersten Runde die Segel streichen mussten, praktisch schon so gut wie vergeben waren.

Kovalainen Sieger im “kleinen Qualifying”

Schnellster Vertreter im “kleinen Qualifying” der neuen Teams war Heikki Kovalainen (Lotus), dem letztendlich nur 2,337 Sekunden auf die Bestzeit fehlten. “Das ist mehr als akzeptabel”, freut sich Mike Gascoyne. Kovalainen leistete sich zwar Dreher in der Mirabeau- und der Loews-Kurve, “aber das kann schon mal passieren, wenn man pusht”, winkt der Lotus-Technikdirektor ab. Jarno Trulli im zweiten grün-gelben Boliden verlor das Stallduell um 40 Tausendstelsekunden.

Bei Virgin hieß der teaminterne Sieger Timo Glock, bei HRT Bruno Senna. Die wichtigste Erkenntnis der ersten 20 Minuten war aber, dass das befürchtete Verkehrschaos ausgeblieben ist: “Das erwartete Chaos ist nicht eingetreten. Es war richtig, ein normales Qualifying zu fahren. Ich fühle mich bestätigt”, sagt Lotus-Teamchef Tony Fernandes, der mit seinem Veto eine Teilung des ersten Qualifyings in zwei Sessions verhindert hatte.

Für morgen hat nun natürlich Webber die besten Karten, denn in den Straßen von Monte Carlo gilt unter normalen Umständen “Überholverbot” – zumindest dann, wenn der Vordermann nicht mitspielt. Viel wird auf den Start ankommen – und es heißt Luft wohl anhalten, wenn sich 24 Autos durch die enge Sainte Dévote schlängeln werden. Kleine Randnotiz zum Abschluss: Kimi Räikkönens Streckenrekord von 1:13.644 Minuten, aufgestellt 2005 in einem McLaren, wurde nicht gebrochen…

Quelle: formel1.de

Jenson Button gibt zu, dass seine Fitness unter dem engen Terminkalender bei McLaren leidet, fühlt sich aber nach wie vor fit genug

Früher war Jenson Button einer, der das Leben in vollen Zügen genoss und durchaus den Ruf eines Playboys hatte. Doch als er im vergangenen Jahr mit einer unerwarteten Siegesserie in die Saison startete und erstmals um den Titel kämpfte, änderte sich auch seine Lebenseinstellung. Der Brite kehrte dem Partyleben den Rücken und konzentrierte sich vorbildhaft auf seinen Job. Vor allem in punkto Fitness hob er sich vom restlichen Fahrerfeld ab und bekannterweise zählen Triathlons zu den Hobbys des amtierenden Weltmeisters.

Aufgrund seines professionellen Lebensstils charakterisierte er sich im Vorfeld des letztjährigen Grand Prix von Monaco als “langweiligen Mistkerl”. Ein Jahr nach dem schönsten Sieg in seiner Karriere unterstreicht er gegenüber ‘PA Sport’, dass sich daran nichts geändert hat. “Ich würde sagen, ich bin der Selbe geblieben, nur dass ich etwas entspannter bin. Die meiste Zeit denke ich nach wie vor an die Formel 1, was manchmal gut ist, manchmal aber auch weniger”, meint der 30-Jährige.

Button beschreibt, dass sich durch seinen Wechsel von Brawn zu McLaren einiges verändert hat. “Es gibt nun definitiv mehr zu tun. Zu Beginn des Jahres ist am meisten los, denn viele unserer Sponsoren wollen neue Kampagnen starten.” Damit stehen etliche Fotoshootings und Filmaufnahmen auf dem Programm. Der Brite kann deshalb nicht mehr das gleiche Fitnessprogramm wie im Vorjahr abspulen. “Ich habe leider nicht so viel trainieren können, wie ich es eigentlich vor gehabt habe. Aber ich bin auf jeden Fall fit genug, um Rennen zu fahren, das ist für mich das Wichtigste.”

Aufgrund der vielen Verpflichtungen nützt Button seine wenige Freizeit eher zum Entspannen, als zum Trainieren. “Wenn man einmal einen freien Tag hat, braucht man auch mal Zeit, um sich auszuruhen. Der Terminkalender bei McLaren ist dicht, aber wir stellen auch sicher, dass er ausgeglichen ist, damit es nicht zu anstrengend wird und ich müde an die Strecke komme.” Seiner Ansicht nach helfen ihm die Pausen aber auch, fokussiert zu bleiben.

“Manchmal brauchst du eine Pause, um von all dem wegzukommen und sich seinen Hobbys zu widmen. Ich mache das mit Triathlons, leider habe ich aber schon seit August bei keinem mehr teilnehmen können.” Button, der wie viele andere Piloten einen Wohnsitz in Monaco hat, hat sich auf das Rennen im Fürstentum in seiner Wahlheimat vorbereitet und will gleich nach dem Rennen sein Training fortsetzen. “Am Montag und Dienstag habe ich frei, also werde ich oben in den Bergen trainieren”, kündigt der 30-Jährige an.

