Archive for Juni, 2010

Virgin hat für den Grand Prix von Europa neue Aufhängungsteile parat: Mit besserer Balance eine Chance gegen Lotus

Die Virgin-Mannschaft um Timo Glock wurde zwar auch in den vergangenen Wochen immer wieder durch technische Defekte eingebremst, doch lagen diese Probleme eher an einem Zulieferer. Das Hydrauliksystem bekam man bislang nie wirklich in den Griff. Nick Wirth, der offenbar keinen Einfluss auf die immer wiederkehrenden Sorgen mit Servolenkung und Getriebe hat, konzentrierte sich zuletzt auf mechanische Verbesserungen am VR-01.

Neue Teile sollen dem Virgin-Cosworth am Valencia-Wochenende eine bessere Balance ermöglichen. “Ich freue mich auf das Wochenende”, sagt Glock. “Die Strecke mag ich gern und im vergangenen Jahr habe ich dort die schnellste Rennrunde markiert. Ich kann also nur Gutes über den Parcours sagen. Man muss dort mutig sein. Es gibt – ähnlich wie in Monaco – die Kombination von schnellen Abschnitten und soliden Leitplanken. Da kann man schnell sein Rennen ruinieren.”

“Meist ist es dort sehr heiß, aber in diesem Jahr sind wir früher dort. Also wird es wohl nicht ganz so schlimm”, meint der Hesse. “Kanada war für uns in Bezug auf das Setup des Autos und den Umgang mit den Reifen ein schwieriges Wochenende. Ich hoffe, dass es am kommenden Wochenende etwas runder läuft. Unser Ziel ist unverändert: Wir wollen möglichst schnell zur direkten Konkurrenz aufschließen und als bestes neues Team dastehen.”

Auch Teamkollege Lucas di Grassi freut sich auf den Auftritt in Valencia. “Es ist schön, wieder in Europa zu sein – speziell in Spanien, wo wir viel Unterstützung durch die Fans erfahren. Ich war schon mit der GP2 auf der Strecke und freue mich auf meine erste Fahrt mit dem Formel-1-Auto dort. Ich habe mich im Simulator vorbereitet, außerdem bekommen wir neue Teile, die uns beim Setup des Autos helfen sollten. Kanada war schwierig, aber ich bin guter Dinge, dass es in Valencia besser für uns läuft.”

Für das neue britische Team ist die Rückkehr nach Europa wichtig. Die leidgeprüften Mechaniker bekommen wenigstens kurze Ruhephasen, können im Kreise ihrer Familien zwischendurch etwas entspannen. “Wir können nun einen guten Rhythmus für die anstehenden sechs Rennen finden”, sagt Teamchef John Booth. “Vor allem bleiben wir immer in etwa in der gleichen Zeitzone. Obwohl wir gerade von Übersee zurückkommen, haben wir etwas Zeit zum Durchatmen gefunden.”

“Wir haben die vergangenen Rennen noch einmal betrachtet und auf die kommende Phase der Saison vorausgeblickt”, so Booth weiter. “Kaum zu fassen, dass wir nun schon fast eine halbe Saison hinter uns haben. Nun freuen wir uns auf unser Heimrennen in Silverstone. Ich denke, dass wir für die zweite Hälfte der Saison gut aufgestellt sind. Ich hoffe sehr, dass wir bereits am kommenden Wochenende in Valencia ordentlich Schwung aufnehmen können.”

“Nach unserer Rückkehr nach Europa kann sich das gesamte Team nun auf die Verbesserung der Performance konzentrieren”, sagt Designer Wirth. “Das soll schon in Valencia losgehen. Wir haben hart an jenen Bereichen gearbeitet, in denen wir Defizite erkannt haben. In Valencia werden wir neue mechanische Bauteile haben, die das Ergebnis eines intensiven Entwicklungsprogrammes sind. Die Updates versprechen eine erhebliche Verbesserung.”

“Wir erwarten, dass wir durch die neuen Teile ein besseres Fahrzeugverhalten hinbekommen. Dadurch würden dann auch die Rundenzeiten verbessert. Unser Ziel ist es nun, erste Erfahrungen mit diesen neuen Bauteilen zu sammeln, bevor wir in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket installieren”, beschreibt Wirth die Marschroute der Virgin-Entwicklung. “Zunächst einmal wünschen wir uns ein problemloses Rennwochenende mit guter Zuverlässigkeit.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Fernando Alonso und Felipe Massa wollen beim Großen Preis von Europa zahlreiche WM-Punkte abgreifen und setzen auf die jüngsten Neuerungen

Trotz eines dritten Platzes von Fernando Alonso war Ferrari mit dem Rennen in Montréal alles andere als zufrieden, denn insgeheim hatten sich die Italiener etwas mehr vom kanadischen Grand Prix versprochen. Auch in Bezug auf Felipe Massa, der nach diversen Scharmützeln schließlich nicht über eine Position im Mittelfeld hinauskam. In Valencia wird hingegen wieder das Podium anvisiert.

