Archive for Juli, 2010

Sebastian Vettel schwärmt von der Stimmung und der Unterstützung der Fans in Hockenheim, die ihn vielleicht noch ein, zwei Zehntel schneller machen könnten

Rennfahren vor der Haustür: Der Deutschland-Grand-Prix in Hockenheim ist für den Heppenheimer Sebastian Vettel im wahrsten Sinne des Wortes ein Heim-Grand-Prix. Und er ist – neben Michael Schumacher – der Star im deutschen Aufgebot. Mit dem Red-Bull-Piloten wurde im Vorfeld des Rennens geworben, es gibt ein “Vettel-Fan-Paket”, vergangenen Sonntag eine Show in Heppenheim und jede Menge weiterer Aktionen.

Und die Erwartungen an den 23-Jährigen sind hoch – schließlich ist er allein vom Material her derzeit derjenige Deutsche, der die größten Chancen auf einen Heimsieg hat. Die Fans hoffen auf ein Erfolgserlebnis in Hockenheim und Vettel will es ihnen geben. Das heimische Publikum motiviert ihn. “Die Tatsache, dass es mein Heim-Grand-Prix, setzt mich nicht zu sätzlich unter Druck. Wenn, dann ist das eine zusätzliche Motivation”, sagt er gegenüber ‘Autosport’.

Vielleicht könne er dank der Unterstützung der Fans “noch ein oder zwei Zehntel mehr aus mir und dem Auto herausquetschen”, erklärt Vettel weiter. “Wir haben ein starkes Auto und sollten in der Lage sein, eine gute Show zu bieten. Es ist unser Heimrennen und man hat so viele Leute, die einen anfeuern. Das ist etwas, an das man sich immer erinnern wird.”

Der Red-Bull-Pilot geht davon aus, dass die deutschen Fans in Hockenheim für mindestens so viel Stimmung sorgen werden wie die 115.000 Briten, die in Silverstone das McLaren-Duo Lewis Hamilton und Jenson Button angefeuert haben: “Man freut sich selbst auf seinen Heim-Grand-Prix, doch was man sehen will, ist dass die Leute an der Strecke Spaß haben und mit Leidenschaft dabei sind. Es gibt Rennen, die in dieser Hinsicht einfach etwas Besonderes sind. Hoffentlich kommen viele Leute nach Hockenheim.”

In seiner Kindheit gehörte Vettel selbst zu jenen, die in den Hardtwald kamen und die PS-Stars bewunderten – von Heppenheim aus ist es schließlich nur eine halbe Stunde Fahrt. “Ich erinnere mich daran, wie ich als Kind die Autos auf der Strecke gesehen habe”, wir er von britischen ‘Sky Sports’ zitiert. “Ich war mal mit meinem Vater dort, um das Freie Training der Formel 1 anzuschauen, das war 1993 oder 1994.”

“Es hat höllisch geschüttet, von daher war es nicht gerade angenehm, aber es war unglaublich toll, die Autos auf der alten Strecke durch den Wald herannahen zu hören. Ich habe sofort Gänsehaut bekommen”, erinnert sich Vettel. “Seitdem war ich oft mit meiner Familie dort, meistens mit einem Wohnwagen. Und es war immer toll.”

Quelle: formel1.de

Sebastian Vettel glaubt an die Stärken des Red Bull RB6 – Vor dem Heimrennen auf dem Hockenheimring analysiert der Deutsche seine härtesten Gegner

Nach zehn Rennen liegt Sebastian Vettel auf dem vierten WM-Rang. Trotzdem strotzt der 23-Jährige vor seinem Heimrennen auf dem Hockenheimring vor Selbstvertrauen. Speziell vom RB6 aus der Feder von Adrian Newey ist Vettel überzeugt. Zu Saisonhalbzeit analysiert der Heppenheimer die Situation bei Red Bull und seine härtesten Konkurrenten.

“Ich denke bis jetzt waren wir gut unterwegs. Vielleicht hätten wir viel mehr Punkte mitnehmen können, aber dem war nicht so, aus verschiedenen Gründen”, sagt Vettel in ‘Sport und Talk im Hangar-7′. “Wir müssen uns jetzt darauf konzentrieren, dass wir die restlichen Rennen, die wir haben, auf den Punkt bringen und ich denke dann ist noch alles möglich.”