Quelle: motorsport-total.com

Nach einem gut verlaufenen Freien Training am Freitag gibt man sich bei Ferrari selbstbewusst, sieht aber noch Handlungsbedarf beim Setup des Autos

Das Ferrari-Team startete viel versprechend in das Wochenende zum Großen Preis von Monaco. Fernando Alonso markierte am Nachmittag mit 1:14.904 Minuten die Bestzeit und auch Felipe Massa lag mit 0,216 Sekunden Rückstand auf der vierten Position nicht weit zurück.

“Es ist erst Donnerstag, das Hauptziel war es aus diesem Grund gewesen zu verstehen, wie die Reifen arbeiten und Vertrauen zum Kurs zu gewinnen”, so Alonso. “Auf dieser Strecke kann einem eine große Veränderung am Setup vielleicht eine halbe Zehntelsekunde bescheren, aber wenn man seinem Fahren vertraut, dann kann man eine halbe Sekunde gewinnen.”

“Wir haben aus diesem Grund daran gearbeitet, das richtige Gefühl für das Auto zu bekommen, und es so hinzubekommen, dass es einfach zu fahren ist. Es gibt nach wie vor eine Menge Arbeit zu erledigen und einen ziemlich großen Spielraum für Verbesserungen.”

“Die Streckenbedingungen werden bis Samstag besser werden, da im Verlauf der kommenden paar Tage viele Autos verschiedener Kategorien hier fahren werden. Ich hoffe, dass wir in zwei Tagen erneut ein gut ausbalanciertes Auto vorfinden werden.”

“Ich kann verstehen, dass es nach der Stärke, die Red Bull im Qualifying in Barcelona gezeigt hat, ein gewisses Maß an Pessimismus gegeben hat. Aber wir wissen, dass wir hier auch ohne puren Aerodynamik-Abtrieb einen Unterschied ausmachen können, wenn wir das richtige Setup haben. Und wir verfügen schon über eine gute Basis, denn Kimi holte im vergangenen Jahr mit einem Auto, das weit weg vom Potenzial des F10 lag, beinahe die Pole.”

“Die Situation ist im Vergleich zu Barcelona definitiv völlig anders”, so Massa. “Von einer Woche auf die nächste habe ich ein viel stabileres Auto vorgefunden, das einfach zu fahren ist und über viel mehr Haftung verfügt. Ich muss sagen, dass ich mit dem F10, und mit der Art und Weise, wie die Dinge heute gelaufen sind, glücklich sein kann. Gleichzeitig gibt es jedoch noch eine Menge zu tun, um für den Rest des Wochenendes so gut wie möglich vorbereitet zu sein.”

“Der Verkehr könnte ein Problem sein, vor allem im ersten Qualifying-Teil. Wir müssen versuchen, mit der Situation so gut wie möglich umzugehen. Hier ist es immer schwierig, eine perfekte Runde hinzubekommen, es gibt so viele langsame Kurven, in denen man eine Menge Zeit verlieren kann, die man niemals zurückholen kann. Es ist dann jedoch wirklich besonders befriedigend, wenn man es richtig hinbekommt.”

“Ich würde sagen, dass dies ein guter Tag war”, so Chefingenieur Chris Dyer. “Zunächst einmal ist es immer positiv, in der Lage zu sein, in Monaco drei Stunden Freies Training zu haben, ohne irgendeine Beschädigung an den Autos zu erleiden, was bedeutet, dass beide Fahrer in der Lage waren, sich durch ihr komplettes geplantes Programm zu arbeiten. Wir mussten an einigen Elementen am Nachmittag lediglich die Zeit etwas verkürzen, weil der Regen kam.”

“Sowohl Felipe als auch Fernando sagten, dass sie mit dem Verhalten ihres Autos zufrieden waren, und schafften es, beide Reifentypen gut zum Arbeiten zu bekommen. Es ist natürlich schwierig, ohne die genauen Benzinmengen an Bord unserer ärgsten Rivalen zu kennen, zu wissen, wo wir im Vergleich zu ihnen genauer stehen. Ich denke jedoch, dass wir sicherlich sagen können, dass wir in der Lage sein sollten, um die vordersten Positionen in der Startaufstellung kämpfen zu können.”

“Dieses Wochenende hat mit einem positiven Start für uns begonnen”, freut sich Teamchef Stefano Domenicali. “Wir sind uns jedoch absolut bewusst, dass das Ergebnis des Freien Trainings einem nicht viel sagt, und dass sich die Situation besonders auf einer untypischen Strecke wie dieser schnell verändern kann.”

“Es gibt immer noch eine Menge zu tun, um so gut wie möglich auf das Qualifying und das Rennen vorbereitet zu sein, aber wir können ganz zuversichtlich sein, dass wir bestätigen konnten, dass wir uns im Rennen befinden. Nun haben wir über anderthalb Tage Zeit, um jedes Detail fein abzustimmen, damit wir jedes letzte Quäntchen Potenzial aus dem Paket holen können, das uns zur Verfügung steht.”