Um dieses Ziel in die Tat umzusetzen, hat Ferrari in den vergangenen Wochen einmal mehr intensiv entwickelt. Die jüngsten Modifizierungen konzentrieren sich vor allem auf den Heckbereich des F10: Ein neues Auspuffsystem soll die aerodynamische Effizienz des Rennwagens verbessern, zudem bringt Ferrari weitere Neuerungen an den Start, um das Fahrzeug konkurrenzfähiger zu machen.

Testfahrer Marc Gené beschäftigte sich in der vergangenen Woche mit dieser Ausbaustufe und führte in Vairano einige Probefahrten durch. Alonso und Massa waren ebenfalls aktiv, setzten sich allerdings “nur” virtuell mit ihrem modifizierten Boliden auseinander: Sowohl der Spanier als auch der Brasilianer absolvierten einige Trainingseinheiten im Ferrari-Simulator, um sich auf Valencia vorzubereiten.

Für Alonso nimmt dieses Rennen einen hohen Stellenwert ein, ist es doch der zweite Heimauftritt für den 28-Jährigen in dieser Saison. “Vor heimischem Publikum zu fahren ist immer etwas Besonderes. Ich darf mich glücklich schätzen, dass wir zwei Rennen in Spanien absolvieren”, gibt Alonso vor dem Rennen zu Protokoll. “Valencia ist eine tolle Stadt und der Event dort ist einfach klasse.”

Alonso schwärmt von seinem Heimevent

“Wenn du ins Fahrerlager gehst, bist du direkt im Stadtzentrum und der Strand ist auch nicht weit weg. Das Wetter ist üblicherweise auch prima, sodass die Atmosphäre an diesem Wochenende richtig gut ist. Hoffentlich sehen wir dort ein gutes Rennen. Wir wollen den spanischen Fans eine gute Show bieten”, kündigt der Ferrari-Pilot an. “Hoffentlich haben wir in Valencia ein konkurrenzfähiges Auto.”

“In Istanbul haben wir uns sicherlich unter unserem Wert verkauft. In den anderen Rennen konnten wir hingegen stets um das Podium kämpfen. Ich rechne damit, dass Ferrari in Valencia wieder sehr stark sein wird. Das Layout dieses Kurses sollte uns in die Karten spielen”, meint Alonso. “Das Ziel ist daher, auf das Podium zu fahren. Das Rennen zu gewinnen, wäre indes ein Traum.”

“Wir werden sehen, was letztendlich dabei herauskommt. Die Stimmung im Team ist jedenfalls prima und wir sind allesamt sehr optimistisch”, so der spanische Rennfahrer. Teamkollege Massa teilt die Zuversicht des Bahrain-Siegers: “Ich war bislang nur einmal auf dieser Strecke am Start, doch dabei lief es richtig gut für mich. Ich freue mich darauf, erneut ein so großartiges Wochenende zu haben.”

Massa wünscht sich eine Wiederholung von 2008

Beim Debüt des Stadtkurses 2008 hatte Massa die Konkurrenz im Griff. “Das war eine schöne Erfahrung, denn ich holte die Pole-Position und den Sieg”, sagt der 29-Jährige rückblickend. 2009 war Massa indes nicht am Start – aufgrund seiner in Ungarn erlittenen Verletzung musste der Ferrari-Fahrer alle nachfolgenden Grands Prix des Jahres auslassen, um sich vollkommen zu erholen.

Nun ist Massa wieder voller Tatendrang. Nicht zuletzt, weil das Rennen in Montréal nicht gerade nach Plan verlaufen ist. “Es gab einige Zwischenfälle”, schildert Massa das Ergebnis des Kanada-Ausfluges aus seiner Sicht. “Mein Fahrzeug war aber prima, ich war konstant unterwegs und konnte gute Rundenzeiten hinlegen. In Valencia wollen wir einfach alles besser machen – schon im Qualifying.”

“Im Hinblick auf das Layout ähnelt die Strecke in Valencia durchaus dem Kurs von Kanada. Es gibt einige lange Geraden und ein paar der Bremspunkte sind überaus wichtig. Du brauchst eine gute Traktion, um die Schikanen zu meistern, und solltest außerdem die Kerbs mitnehmen. Unabhängig davon ist ein guter Topspeed unerlässlich”, beschreibt Massa die Rahmenbedingungen des Kurses.

Noch ist der Titelzug nicht abgefahren

“Wir haben es also mit ähnlichen Voraussetzungen wie in Montréal zu tun. Dort hatten wir im Rennen ein sehr gutes Auto”, meint der Brasilianer und fügt an: “Kanada lief nicht wirklich toll für mich, doch das müssen wir abhaken und uns stattdessen Gedanken über Valencia machen. Die Meisterschaft ist noch immer offen. Und das bleibt sie auch, solange wir noch eine rechnerische Titelchance haben.”