Sein Chef Helmut Marko hatte in letzter Zeit intern einiges zu tun. Über teaminterne Entscheidungen und eventuelle Benachteiligungen wurde in der Öffentlichkeit heiß diskutiert. Trotzdem sieht der Le-Mans-Sieger die Situation entspannt. “Ich glaube wir sind das einzige Team, das zwei absolute Topfahrer hat – die sich noch dazu gegenseitig mehr und mehr vorantreiben, absolut am Limit bewegen.”

“Da muss man ein Alphatierchen sein, sonst schafft man es nicht. Leicht ist es nicht, aber wir machen alle Versuche. Wann immer wir diese Gespräche haben, ist eigentlich alles alte Wonne”, beschreibt Marko die Atmosphäre im Team. “Nur kaum ist der Start da, scheinen sich in den Gehirnen der Fahrer gewisse Veränderungen durchzusetzen. Aber wir sind eigentlich der positiven Hoffnung, dass es in Zukunft gut geht.”

Von diesen Streitereien hat speziell McLaren-Mercedes profitiert und führt beide WM-Wertungen klar an. Vettel meint über die Chrompfeile: “Ihnen ist es vielleicht ein bisschen besser gelungen die Rennen zu Ende zu fahren und die Punkte mitzunehmen, deswegen sind sie jetzt vor uns. Aber ich glaube, wir haben das schnellere Auto. Und ansonsten – ich glaube die anderen Teams darf man auch nicht unterschätzen.”

Speziell Fernando Alonso ist bei jedem Grand Prix für eine starke Leistung zu haben. Der Spanier hat zwar schon einige Punkte Rückstand, doch er könnte den WM-Anwärtern wichtige Zähler streitig machen. “Die letzten zwei, drei Rennen waren vielleicht nicht so gut”, schätzt Vettel Ferrari ein. “Aber ich denke sie haben einen Schritt nach vorne gemacht, was die Performance des Autos angeht in den letzten zwei Rennen. Sie sind auf jeden Fall einer der Hauptgegner.”

Schwierige Situation bei Mercedes

Es wurde in dieser Saison bereits viel über die neuen Silberpfeile und das Comeback von Michael Schumacher gesprochen. Beim deutschen Rennen auf dem Hockenheimring zählen sie aber nicht zu den Favoriten. Zu der durchwachsenen Situation bei den Silberfeilen sagt Vettel: “Mercedes hat relativ stark begonnen. Sie haben dann vielleicht ein bisschen die Schwierigkeit gehabt konstant zu bleiben.”

“Von außen ist es immer schwer das alles zu beurteilen, weil man nicht weiß, was vorfällt. Ich glaube, die Fahrer fühlen sich das eine Mal wohl das andere Mal nicht – das Auto schein kein leichtes zu fahren zu sein.” Deshalb ist ganz klar Vettel der Deutsche mit den größten Siegchancen beim Heimspiel ist. In seiner kurzen Formel-1-Karriere hat der siebenfache-Sieger schon sehr viel erreicht.

Laut Routinier David Coulthard ist das aber nur der Anfang. “Es steht sicherlich außer Frage, dass Sebastian in fünf Jahren noch ein kompletterer Fahrer ist als jetzt. Du machst Erfahrungen, du lernst dazu, wenn es um die Entscheidung geht. Ob er dann schneller ist, dass weiß ich nicht.”

“Er ist schon einer der schnellsten, vielleicht der Schnellste überhaupt in der Formel 1. Also ich sehe da keine Probleme, was seinen Speed angeht, aber wenn du dich im Leben entwickelst triffst auch bessere Entscheidungen. Er gewinnt Rennen, stellt das Auto auf die Pole. Also da musst du schon was leisten, wenn du gegen ihn gewinnen willst.”

Quelle: formel1.de

Zoran Stefanovic und sein Stefan-Team sind bezüglich des 13. Startplatzes guter Dinge: Teambasis zunächst in Großbritannien, Eigenbau für 2011

Die Zahl der Bewerber um den 13. Startplatz 2011 ist gering. Nachdem ART sein Ansinnen um einige Jahre zurückgestellt hat, scheinen nun nur noch vier Kandidaten im FIA-Lostopf zu sein: Durango/Villeneuve, Espilon Euskadi, die amerikanische Cypher-Gruppe und das serbische Stefan-Team. Geschäftsmann Zoran Stefanovic, der mit Toyota-Chassis zu Beginn der Saison kurzfristig den Platz von US F1 einnehmen wollte, treibt sein Projekt unermüdlich voran.