Quelle: formel1.de

Trina Solar, ein chinesischer Hersteller von Solaranlagen, ist ab sofort neuer Renault-Sponsor – Synergien mit einer anderen Genii-Firma

“Wir haben vor zwei Tagen einen neuen Sponsoringvertrag abgeschlossen. Es handelt sich dabei um ein Unternehmen aus dem Bereich Umwelttechnologie”, kündigte Renault-Teamchef Eric Boullier am Freitag in Barcelona im Interview mit ‘Motorsport-Total.com’ an. Den Namen des Unternehmens wollte er jedoch noch nicht verraten.

Nun ist die Katze aus dem Sack: Es handelt sich um Trina Solar, einen chinesischen Hersteller von Solaranlagen. Die Trina-Solar-Logos werden künftig auf der Nase der Renault-Boliden beworben. Außerdem sind exemplarische Anwendungen von Solartechnologie geplant, zum Beispiel eine Solaranlage auf dem Renault-Motorhome. Mittelfristig sollen Möglichkeiten angedacht werden, wie Renault dank Trina Solar weitere Energiesparmaßnahmen vornehmen kann.

“Wir sind sehr erfreut darüber, Trina Solar als neuen Partner des Renault-Teams willkommen zu heißen”, erklärt Gerard López, als Chef der Investmentgesellschaft Genii Capital auch der Mann, der bei Renault de facto das Sagen hat. “Trina Solar ist nicht nur der erste große Formel-1-Sponsor aus dem Umweltbereich, sondern wir sind auch stolz darauf, einen chinesischen Sponsor an Land gezogen zu haben.”

Übrigens passt Trina Solar perfekt zum Konzept von Genii Capital, das vorsieht, das Renault-Team als Plattform zu nutzen, um Netzwerke zwischen Genii-Firmen und neuen Partnern herzustellen. So soll zwischen Trina Solar und HeliosMax, einem Unternehmen der Genii-Gruppe, eine Partnerschaft aufgebaut werden. HeliosMax ist spezialisiert auf das Design und technische Umsetzung bei der Errichtung von Solaranlagen.

Quelle: motorsport-total.com

Nick Fry sieht noch alle Chancen für Mercedes und warnt Red Bull davor, sich zu sicher zu sein – WM-Entscheidung nicht absehbar?

Auch im fünften Rennen des Jahres präsentierte sich Red Bull in bestechender Form. Der Rennstall um Teamchef Christian Horner gab in der Qualifikation von Barcelona einmal mehr den Ton an und legte auch im Grand Prix die besten Rundenzeiten hin. Allzu sicher darf sich Red Bull trotz der jüngsten Erfolge aber nicht sein, meint Mercedes-Geschäftsführer Nick Fry nach dem Spanien-Lauf.

“Es ist noch viel zu früh, um ein Urteil darüber zu fällen, wie diese Saison ausgehen wird. Christian wird mir das sicherlich bestätigen”, wird Fry von ‘Autosport’ zitiert. “Es gibt 25 Punkte für einen Sieg, es stehen noch zahlreiche Rennen aus und es können noch viele Zähler eingefahren werden”, gibt der Geschäftsführer der Silberpfeile nach dem Europaauftakt der Formel 1 zu Protokoll.

Außerdem habe man 2009 gesehen, wie schnell sich das Blatt wenden könne. Fry: “Die Leistung von McLaren aus dem vergangenen Jahr zeigt, was möglich ist, wenn man nur die nötigen Ressourcen dafür hat. Wette auf den Sieger bei bwin.com. Es wäre jedenfalls verfrüht, wenn wir, die wir etwas langsamer sind als Red Bull, uns vorzeitig geschlagen geben würden”, sagt der britische Teamfunktionär vor dem Monaco-Rennen.

“Gleichfalls verfrüht wäre es, wenn Red Bull schon jetzt mit dem Feiern beginnen würde”, erläutert Fry und fügt im Hinblick auf Monte Carlo hinzu: “Wirklich interessant wird dort vermutlich der erste Teil der Qualifikation. Darüber macht sich jeder ein paar Sorgen”, gesteht Fry. “Du hoffst natürlich, dass du nicht auf dem falschen Fuß erwischt wirst – denn irgendjemandem wird das unausweichlich passieren.”

Quelle: formel1.de

Nach dem schlechtesten Saisonauftakt der Sauber-Geschichte, erwarten die Schweizer ein hartes Rennwochenende an der Côte d’Azur

Nach fünf Rennen steht Sauber immer noch ohne Punkte da. Das ist der schlechteste Saisonstart der Schweizer Truppe in ihrer Formel-1-Geschichte. Nun steht der schwierige Stadtkurs in Monaco auf dem Programm. Keine leichte Aufgabe, da Pedro de la Rosa zuletzt 2002 an der Côte d’Azur unterwegs war und Kamui Kobayashi den Leitplankenkanal nur aus der GP2 kennt.