Alonso sieht das nicht anders. Dass die WM-Führung seit Saisonbeginn ständig wechselt, ist für den Formel-1-Routinier eine “nicht ganz unerwartete” Entwicklung: “Vier Teams können in diesem Jahr Rennen gewinnen – und das war uns schon vor Saisonbeginn klar. Bislang hatten wir unterschiedliche WM-Spitzenreiter, doch das ist meiner Meinung nach vollkommen normal”, findet Alonso.

“In der zweiten Saisonhälfte werden wir diesbezüglich etwas mehr Konstanz haben. Hoffentlich können wir dann ganz vorne mitmischen und letztendlich vor allen anderen liegen”, so der spanische Ferrari-Pilot. Auch deswegen verbrachten Alonso und Massa einige Zeit im Simulator: “Aus Fahrersicht ist das ein sehr gutes Warmup”, erklärt Massa. “Damit bist du einfach prima vorbereitet.”

Quelle: formel1.de

Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi wollen in Valencia ohne Zwischenfälle über die Runden kommen und reichlich Punkte sammeln: Die Form stimmt

Die Leistung war top, die Ausbeute eher ein Flop. So fasst man bei Force India das Ergebnis aus Kanada zusammen. “Zu Beginn der Saison wären wir glücklich mit solch einem Resultat gewesen, aber auf Grundlage der aktuellen Umstände war es zu wenig”, erklärt Teamchef Vijay Mallya nach den Plätzen neun und zehn in Montréal. “Unsere Leistungen sind aber stark. Mit ein wenig Glück können wir in Valencia die verdienten Punkte holen.”

Im vergangenen Jahr schaffte man zum Grand Prix in Europa einen Sprung. Es war der Auftakt einer beeindruckenden Aufholjagd der Inder. “So soll es auch dieses Jahr wieder werden”, wünscht sich Mallya. “Wir sind fest davon überzeugt, dass unser Paket auf solchen Strecken gut funktioniert. Es kommen Updates, die uns in eine gute Position bringen sollten. Es geht in diesem Entwicklungsrennen eher um konstante Fortschritte als um das große Paket.”

Er sei mit seinen Piloten sehr glücklich, so Mallya weiter: “Die zeigen eine tolle, harmonische Zusammenarbeit. Sie tauschen sich stets aus, sitzen in den gleichen Technikmeetings, essen gemeinsam an der Strecke und kommen auch außerhalb des Fahrerlagers gut aus. Das ist ein Grund für die starken Leistungen in diesem Jahr. Es geht in erster Linie um das Team und die Fortschritte, die eigenen Ziele kommen erst danach. Wir haben eine der stärksten Fahrerpaarungen in der aktuellen Formel 1.”

Sutil mag die Strecke nicht

“In Kanada war Überholen für mich recht einfach. Das zeigt deutlich, wie konkurrenzfähig wir sind”, sagt Sutil nach Platz zehn in Montréal voller zuversicht. “Es hat mir Spaß gemacht. Es war zwar nur ein Punkt, aber das repräsentiert unsere wahre Leistung nicht. Ich bin aber mit dem Wochenende sehr zufrieden”, so der Deutsche. Sutil war auf einem starken sechsten Platz unterwegs, wurde aber durch einen Reifenschaden zurückgeworfen.

Der Force-India-Mercedes soll auch in Valencia für Punkte gut sein. “Aber es ist nicht gerade meine Lieblingsstrecke”, gibt Sutil offen zu. “Die bietet keinen großen Reiz für Fahrer. Auch wenn es ein klassischer Stadtkurs ist, so fehlen doch die schwierigen Kurven. Es geht immer abwechselnd Vollgas und in eine enge Kurve. Der Kick wie in Monaco oder Singapur fehlt einfach. Im letzten Sektor gibt es durch ein paar schnelle Richtungswechsel wenigstens etwas Reiz.”

“Die letzte Kurve ist recht knifflig, weil man dort tief hineinbremst”, bescheibt der Gräfelfinger. “Wenn man dort einen Fehler macht, dann kommt man nicht gut aus der Ecke heraus. Vor allem abseits der Ideallinie ist es oft recht rutschig, daher muss man jedes Überholmanöver behutsam angehen. Gleichzeitig ist die Strecke schön breit und man landet nicht gleich in der Leitplanke. Auf eine Runde ist die Strecke nicht besonders interessant, aber über die Distanz kann es bei den engen Abständen ein schönes Rennen werden.”

Liuzzi muss Valencia erst lernen

Der Stadtkurs am Hafen von Valencia erfordert eher wenig Abtrieb. “Das sollte unserem Auto liegen”, meint Sutil. “Wir waren in Kanada stark und wir gehen davon aus, dass wir auch in Valencia gut zurecht kommen. Es kommen auch neue Teile, die uns voranbringen sollten. Es gibt einen neuen Frontflügel, außerdem kleine andere aeodynamische und mechanische Verbesserungen. Es sieht gut aus. Bisher hatten wir in Valencia oft Pech. Aber wir haben nun die Grundlage, damit wir wieder einen Schritt näher an Renault heranrücken können.”