“Wir werden im ersten Jahr unsere Basis in Großbritannien haben”, sagt Stefanovic im Interview mit ‘F1Pulse.com’. “Gleichzeitig bringen wir den Technologiepark in Belgrad voran. Der Plan ist es, Ende 2011 nach Belgrad umzusiedeln.” Der Serbe muss seinen Formel-1-Traum nun eigenständig erfüllen. Der Kauf der für 2010 geplanten Toyota-Chassis ist endgültig vom Tisch.

“Die Toyota-Option ist nicht mehr möglich, weil sich die Regeln verändert haben”, erklärt der Geschäftsmann. “Wir bauen ein eigenes Monocoque. Der Bau des Chassis geht gut voran. Der Designprozess läuft, gebaut wird der Wagen Ende September.” Wer als Designer hinter dem Stefan-Auto steckt, ist derzeit noch unbekannt. Der ehemalige McLaren-Ingenieur Mike Coughlan habe auf jeden Fall nichts damit zu tun: “Er war an Bord, ist es aber nicht mehr. Ich glaube, er hat gar nichts mehr mit Motorsport zu tun.”

Fest steht offenbar, dass sich Stefan ab 2011 mit Cosworth-Motoren in das Königsklassen-Getümmel stürzen würde. Man habe mit vier Herstellern gesprochen, sich dann aber für die Briten entschieden, so Stefanovic: “Wir sind überzeugt, dass es eine erfolgversprechende Variante ist. Sie haben das Potenzial, vorne mitzufahren. Williams hat das zweifellos gezeigt. Wichtig ist auch, dass es ein zuverlässiger Partner mit langer Tradition ist.”

Unterstützt wird der Geschäftsmann von der serbischen Regierung. “Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern um Unterstützung in vielen Bereichen. Sie sind von Anfang an dabei”, sagt Stefanovic. Erst Ende August wird er erfahren, ob sein Traum vom Formel-1-Einstieg in Erfüllung geht. Denn erst dann wird die FIA eine Entscheidung verkünden. “Wir sind davon überzeugt, dass wir alle Vorgaben erfüllen, aber es liegt letztlich an der FIA. Die Situation ist kaum vorhersagbar.”

Vor dem Start in die aktuelle Saison wollte Stefanovic mit Jacques Villeneuve, Kazuki Nakajima und Pastor Maldonado zusammenarbeiten. Jedoch dürfte der Japaner aus dem Rennen sein, weil es keine Beziehungen mehr zu Toyota gibt. “Wir haben mit 38 Fahrern für 2010 gesprochen, 30 Manager waren bei uns in Belgrad. Wir sind nun kurz vor einem Abschluss, aber wollen es noch nicht veröffentlichen. Man braucht für so etwas einen besonderen Anlass”, sagt Stefanovic über die mögliche Cockpitbesetzung.

Während der Bau der Formel-1-Firma im neuen Technologiepark in Belgrad vorangetrieben wird, gilt der Serbe gleichzeitig auch als treibende Kraft hinter dem Neubau einer Strecke. Diese soll nahe der serbischen Hautpstadt entstehen. “Das ist ein eigenständiges Projekt und hat mit dem Team nichts zu tun”, sagt der Stefan-Boss. “Wir sind seit zwei Jahren in der Planung, im Herbst beginnen wir mit dem Bau. Es lagen lange Zeit alle Pläne vor, wir mussten aber einige Anpassungen vornehmen.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz über die teaminternen Streitereien und die freie Fahrt für Sebastian Vettel und Mark Webber: “Habe keine Präferenzen”

Nach heftigen Auseinandersetzungen um einen Frontflügel in Silverstone herrscht bei Red Bull nun wieder Ruhe. Mark Webber hat sich für seine bissigen Kommentare entschuldigt, das Team gestand ein, dass man einige Entscheidungen offener hätte kommunizieren sollen. Doch wie lange der Friede bei den Österreichern halten wird, ist derzeit äußerst ungewiss. Immerhin war der Flügelstreit bereits der zweite Disput des Jahres, nachdem Webber und Sebastian Vettel in Istanbul kollidiert waren.