“Damals wurde ich im Jaguar Zehnter”, erinnert sich de la Rosa. Für mich ist das die schwierigste Rennstrecke der Saison, sehr herausfordernd. Man muss seine Konzentration konstant auf extrem hohen Niveau halten, weil man sich nicht den kleinsten Fehler erlauben darf”, beschreibt der Spanier die Herausforderung. “Es ist wichtig, in den freien Trainings viel zu fahren, um einen guten Rhythmus zu finden.

Der Sauber C29 hat den längsten Radstand im Feld. In Barcelona konnte zwar ein Leistungssprung gemacht werden, aber Monaco hat seine eigenen Gesetze. “Die Autos brauchen viel Abtrieb, man muss gut durch die engen Kurven fahren”, beschreibt de la Rosa. “Ich fürchte, wir werden Mühe haben und ich rechne mit einem schwierigen Wochenende. Als Rennfahrer finde ich das Wochenende ziemlich chaotisch, aus Fan-Sicht muss es aber ein riesen Spaß sein.”

Teamkollege Kobayashi sah zuletzt in Barcelona erstmals die Zielflagge. Seine Erinnerungen an Monaco sind aber nicht die Besten. “Ich habe Erfahrung aus GP2-Rennen, wenn auch keine besonders guten. Beide Rennen waren kurz für mich, weil ich in Unfälle verwickelt wurde. Ich konnte zwar nichts dafür, aber in Monaco ist eben schnell etwas passiert.”

Trotzdem kann der Japaner das erste Training kaum erwarten. “Dort mit einem Formel-1-Boliden zu fahren, muss fantastisch sein, ich bin sehr gespannt darauf. Vor allem, weil ich sehe, dass wir uns steigern und die Entwicklung positiv ist. Allerdings ist mir klar, dass es schwierig wird, diesen Trend fortzusetzen. Ich denke nicht, dass unser Auto ein besonderes Talent für enge Kurven hat.”

Da das Rennen unmittelbar in der Woche nach Barcelona gefahren wird, bleibt nicht viel Zeit für die Vorbereitung. Am besten kennt James Key, der neue technische Direktor, die speziellen Ansprüche des Stadtkurses. “Monaco unterscheidet sich stark von den bisherigen Rennen, es ist der erste Kurs, auf dem maximaler Abtrieb gefahren wird. Es wird interessant, wie sich die Autos mit längerem Radstand und hoher Benzinladung unter diesen Umständen verhalten. Auf jeden Fall wird das ein sehr aufregendes Rennen.”

“Die Reifen sind sehr weich, also werden wir darauf achten müssen, wie wir sie optimal nutzen”, so Key. “Und natürlich müssen wir im Qualifying sehr vorsichtig sein mit so vielen Autos auf der Strecke. Wir werden einige Entwicklungen am Auto haben, die ganz spezifisch für Monaco gemacht wurden. Es ist ein klassisches Rennen, bei dem alles geschehen kann. Wir müssen auch intensiv an der mechanischen Abstimmung arbeiten, damit die Autos sich auf den vielen Bodenwellen optimal verhalten, und gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass die Aerodynamik richtig funktioniert. Wenn uns das gelingt, kann es ein gutes Rennen für uns werden.”

Quelle: motorsport-total.com

Red Bull wollte Sebastian Vettel wegen des Bremsdefekts schon zurückbeordern, aber er fuhr noch auf das Podium: Seine Analyse eines turbulenten Rennens

Sebastian Vettel hatte es schon nach der Qualifikation angekündigt: Vorfreude sei trotz der Red-Bull-Dominanz in Barcelona noch nicht angebracht. Und er sollte Recht behalten. Der Spanien-Grand-Prix hatte für den Heppenheimer zahlreiche unangenehme Überraschungen parat, von Balanceproblemen über einen langen ersten Stopp bis hin zu einem Bremsdefekt.

Sein Red-Bull-Team wollte Vettel wegen des Bremsschadens schon zum Aufgeben überreden, doch er entschied sich, weiterzukämpfen. Und das wurde belohnt: Trotz all des Pechs schaffte er als Dritter noch den Sprung auf das Podium und holte 15 wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft. Nach dem Rennen berichtete Vettel noch einmal detailliert, was ihm in Barcelona alles widerfahren ist:

Frage: “Sebastian, waren das heute eher 15 gewonnene Punkte oder zehn verlorene?”
Sebastian Vettel: “Da weiß ich jetzt auch nicht, was ich sagen soll. Ich glaube, eher 15 gewonnene. Bei den vielen Dingen, die heute wieder in die Hose gegangen sind, können wir damit zufrieden sein, glaube ich.”

Frage: “Gab es heute irgendetwas, das dir nicht passiert ist? Ein ungeplanter Boxenstopp, Bremsprobleme und was war das für ein Zwischenfall mit Lewis Hamilton?”
Vettel: “Nun, heute ist einiges schiefgelaufen. Der Start war okay. Ich hatte keine Chance, Mark zu überholen. Es wäre das Risiko nicht wert gewesen, da es innen, wo er war, recht rutschig war. Also wollte ich es nicht außenrum versuchen. Ich war nicht schnell genug. Mark ist heute in seiner eigenen Liga gefahren, aber aus irgendwelchen Gründen hatte ich heute Probleme.”