Ähnlich optimistisch blickt Teamkollege Liuzzi auf das kommende Rennen. Die guten Erfahrungen aus Montréal stimmen den Italiener froh. “Dort haben wir das Chassis gewechselt und ich hatte gleich ein besseres Gefühl”, sagt Liuzzi, der in Kanada auf Rang neun fuhr. “Ich fühlte mich wohl. Das hat sich dann im Qualifying gezeigt, wo ich die beste Startposition meiner Formel-1-Karriere erreichen konnte. Kanada war wie ein Neustart für mich.”

Mit frischer Zuversicht und gestärktem Selbstbewusstsein geht es nun nach Spanien. “Wir müssen nun auf die Dinge der vergangenen Wochen aufbauen. Ich habe mich im Simulator auf die nächste Strecke vorbereitet. Ich denke, unserem Auto müsste Valencia gut liegen.” Liuzzi musste bei seinen virtuellen Runden zunächst den Kurs kennenlernen, denn bislang durfte er noch nie auf dem recht neuen Straßenkurs in Spanien fahren.

Di Resta bekommt die nächste Chance

“Ich mag solche Strecken. Das habe ich in Monaco und Kanada bewiesen”, so der Italiener. “Ich konnte mich auch im Kopf gut darauf einstellen, denn im Rahmen der Vorbereitung habe ich mir die Daten des Teams aus dem Vorjahr angeschaut. Adrian und Giancarlo Fisichella waren damals in den Top 12. Es war der Beginn des Aufschwungs. In Montréal waren wir nahe an Mercedes und Renault und ich hoffe sehr, dass wir diese Leistung wiederholen können – aber ohne Unfall in der ersten Runde!”

Am Freitagvormittag wird Test- und Ersatzfahrer Paul di Resta zu seinem nächsten Einsatz kommen. Der Schotte übernimmt im ersten Freien Training das Cockpit von Sutil. “Ich freue mich darauf”, sagt der DTM-Star. “Die Strecke sieht nett aus. Sie wird wahrscheinlich recht leicht zu lernen sein. Ich habe mich im Simulator vorbereitet und schaue mir am Donnerstag die Details wie Randsteine oder Bodenwellen an. Das fließt dann ins Setup am Freitag ein.”

Di Resta will sich mit Liuzzi austauschen, denn beide werden am Freitagmorgen auf unbekanntes Terrain stoßen. “Ich hatte am Wochenende nach Montréal frei, daher bin ich wirklich gut ausgeruht”, meint der Schotte. “Ich lerne immer weiter hinzu, darum geht es in diesem Jahr. Ich verfolge das Rennen am Kommandostand, lausche genau und erfahre, wie das Team arbeitet. Es gibt viele Informationen, die schnell verarbeitet werden müssen. So etwas bekommt man als Fahrer sonst nicht mit. Mir hilft es, ein besseres Bild vom großen Ganzen zu bekommen.”

Quelle: formel1.de

Mit starken Leistungen betreibt Adrian Sutil viel Werbung in eigener Sache, könnte auf absehbare Zeit aber dennoch beim Force-India-Rennstall bleiben

Die Formkurve zeigt nach oben: Adrian Sutil und Force India wollten in dieser Saison regelmäßig in die Punkteregion vorstoßen – und genau dieses Ziel konnte das Gespann bislang prima umsetzen. Sutil kam in den bisherigen acht Rennen nur einmal nicht über die Distanz und strich bei sieben Zielankünften fünfmal WM-Punkte ein. Ein guter Grund also, um weiter bei Force India zu fahren.

“Wenn das Team weiterhin solche Fortschritte zeigt, habe ich absolut kein Problem damit, noch einige Jahre dranzuhängen”, bestätigt der deutsche Rennfahrer gegenüber ‘Sport Bild’. “Es würde mich sogar riesig freuen, wenn ich mit Force India siegen könnte. Immerhin habe ich das Team mit aufgebaut”, meint Sutil – eine lohnende Wechseloption bietet sich dem 27-Jährigen derzeit nicht.

Sutil könnte also über 2010 hinaus für den Rennstall von Vijay Mallya an den Start gehen. Manager Manfred Zimmermann ist offen für ein solches Szenario: “Wir werden das Team nicht Hals über Kopf verlassen, wenn sich keine bessere Möglichkeit bietet”, sagt der Deutsche. Der frühere Formel-1-Fahrer Hans-Joachim Stuck wünscht Sutil indes die Chance, bei einem Topteam unterzukommen.

“Er ist reif für höhere Aufgaben, bringt ständig gute Leistungen”, begründet Stuck seine Meinung. Auf der Suche nach neuen Gelegenheiten ist aktuell auch Nick Heidfeld. Der Test- und Ersatzpilot von Mercedes möchte wieder Rennen fahren. “Ich werde alles daran setzen, 2011 wieder Formel 1 zu fahren”, kündigt der 33-Jährige an. Dass viele Plätze schon jetzt weg seien, überrasche ihn sehr.