“Ich habe da keine Präferenzen, jeder der beiden wäre mir gleich lieb”, sagt Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz in der ‘Kleinen Zeitung’ und weist damit alle Gerüchte um eine angebliche Bevorzugung von Vettel noch einmal zurück. Der Österreicher will nur eines: Red Bull soll Weltmeister werden. Das teaminterne Duell werde wohl kaum zum Stolperstein werden. “Und wenn es passieren sollte, mein Gott, wir reden hier von Rennsport. Das Image von Blut, Schweiß und Tränen kommt doch nicht von ungefähr.”

“Wir habe keine Nummer eins und keine Nummer zwei. Beide Piloten bekommen Autos auf dem völlig gleichen Stand. Das Problem mit dem neuen Flügel in Silverstone war die erste Ausnahme”, erklärt Mateschitz. “Christian Horner hat eben gemeint, dass der neue Flügel dem Fahrverhalten von Vettel eher entgegenkommt”, sagt der Unternehmenschef und widerspricht damit der ursprünglichen Aussage, Vettel habe den Flügel bekommen, weil er in der Weltmeisterschaft vorne liege.

“Die Sache wurde leider falsch kommuniziert, teamintern wie medial”, gibt Mateschitz Fehler im Umgang mit der Situation zu. Red Bull stand vor einer ungewohnten Entscheidung, viele Teammitglieder redeten mit: Teamchef Horner, Technikchef Adrian Newey, Berater Helmut Marko, die Fahrer und Mateschitz selbst. “Natürlich mische ich mich ein. Das geht gar nicht anders. Aber das Alles wird viel mehr dramatisiert, als wirklich dahinter steckt”, sagt der 66-Jährige.

“Die Box darf sich nicht einmischen, denn damit fangen die Probleme erst an”, meint der Engerydrink-Baron aus Österreich. Mateschitz betont, dass es in Reihen der Techniker keine gespaltenen Lager gebe. “Fraktionen gibt es keine. Dass jeder der beiden Mannschaften ihr Pilot am Herzen liegt, ist aber klar. Sie schrauben für ihn, sie freuen sich mit ihm, sie leiden mit ihm”, beschreibt der Red-Bull-Boss die Stimmung in den zwei Garagen des Teams.

Die Kommentare von Webber nach seinem Sieg in Silverstone (“Nicht schlecht für eine Nummer zwei, oder?”) kamen im Team nicht gut an. Konsequenzen werden die Aussagen nicht haben. “Es war überflüssig. Aber auf der anderen Seite hat Mark nichts verbrochen”, meint Mateschitz. “Natürlich war die Situation für Mark nicht angenehm, er ist dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Hier ist eine Bagatelle zum großen Problem gemacht worden. Wir haben zwei Piloten, die um die WM fahren. Eigentlich ein Luxusproblem, das viele Teams gerne hätten.”

Das Team werde an der Gleichbehandlung der Fahrer festhalten. Eine Stallorder zugunsten von Vettel oder Webber werde es nicht geben. “Weil diese Philosophie nicht meinem Verständnis von Rennsport entspricht. Es gibt keinen programmierbaren Weltmeister. Unsere beiden Piloten wissen, dass Sie a) den anderen schlagen müssen und b) sich dennoch gegenseitig brauchen, um der Konkurrenz möglichst viele Punkte wegzunehmen.”

Quelle: formel1.de

Mercedes-Sportchef Norbert Haug steht voll hinter seinem Fahrer-Duo und dementiert Gerüchte, wonach Michael Schumacher bald ersetzt wird

Michael Schumachers Comeback hat sich zur Halbzeit der Formel-1-Saison als Flop entpuppt, doch Norbert Haug steht zu seinem teuersten Angestellten. Der Mercedes-Sportchef stellt dem Rekordweltmeister eine Woche vor dem Heimrennen in Hockenheim sogar eine Art Freifahrtsschein aus. “Michael wird sich für den Rest des Jahres darauf konzentrieren, die absolut besten Ergebnisse zu erzielen. Im Kopf aber stellt er sich darauf ein, im nächsten Jahr um den Titel zu fahren”, sagt Haug im ‘Kicker’-Interview.