“Ich hatte eine Menge Probleme. Ich denke, dass wir zu früh gestoppt haben. Vielleicht war erwartet worden, dass Lewis in der gleichen Runde reinkommt, aber das war nicht der Fall. Der Wechsel auf harte Reifen war etwas schwierig, also konnten wir ihn mit der Strategie nicht schlagen. Wir hatten auch das Pech, dass ich in der Box lange warten musste, bis der Ferrari von Fernando Alonso vorbei war und Jenson Button reingefahren war. Man kann ja nicht einfach losfahren, dass einem noch einer in die Kiste rauscht, sondern muss ein bisschen warten. Das waren die zwei, drei Sekunden, die uns gefehlt haben, um locker vorn zu bleiben.”

“Es hat sich wie ein Neun-Sekunden-Boxenstopp angefühlt, wir haben viel an Boden und die Position verloren. Lewis kam dann eine Runde später rein und konnte mich überholen. Es war eng in Kurve eins, aber er hatte die Innenlinie. Es war ein bisschen kritisch, weil da auch noch ein überrundetes Auto war, wir sind also zu dritt in die Kurve. Ich musste ausweichen, damit wir nicht kollidieren.”

“Danach war es unmöglich, zu überholen. Ich habe gemerkt, dass das Auto etwas besser wurde, aber sobald man näher aufschließt, hat man keine Chance zu überholen, da man den Grip verliert. 15 Runden vor Schluss habe ich dann die vorderen linken Bremsen verloren und in den letzten zehn Runden hatte ich Glück, dass ich nach hinten zu Michael Schumacher so viel Abstand hatte. Ich konnte das Auto nach Hause bringen.”

“Ich weiß nicht, wie ich mich fühlen soll. Platz drei ist nicht schlecht, aber wir hatten ein schreckliches, schlechtes Rennen, in dem sehr viel passiert ist. Es ist gut, dass ich ein paar Punkte mitnehme, aber wir müssen weiter arbeiten und pushen. Das Auto ist schnell, aber man muss das auch jedes Mal nutzen können. Die Chance, durchzukommen, liegt bei 50 zu 50. Mark hatte ein Rennen ohne irgendwelche Probleme, aber für mich war es genau umgekehrt.”

Frage: “Du hattest schon zu Rennbeginn Probleme mit der Balance. Kamen die so unerwartet, dass du nicht mehr pushen konntest?”
Vettel: “Ich denke, der ganze Nachmittag war eine Überraschung. Die Strecke war in keinem guten Zustand. Ich glaube, dass die Rundenzeiten generell sehr langsam waren. Es war etwas seltsam, dass ich am Anfang so viel verloren habe. In den ersten beiden Runden konnte ich dicht dranbleiben, aber dann habe ich kontiniuerlich verloren – irgendwann war es sogar schwierig, Lewis auf Abstand zu halten.”

“Am Ende konnte ich den Abstand wieder etwas vergrößern, aber es war sehr schwierig, weil es sehr wenig Grip gab. Ich weiß nicht, warum das Auto anders war als am restlichen Wochenende. Dann haben wir leider beim Boxenstopp die Position verloren. Danach war es ziemlich langweilig, hinter Lewis herzufahren. Ich hatte Probleme mit der Balance. Es wurde ein bisschen besser, als die Strecke schneller wurde.”

“Und dann hatte ich plötzlich das Bremsversagen und bin in Kurve sieben von der Strecke abgekommen. Ich hatte Glück, dass ich das Auto ins Ziel bringen konnte und dass hinter mir die Abstände so groß waren. Ich habe es geschafft, ohne Bremsen Dritter zu werden, was kein Desaster ist. Das sind viele Punkte, aber das Ergebnis ist ein bisschen anders, als der Nachmittag verlaufen ist.”

Frage: “Was wurde gemacht, als du dann zum zweiten Mal an die Box gekommen bist? Hattest du einen Reifenschaden?”

Vettel: “Es wurden nur Reifen gewechselt. Vielleicht haben sie kurz nachgeschaut, aber so etwas kann man nicht auf die Schnelle reparieren. Ich bin dann wieder rausgefahren und hatte noch drei Bremsen am Auto. Gegen Ende wurde es dann ein bisschen kritisch, weil man keinen weiteren Defekt haben will. Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass es nur Glück war, dass ich das Auto nach Hause gebracht habe.”

Aufgeben kam nicht in Frage

Frage: “Waren denn die Reifen vor dem zweiten Stopp hinüber oder war es nur eine Sicherheitsmaßnahme?”
Vettel: “Ich habe Kurve sieben angebremst – und bumm! Und dann bin ich geradeaus gefahren. Ich hatte gesehen, wie irgendetwas vom Auto weggeflogen ist und ich hatte schon in der Vergangenheit Bremsversagen, von daher war es extrem schwierig. Jedes Mal, wenn ich die Bremse angetippt habe, hat das Auto massiv nach rechts gezogen und ließ sich nicht richtig bremsen. Also wusste ich, dass etwas nicht stimmt. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass es nun vorbei ist. Und dann fährt man natürlich an die Box. Sie haben die Reifen gewechselt, vielleicht auch kurz nachgeschaut, haben nichts gesehen und mich wieder rausgeschickt.”