Quelle: Motorsport-Total.com

Renault hat den Zweikampf mit Mercedes noch nicht aufgegeben und will in Valencia zurückschlagen – Neue Teile am R30 sollen dabei helfen

Nach dem nicht gerade erfolgreichen Kanada-Wochenende ist Renault in Valencia auf Wiedergutmachung aus. Da man es in Montréal versäumte, Boden auf Mercedes gut zu machen, obwohl die Silberpfeile selbst nicht in Schwung kamen, soll es in Spanien besser laufen. Der R30 wurde für die Aufholjagd in der spanischen Hafenstadt mit neuen Teilen aufgerüstet. Robert Kubica und Vitaly Petrov, der dort in der GP2 bereits gewinnen konnte, sind jedenfalls für das Wochenende zuversichtlich.

Kubica sieht beim Strecken-Layout Ähnlichkeiten mit Montréal. “Den größten Unterschied zwischen beiden Rennstrecken macht der Asphalt aus. In Montréal erwies sich der neue Straßenbelag als überaus rutschig. Diesbezüglich sollte der Teer in Valencia ein höheres Niveau bieten und uns in die Karten spielen – auch wenn die Ausgangsvoraussetzungen für alle gleich sind”, glaubt der Pole, der mit einem höheren Griplevel spekuliert: “Da es sich auch in Spanien um einen Straßenkurs handelt, rechnen wir am Freitag wieder mit geringem Grip, der im Laufe des Wochenendes aber immer besser werden sollte – zumal im Rahmenprogramm mehr Rennserien an den Start gehen, die mit ihrem Reifenabrieb ebenfalls eine griffigere Spur legen sollten.”

Sowohl Kubica als auch Petrov schwärmen im Gegensatz zu ihren Kollegen über Valencia. “Ich habe nicht nur wegen meines GP2-Sieges gute Erinnerungen an Valencia. Ich kenne die Strecke in- und auswendig in puncto Bremspunkte, Ideallinie, welche Kerbs du problemlos überfahren kannst und wie sich die Reifen im Rennverlauf verhalten werden. Natürlich wird sich das in einem Formel1 – GP
alles etwas anders darstellen. Aber meine Ausgangslage wird besser sein als in Kanada”, glaubt der junge Russe.

Sein polnischer Teamkollege sieht es ähnlich: “Ich weiß, dass viele Fahrer dies anders beurteilen, aber für mich kann ich sagen, ich mag die Strecke. Die Mischung aus Stadtrennstrecke und modernem Grand-Prix-Kurs macht die Sache aus meiner Sicht so interessant. Das grundsätzliche Layout erinnert mit den vielen eher langsamen Kurven an den Großen Preis von Kanada. Ebenso wie in Montreal kommt es in Valencia in erster Linie auf eine hohe Bremsstabilität und gute Traktion für das Herausbeschleunigen an – und dies sollte unserem Renault R30 liegen.”

Aerodynamik wichtiger als in Kanada

Allerdings kommt in Valencia die Aerodynamik mehr zum Tragen, so Kubica: “Wir werden mit einem höheren Maß an aerodynamischem Abtrieb an den Start gehen als in Kanada, dennoch kommt der aerodynamischen Effizienz eine große Bedeutung zu: Gleich vier Mal pro Runde dringen wir bis in sehr hohe Geschwindigkeitsbereiche vor.” Für Petrov kommt das geliebte Valencia nach der Enttäuschung von Kanada gerade richtig. Der Russe meint aber, dass er aus dem Wochenende in Übersee seine Lehren gezogen hat.

“Zunächst einmal weiß ich natürlich, dass mir während des Rennens Fehler unterlaufen sind”, gibt sich Petrov selbstkritisch und erklärt: “Beim Start bin ich zu viel Risiko eingegangen, als ich das Gras neben der Strecke in meine Linie mit einbezog. Das zahlte sich leider nicht aus, stattdessen erhielt ich eine Durchfahrtsstrafe. Trotzdem war es wichtig, das Rennen zu beenden und weitere Informationen zu sammeln – vor allem über den Umgang mit den Reifen in unterschiedlichen Bedingungen. Diese Erfahrungen werden mir in Zukunft helfen, in bestimmten Situationen besser zu reagieren.”

Im Mittelpunkt steht bei Renault aber im Moment das Duell mit Mercedes. Die Franzosen wollen die Saison unbedingt vor den Silberpfeilen beenden. 29 Punkte trennen die beiden Werksteams derzeit voneinander. Für Kubica ist der Abstand “zu den Rennställen, die derzeit an der Spitze liegen, ist nicht so riesig. Dennoch müssen wir noch eine Menge Boden gutmachen. Und dies gelingt uns nur, wenn wir weiter mit Volldampf arbeiten und uns stetig verbessern”.