“In der Runde danach hat mich das Team aufgefordert, reinzukommen und aufzugeben. Ich habe gefragt: ‘Gibt es keine Chance, noch ein paar Punkte zu sichern?’ Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass ich Vierter bin, aber ich sagte dem Team, dass ich es liebend gern noch versuchen würde, weiterzufahren und ein paar Punkte zu holen. Ich dachte, dass vielleicht zwei oder drei Punkte besser sind als nichts. Aber es stellte sich heraus, dass es wesentlich mehr waren und ich es sogar auf das Podium geschafft hat. Von daher war es ein sehr glücklicher Tag.”

Frage: “Wie schwer ist es für einen Rennfahrer, bei solchen Bremsproblemen das Auto langsam zu fahren?”
Vettel: “Ich habe eben versucht, die Zeit in den Kurven rauszuholen, aber auf der Bremse ging eben gar nichts mehr. Gott sei Dank hatten wir großen Abstand nach hinten und ich konnte mir das Rennen einteilen. Aber Mitte der Geraden habe ich den Fuß vom Gas und habe angefangen, mit dem Motor runterzubremsen, also runterzuschalten und die Bremse so wenig wie möglich zu benutzen, um eben einen weiteren Schaden zu verhindern.”

Frage: “Tut das nicht in den Ohren weh, wenn man die Geräusche hört, wenn man mit dem Motor bremst?”
Vettel: “Ja, es ist sicherlich nicht so gesund für den Motor. Auf der anderen Seite aber ist es nicht so, dass er überdreht. Es sollte also kein Problem sein. Aber es hört sich natürlich nicht so schön an.”

Frage: “Die meiste Zeit bist du hinter jemand anderem hergefahren. Ist es möglich, dass der Red Bull im Verkehr mehr an Speed oder Balance verliert als andere Autos?”
Vettel: “Ich bin in diesem Jahr kein anderes Auto gefahren, ich weiß es nicht. Ich denke, dass jedes Auto Grip und Downforce verliert, wenn man hinter einem anderen herfährt – abhängig vom Abstand. Dazu war es heute Nachmittag sehr, sehr windig und böig, soweit ich das aus dem Cockpit gesehen habe. Vor allem in Kurve sieben hatte man beim Bremsen Rückenwind und es war sehr schwierig, einzulenken.”

“Und wenn dann eine Böe kommt, bläst es dich einfach weg. Es war also schwierig, und es wird natürlich nicht einfacher, je näher man ein anderes Auto vor sich hat. Ich denke aber nicht zwangsläufig, dass es bei uns schlimmer ist als bei anderen. Wir hatten in diesem Jahr andere Rennen, bei denen ich anderen problemlos hinterherfahren konnte. Natürlich verliert man Grip und beschädigt seine Reifen, aber das ist bei jedem so.”

Frage: “In fünf Rennen hattest du drei Mal Probleme mit der Zuverlässigkeit. Wie sehr setzt dich das unter Druck?”
Vettel: “Mich nicht, denn ich kann nichts anders machen. Ich wusste, dass ich hinter Lewis war, aber um ehrlich zu sein, war ich um Sekunden schneller. Es ist sehr schwer, seine wahre Pace einzuschätzen, aber wie Fernando sagte, war er am Ende nicht langsam. Sie sind also eine ähnliche Pace gefahren, deshalb denke ich, dass wir alle innerhalb von ein paar Sekunden lagen. Also habe ich versucht, das Rennen als Dritter zu beenden, Motor, Reifen und auch Bremsen zu schonen. Und dann – bumm – kam der Defekt.”

“Ähnlich wie wir das mal in Bahrain im Freien Training hatten. Es kam sehr überraschend, weil ich das Auto eigentlich geschont hatte. Denn ich hatte nichts mehr zu gewinnen und nichts mehr zu verlieren. Völlig überraschend hat sich dann die vordere linke Bremse verabschiedet und es ging geradeaus.”

Quelle: formel1.de

Haben die Mercedes-Änderungen nur Michael Schumacher geholfen? Nico Rosberg spricht in Barcelona jedenfalls von einem Rückschlag…

Nach dem vor allem für Michael Schumacher eher ernüchternden Saisonauftakt hatte das Mercedes-Team große Hoffnungen in das teilweise recht radikale Update für Barcelona gesetzt, doch diese Hoffnungen wurden im heutigen Qualifying bitter enttäuscht. Zwar kam Schumacher erstmals gut mit dem MGP W01 zurecht, doch der Rückstand auf die Spitze ist sogar noch größer geworden.

1,3 Sekunden fehlten dem siebenfachen Weltmeister als Mercedes-Speerspitze auf die Red-Bull-Piloten in der ersten Reihe. Daher hält sich auch seine Freude über den ersten Sieg im Stallduell mit Nico Rosberg in Grenzen: “Ich bin mir nicht sicher, ob das so ein großer Schritt war”, sagt Schumacher. “China war aus verschiedenen Gründen ein Ausrutscher. Manche dieser Gründe verstehen wir, manche nicht, aber in China waren wir völlig daneben.”

Gemischte Gefühle bei Schumacher

“Ansonsten sehe ich aber keinen Grund, besonders glücklich zu sein, wo uns mehr als eine Sekunde auf die Spitze fehlt”, stellt er klar. “Das Auto liegt mir besser in der Hand und ich kann jetzt sicher besser damit umgehen, aber wir müssen nach vorne schauen und verstehen, was wir unternehmen müssen, um den Rückstand zu verkürzen. Aber Barcelona ist die Strecke schlechthin für aerodynamische Effizienz, weit mehr als Schanghai. Auch Monaco ist da anders. Darauf bin ich schon gespannt.”

Rosberg drückt sich noch deutlicher aus: “Dieses Wochenende ist ein Rückschlag für uns, keine Frage”, zeigt sich der 24-Jährige enttäuscht. Dabei hat er keine Zweifel daran, dass das Update, das unter anderem einen längeren Radstand und eine neue Airbox beinhaltet, grundsätzlich eine Verbesserung ist: “Wir haben in der Fabrik sicher Fortschritte gemacht. Es gibt aber Unklarheiten. Wir wissen bis heute nicht, warum Michaels Performance in Schanghai so schlecht war.”

“Wenn ich mir den Abstand zu Red Bull anschaue, dann waren es in Schanghai noch vier Zehntel. Ich war mir sicher, dass wir sie hier angreifen können, aber jetzt fehlen uns 1,4 Sekunden”, rätselt Rosberg und fügt an: “Das ist merkwürdig und wir müssen uns genau anschauen, warum das der Fall ist – noch dazu, wo wir ja eine Menge Updates am Auto haben. Wir haben einen kleinen Schritt zurück gemacht.”

Der Tenor war nach dem heutigen Qualifying übrigens, dass die Silberpfeile beider Mercedes-Piloten zu stark untersteuert haben. Dabei war es eigentlich Ziel des Updates, genau dieses Fahrverhalten auszumerzen. Aber: “Barcelona ist wahrscheinlich die Strecke, die das Untersteuern durch die langen Kurven am meisten provoziert. Da ist es fast natürlich, dass das Auto untersteuert”, erklärt Schumacher, dem ein übersteuerndes Heck lieber wäre.

Untersteuern: Das ewige Leiden

Und weiter: “Wenn wir etwas unternehmen, um das Untersteuern wegzubekommen, haben wir auf einmal Übersteuern. Wahrscheinlich muss man also mit einem geringen Untersteuern einfach leben – das ist auf dieser Strecke, mit diesen Reifen und mit unserem Auto so. Wir haben zwar einige Dinge modifiziert und wir haben nun mehr Möglichkeiten und mehr Spielraum, aber deswegen ist das Auto ja nicht auf einmal völlig anders.”

Von der Theorie, dass die Updates vor allem entwickelt wurden, um dem strauchelnden Routinier zu helfen, was Rosberg schaden könnte, halten die beiden Teamkollegen übrigens nichts. Nicht einmal Rosberg glaubt daran, denn: “Unsere Fahrstile sind sehr ähnlich und wir haben meistens ähnliche Probleme und geben ähnliche Kommentare ab. Da gibt es keine großen Unterschiede”, winkt der in Monaco wohnhafte Deutsche ab.

“Ich hatte starkes Untersteuern”, betont er. “Bei Michael war das bisher schon ein Problem, habe ich gehört, weil er das nicht mag. Mir geht es da ähnlich: Ich habe Schwierigkeiten damit, ein untersteuerndes Auto zu managen. Michael kam damit schon das ganze Wochenende besser zurecht. Ich habe versucht, näher an ihn ranzukommen, am Setup zu arbeiten und sogar den Fahrstil anzupassen, um das Untersteuern zu umgehen. Das war manchmal unnatürlich.”

Schumacher sieht es genau wie sein Landsmann und kann keine gravierenden Unterschiede in den Anforderungen erkennen: “Wir haben sehr ähnliche Bitten ans Team und wir sind sehr gut darin, unsere Schwächen zu analysieren. Das Team weiß das”, unterstreicht der 41-Jährige. Gleichzeitig ist er optimistisch, dass das amtierende Weltmeisterteam wieder zur Form finden wird: “Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die Probleme lösen.”