Der Pole ist jedenfalls top-motiviert: “Wenn es nach mir geht, dann schlagen wir jeden, nicht nur Mercedes.” Die neuen Teile am R30 sollen die Wende bringen. “Ich bin gespannt, wie sehr sich der Wagen dadurch verbessert und ob ich meinen Fahrstil anpassen muss”, so Petrov, der auch noch andere Teams stark einschätzt: “In Montréal war Force India sehr schnell. Wir müssen sehen, dass wir sie schlagen können. Darüber hinaus genießt der Zweikampf mit Mercedes aktuell höchste Priorität für unser Team.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Auch Tage nach dem enttäuschenden Resultat für Michael Schumacher in Kanada wird über dessen Leistungen heftig debattiert

Wegen seines überraschenden Comebacks nach drei Jahren Pause steht Michael Schumacher unter intensiver Beobachtung der Öffentlichkeit. Die Leistungen des 41-jährigen Rekordweltmeisters werden genau unter die Lupe genommen. Kurz vor der Halbzeit seiner Comebacksaison mit Mercedes fällt die Bilanz des prominenten Deutschen mäßig aus. Viele Fans und Fachleute mahnen zu Geduld, doch es gibt auch extrem kritische Stimmen.

Vor allem aus Großbritannien sind harte Worte zu hören. Nach dem unglücklichen Auftritt von Schumacher in Kanada sagte dessen Ex-Teamkollege Martin Brundle: “Wenn er ein Neuling wäre, dann würde man knallhart sagen, dass er nicht bereit ist für die Formel 1. Man würde sagen, er wäre einfach nicht gut genug.” Eine heftige Ohrfeige des Briten, der zu seinen Benetton-Zeiten gegen Schumacher selbst nicht besonders gut ausgesehen hatte.

Auch Ex-Formel-1-Teamchef Eddie Jordan nahm – wie gewöhnlich – in seiner ‘BBC’-Analyse kein Blatt vor den Mund. “Es ist für ihn ein Kampf gegen Windmühlen”, sagt jener Mann, der Schumacher einst beim ersten Einsatz in der Formel 1 begleitete. “Daran ist er nicht gewöhnt. Er war immer in einer dominanten Position. Nun ist das mal nicht so und schon macht er Fehler. Das gesamte Rennen in Kanada war durch und durch fehlerhaft.”

Mercedes schützt den Superstar

Rückblick auf das vergangene Wochenende: Schumacher hatte sich am Samstag in Montréal nur für Startplatz 13 qualifiziert. Aus dieser mäßigen Position machte der Mercedes-Superstar anfangs noch das Beste. Nach einigen Umläufen hatte sich der Rekordchampion sensationell bis auf den dritten Rang vorangearbeitet, doch dann ging es steil bergab. Ein Duell gegen Robert Kubica endete mit einem Reifenschaden, anschließend kämpfte Schumacher mit dichtem Verkehr und abbauenden Pneus.

“Ich kämpfte mit stumpfen Waffen”, erklärte der 41-Jährige nach dem Rennen. Es war der Versuch, bei den Fans Verständnis zu erwirken. Schumacher hatte sich in der Schlussphase noch den beiden Force-India-Piloten beugen müssen, in die Formel-1-Statistik geht ein elfter Platz ein. Es gilt festzuhalten: Nach dem wenig erfolgreichen Auftritt in Monaco war es erst die dritte Nullrunde des Kerpeners. In Malaysia war Schumacher nach neun Runden wegen einer defekten Radmutter ausgeschieden.

“Egal, was man über Schumacher sagt: Bei uns haben bisher beide Piloten einen guten Job gemacht”, stellt sich Nick Fry vor seinen Topstar. Der Mercedes-Geschäftsführer erklärt gegenüber ‘Reuters’ weiter: “Niemand bei uns würde die kritischen Worte so unterschreiben. Er ist ein fantastisches Teammitglied, arbeitet mit Nico toll zusammen, er treibt uns alle an und hat großen Einfluss innerhalb der Mannschaft.”

“Aus unserer Sicht ist er in Montréal ein ziemlich gutes Rennen gefahren”, meint der Brite. Bei Mercedes hat man viel Geduld mit dem Superstar. “Michael zeigt stets weitere Fortschritte. Es ist faszinierend, wie er seine Rolle im Team annimmt. Vielleicht war er zu Beginn etwas eingerostet, aber von Rennen zu Rennen gewinnt er immer mehr an Selbstvertrauen. Bei uns ist die Stimmung voller Harmonie. Michael wird von den Leuten geliebt. Ich sehe sehr optimistisch in die Zukunft.”

Valencia soll besser werden

Ein Blick auf die Statistik nach acht Saisonrennen: Schumacher rangiert mit 34 Punkten auf Rang neun der Gesamtwertung. Der Abstand zu Teamkollege Rosberg beträgt 40 Zähler, zum aktuell führenden Lewis Hamilton sind es sogar 75. Auffällig sind die Wellenbewegungen in der Leistungsskala. Bisher folgte meist auf einen guten Auftritt wieder ein eher mäßiges Ergebnis – einzig unterbrochen durch den Ausfall in Sepang.

Wenn man diese bisher sehr konsequente Linie nun weiterverfolgt, dann müsste in Valencia wieder ein Ergebnis in Podestnähe folgen. Allerdings geht Schumacher dort mit einem erheblichen Nachteil an den Start. Trotz seiner großen Erfahrung aus vielen Jahren Formel 1 ist er auf der Strecke am Hafen der spanischen Stadt noch nie gefahren. “Ich lerne aber neue Strecken meist sehr schnell”, gibt sich der Mercedes-Pilot optimistisch.