Quelle: motorsport-total.com

Fernando Alonso und Jenson Button sind davon überzeugt, dass Red Bull beim Grand Prix von Spanien nicht zu schlagen sein wird

Mark Webber glaubt zwar, dass McLaren heute nur geblufft hat, aber die Wahrheit sieht wohl anders aus. Denn Red Bull war – wie erwartet – vor allem in den schnellen Kurven eine Klasse für sich, was in Barcelona bekanntlich entscheidend ist. Das belegt die sensationelle Zwischenzeit von Sebastian Vettel im zweiten Sektor (29,7 Sekunden). Alleine in dieser kurvigen Passage ist Red Bull um eine halbe Sekunde schneller als der Rest!

“Im zweiten Training waren sie wirklich verdammt schnell”, staunt Fernando Alonso, der als Vierter 0,854 Sekunden Rückstand hatte. “Es wird sehr schwierig für uns, solche Zeiten zu fahren. Manchmal ist es aber so, dass die, die am Freitag besonders schnell waren, am Samstag zurückfallen. Vielleicht machen sie einen Fehler beim Setup oder so. Aber unter normalen Umständen wird es schwierig, sie an diesem Wochenende zu schlagen.”

Positiv aus Ferrari-Sicht: Alonso leistete sich auf seinem Run mit weichen Reifen zuerst einen Fahrfehler – und in der zweiten Runde ließ der Grip schon ein bisschen nach. Das heißt, er hätte noch ungefähr zwei Zehntelsekunden schneller sein können. Negativ: Im Gegensatz zu den vergangenen Rennwochenenden haben die Italiener diesmal schon am Freitag mit weniger Benzin experimentiert, um sich auch auf das Qualifying vorzubereiten.

“Da haben wir unsere Herangehensweise geändert”, gesteht Alonso. “In den ersten Rennen haben wir unser Potenzial im Qualifying nicht maximiert, also haben wir die Nachmittagssession geteilt. Zuerst bin ich eine Rennsimulation gefahren, dann mit weniger Benzin. Hoffentlich können wir daraus etwas lernen – und vielleicht stoßen wir heute Nacht noch auf die ein oder andere Sache, die uns schneller machen kann.”

Doch es ist eine Sache, ein bisschen Performance zu finden, aber eine andere, fast eine Sekunde auf Vettel gutmachen zu müssen – zumal Red Bull an den bisherigen Freitagen auch eher konservativ unterwegs war. Das ist nicht nur Alonso bewusst, sondern auch dem Rest des Feldes. Auch Jenson Button, bisher der einzige Pilot im Feld, der zwei Saisonrennen gewonnen hat, sieht diesbezüglich kein Licht am Ende des Tunnels.

“Es ist schrecklich, das sagen zu müssen, aber Red Bull ist dieses Wochenende unantastbar”, seufzt der McLaren-Star. “Wir sind nicht glücklich mit unserem Fahrverhalten, da geht also noch mehr, aber die Red Bulls sind einfach zu schnell. Eine 19er-Zeit zu fahren, ist verflixt schnell. Ja, ihre Runs mit wenig Benzin sind normalerweise deutlich schneller als mit viel Benzin, aber bei solchen Zeiten sind sie unabhängig von der Benzinmenge auf jeden Fall voran!”

Quelle: formel1.de

Virgin-Pilot Timo Glock ist von den Fortschritten seines Rennstalls überzeugt und möchte in Barcelona vor allem die Zielflagge sehen

Die Probleme des Virgin-Teams sollen nun endlich der Vergangenheit angehören: In der dreiwöchigen Rennpause wurde in der britischen Basis des Rennstalls kräftig gearbeitet – und Timo Glock soll die Neuerungen am VR-01 in Barcelona einem ersten Praxistest unterziehen. Der Deutsche erhält das modifizierte Auto, das laut Glock “zwischen sieben Zehnteln und einer Sekunde” schneller sein soll.

Dies bestätigt der 28-Jährige gegenüber ‘Auto Motor und Sport’. “Wir haben alle Tests gemacht, die wir machen konnten – und da hat alles funktioniert”, meint der Formel-1-Routinier. Sportwetten zum Thema Formel 1. Entsprechend zuversichtlich geht Glock in das fünfte Wochenende des Jahres, zumal sein Virgin-Wagen neben einem neuen Tank und einem erneuerten Benzinsystem noch andere Modifizierungen aufweist.

“Wir haben einen neuen Unterboden und am Frontflügel noch ein kleines Update. Auch ein Luftleitelement am Seitenkasten ist neu”, schildert Glock die umfangreichen Verbesserungen an seinem Einsatzfahrzeug. “Jetzt müssen wir erst einmal schauen, dass alle Dinge, die wir geändert haben, funktionieren. Wir müssen jetzt einen Schritt nach dem anderen machen”, so Glock.

“Nach Monaco werden wir uns noch mal auf der mechanischen Seite verbessern”, kündigt der ehemalige GP2-Titelträger an, doch schon für das Rennen in Spanien hat sich das Virgin-Team große Ziele gesetzt: “Ankommen und Lotus schlagen”, hält Glock wenige Stunden vor dem 1. Freien Training in Barcelona fest und fügt an: “Ich werde vom Team mehr gefordert, aber das macht Spaß.”

Quelle: motorsport-total.com