“Wir haben für Valencia einige Verbesserungen am MGP W01 und auch danach kommen immer weitere Neuteile an den Wagen”, erklärt Fry die weitere Marschroute der deutschen Silberpfeile. “Wir werden unsere Entwicklung konsequent fortführen, denn wir profitieren von solcher Arbeit dann auch im kommenden Jahr. Red Bull und McLaren sind voraussichtlich kaum noch zu packen, aber ich bin sicher, dass wir eine Chance gegen Ferrari haben. Wenn wir es dieses Jahr nicht in die Top 3 schaffen, dann wären wir sehr enttäuscht.”

Quelle: formel1.de

Ex-Schumacher-Teamkollege J.J. Lehto hat sich bei einem Bootsunfall Kopfverletzungen und Rippenbrüche zugezogen – Freund wurde tot geborgen

Der finnische Ex-Formel-1-Pilot J.J. Lehto ist am frühen Morgen schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Wie die finnische Agentur ‘YLE News’ berichtet, war der ehemalige Benetton-Teamkollege von Michael Schumacher gegen vier Uhr am Samstag mit einem Motorboot gegen eine Brücke geprallt. An Bord war offenbar auch ein Freund des 44-Jährigen, der jedoch nur noch tot geborgen werden konnte.

Nach ersten Erkenntnissen war das Boot mit einer Geschwindigkeit von 40 Knoten (umgerechnet fast 75 km/h) gegen einen Betonpfeiler geprallt. Beide Insassen waren bei der südfinnischen Stadt Tammisare ins Wasser geschleudert worden. Lehto hatte an Land schwimmen und in einem nahegelegenen Haus Hilfe finden können.

Die Polizei hat die Identität des ehemaligen Formel-1-Stars und seines mitreisenden Freundes bislang nicht offiziell bestätigt, jedoch haben Anwohner und Augenzeugen den 44-Jährigen eindeutig erkannt. Details zum Unfallhergang und zur Ursache sind bisher nicht bekannt. Lehto hatte in seiner aktiven Formel-1-Karriere zwischen 1989 und 1994 insgesamt 62 Grands Prix für Onyx, Scuderia Italia, Sauber und Benetton bestritten.

Quelle: formel1.de

Die Gerüchte über einen Wechsel des Motorenpartners bei Williams verdichten sich – Auch Lotus wird mit Renault in Verbindung gebracht

So hat sich Williams die Saison sicherlich nicht vorgestellt. Das Rennen in Kanada war für den britischen Traditionsrennstall bereits das dritte in Folge, bei dem man punktelos blieb. Die Unzufriedenheit steigt und ein Schuldiger scheint ausgemacht: Motorenpartner Cosworth. Deren Triebwerke hinken der Konkurrenz in Sachen Leistung hinterher, was sich immer wieder an den Topspeed-Werten zeigt. Bei Williams denkt man deshalb über einen Motorenwechsel nach.

Erster Ansprechpartner ist dabei Renault, die in der kommenden Saison weitere Teams mit ihren Aggregaten versorgen wollen. Die Gerüchte gingen bislang eher in die Richtung, Renault und Cosworth matchen sich um die Gunst des neuen 13. WM-Teilnehmers. Und Cosworth setzte öffentlich alles daran, das Verhältnis zu Williams gut aussehen zu lassen. Die Gerüchte um einen Motorenwechsel wurden ins Reich der Märchen verbannt.

Doch die Spekulationen rund um eine Liaison zwischen Renault und Williams verdichten sich, nicht zuletzt deshalb, weil die beiden in den 90ern bereits zusammen etliche Titel eingefahren haben. Geht es nach dem französischen ‘Auto Hebdo’ dürfte die Angelegenheit so gut wie unter Dach und Fach sein. “Die Einigung mit Williams ist schon fast durch”, heißt es in dem Magazin. Nebenbei soll Renault auch noch die Fühler nach Lotus ausgestreckt haben.

Quelle: formel1.de

In seinen beiden Formel-1-Jahren fuhr Tiago Monteiro im hinteren Teil des Feldes – Der Portugiese über die Neueinsteiger in der Königsklasse

Tiago Monteiro fuhr 2005 bei Jordan und 2006 beim Nachfolgeteam Midland in der Formel1. Seine beste Platzierung erreichte der Portugiese mit Rang drei beim Skandalrennen in Indianapolis, als lediglich sechs Fahrzeuge das Rennen starteten. Nach der Karriere in der Königsklasse wechselte der 33-Jährige in die Tourenwagenweltmeisterschaft. Trotzdem verfolgt Monteiro nach wie vor das Formel-1-Geschehen.

“Bislang war es eine wirklich fantastische Saison. Man muss fasst sagen: Für die Show war es mehr oder weniger ein Glücksfall, dass Red Bull anfangs zwar dominant, aber nicht zuverlässig war”, meint der WM-16. von 2005. ” Das hat den anderen die Möglichkeit gegeben, einige Punkte abzugreifen. Denn man darf nicht vergessen: Red Bull hätte durchaus noch mehr Rennen gewinnen können. So hatten wir allerdings ein sehr interessantes erstes Saisondrittel.”

Da Monteiro meist am Ende des Feldes kämpfte und Übergang von Jordan in Midland miterlebte, fühlt er mit den drei neuen Rennställen mit. ” Es ist schwierig, ein Urteil über die neuen Teams abzugeben, wenn man selbst nicht involviert ist. Jeder Rennstall hat unterschiedliche Bedürfnisse, unterschiedliche Anlagen und unterschiedliche Zielsetzungen. Aus diesem Grund kann man die drei neuen Teams nicht wirklich miteinander vergleichen. Dafür sind diese Mannschaften viel zu unterschiedlich aufgebaut. Auch ihre Entstehung hätte kaum gegensätzlicher verlaufen können.”

“Virgin kann auf ein gefestigtes Budget zurückgreifen und geht mit einer neuen Designphilosophie zu Werke. Lotus würde ich als stabiler und als das etwas ‘normalere’ Team beschreiben. Und dann haben wir noch HRT, das eine sehr bewegte Geschichte aufweist. Dallara spielte dabei eine Rolle, es gab Schwierigkeiten mit dem Geld und problematische Persönlichkeiten rund um den Rennstall.”

Als Monteiro noch in der Formel 1 involviert war, konnten die Rennställe noch ausgiebig testen. Damit ist es nun vorbei, deshalb findet er: ” Ich kann gut verstehen, dass diese Teams derzeit eine schwierige Phase durchmachen. Die Formel 1 ist ein ungeheuer schwieriges Spielfeld. Bislang haben die drei Neulinge keinen überaus starken Eindruck gemacht. Aber dafür sollte man sie nicht verurteilen, denn speziell in der Formel 1 ist aller Anfang schwer – nicht zuletzt im Hinblick auf die eingeschränkten Wintertests, das Testverbot während der Saison und die geringe Streckenzeit an einem Wochenende.”

“Bei der ganzen Geschichte darf man auch nicht vergessen: Diese Teams haben sich für eine Formel 1 entschieden, in der man mit einer geplanten Budget-Obergrenze von rund 45 Millionen hätte antreten sollen. Deswegen haben sie sich zum Einstieg entschlossen, doch anschließend hat sich alles verändert. Sie sind ihren Plänen dennoch treu geblieben. Im Augenblick geht es für diese Teams einfach nur ums Überleben. Ein Budget in der Höhe der anderen Rennställe werden HRT, Lotus und Virgin sicherlich nicht zusammen bekommen.”

Quelle: Motorsport-Total.com

David Coulthard ist immer noch von der McLaren-Aktion im Qualifying erzürnt – Die Chrompfeile haben ihren Joker verspielt

Nach dem Qualifying wurde heftig über das Ausrollen von Lewis Hamilton diskutiert. Der Weltmeister von 2008 wurde von der McLaren-Box angewiesen sein Auto abzustellen, damit noch genügend Sprit für eine Probe im Tank verbliebe. Schließlich sprach die Rennleitung eine Strafe von 10.000 Dollar aus (umgerechnet rund 8.180 Euro). Die Pole Position münzte Hamilton in den Sieg und die WM-Führung um.

Auch David Coulthard hat sich Gedanken über sein Ex-Team gemacht. “Ich habe es immer so verstanden, dass man genug Benzin im Tank haben muss, um zurück an die Box zu kommen. Außerdem muss man eine Probe von einem Liter abgeben können. Ist es so schwer, das in die Regeln zu schreiben?”, schreibt der Schotte in seinem Blog im ‘Telegraph’.

Verschwörungstheorien sind in der Formel 1 an der Tagesordnung. So findet auch Coulthard: “Es wird immer Autos geben, die unter mysteriösen Umständen stehen bleiben, um bestimmte Regeln zu umgehen. Aber man muss das nun den Offiziellen erklären. Das ist nicht einfach, denn es gibt ja die Einheitselektronik.”

Coulthard ist über die Vorgangsweise von McLaren, für das er von 1996 bis 2004 ins Lenkrad griff, immer noch verärgert: “Es ist Fakt, dass es eine Zehntelsekunde Zeit bringt, wenn man für eine Runde weniger Benzin mitführt. Lewis hat das Auto auf die Pole Position gestellt und das Rennen gewonnen. Kann ich akzeptieren, dass es ein aufrichtiger Fehler von McLaren war?” Sportwetten, ganz einfach mit bwin.com

“Absolut. Aber sollte es wieder passieren? Niemals. 10.000 Doller sind eine Lappalie im Vergleich zu dem Vorteil, den man aus einer Pole Position ziehen kann. McLaren hat seinen Joker für diese Saison aufgebraucht. Aber die anderen Teams werden sich einreden, dass sie ihren noch ausspielen können.”

Quelle: Motorsport-Total.com