Obwohl Schumacher in der WM-Wertung nur den neunten Rang belegt und klar im Schatten seines jungen Teamkollegen Nico Rosberg steht, duldet Haug offenbar keine Kritik an seinem Superstar. “Michael Schumacher hat mir nie besser gefallen als jetzt”, meint der Mercedes-Sportchef: “Er ist nach wie vor vollkommen cool und relaxed, er will den Erfolg – und das imponiert uns allen. Haug gibt zwar zu, dass er auf eine bessere Startbasis gehofft habe, doch die Fahrer treffe keine Schuld. “Ich möchte für uns keine andere Besetzung haben als Michael Schumacher und Nico Rosberg”, sagt der 57-Jährige.

Damit entkräftet Haug auch die immer lauter werdenden Gerüchte, Schumacher könnte seinen Helm bei weiterhin ausbleibendem Erfolg zum Jahresende an den Nagel hängen. Dass inzwischen selbst die treuesten Schumacher-Fans angesichts der enttäuschenden Vorstellungen ihres Idols die Ernsthaftigkeit des Comebacks bezweifeln, ist allerdings auch Haug nicht entgangen. Er könne sogar verstehen, dass sich einige Fans die Frage stellen, ob Schumacher mit 41 Jahren nicht zu alt für den Rennsport sei.

“Ich finde es unnötig, einen siebenmaligen Weltmeister zu verteidigen. Andererseits verstehe ich die Diskussion auch. Die Antwort aber auf die Frage, ob er es noch kann, ist ein ganz klares Ja”, sagt der Mercedes-Sportchef. Den WM-Titel traut Haug in diesem Jahr Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel zu: “Wenn er seinen Teamkollegen hinter sich lassen kann. Dann kann er im schnellsten Auto zum WM-Titel fahren.” Nächste Saison werde das für Vettel schwerer: “2011 wollen wir bessere Voraussetzungen schaffen und ganz vorne mitmischen.”

Etwas Sorgen macht sich Haug derzeit um die Zukunft des Großen Preises von Deutschland. Sportwetten zum Thema Formel 1. Wegen der Finanzkrise auf dem Nürburgring droht im kommenden Jahr eine Saison ohne Deutschland-Grand-Prix. Ist das für Mercedes-Benz überhaupt denkbar? Haug: “Wenn es tatsächlich so käme, würden wir nicht aussteigen. Aber es wäre traurig für das Autoland Deutschland, wenn es hier keinen Großen Preis geben würde.” Doch der Mercedes-Sportchef ist zuversichtlich: “Hockenheim schafft in diesem Jahr den Sprung aus der Verlustzone, dann sollte das auch dem Nürburgring gelingen.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Mark Webber nimmt noch einmal zum Flügelstreit in Silverstone Stellung, schließt aber weitere Vorfälle dieser Art nicht aus

Das teaminterne Duell bei Red Bull zwischen Mark Webber und Sebastian Vettel gibt einer ohnehin schon actiongeladenen Formel-1-Saison einen weiteren Kick. Sei es der Crash in Istanbul oder der jüngste Streit, der durch den Wechsel des Frontflügels zwischen den beiden Stallrivalen in Silverstone ausgelöst wurde. Zwar versuchte der Energydrink-Konzern immer wieder mit PR-wirksamen Aktionen eine heile Welt zu demonstrieren. Doch vor allem das lose Mundwerk Webbers zerstörte oft diese Bemühungen.

Alleine seine Aussage im Boxenfunk nach dem Silverstone-Sieg (“Nicht schlecht für eine Nummer zwei”) passte gar nicht in das Konzept des Rennstalls, der immer versicherte, beide Piloten gleich zu behandeln. “Das war eine Botschaft an mein Team”, erklärt der Australier gegenüber der ‘Daily Mail’, der diesen Sager aber bereut: “Der Einwand ist in Ordnung, dass ich zu viel in die Welt hinaustrage. Ich hätte das besser nicht von mir gegeben, aber ich habe es getan. Ich trage mein Herz auf der Zunge und versuche, ehrlich zu mir selbst und jedem anderen zu sein.”

Im Nachhinein kann er aber die Situation in Silverstone nachvollziehen. “Am Samstag ist mir nach den ganzen Vorkommnissen der Kragen geplatzt. Das war eine einzigartige Situation, denn zum ersten Mal verfügte jeder von uns nur über einen einzigen unersetzbaren Teil am Auto. Die Entscheidung war ziemlich schwer und ich war deshalb sehr enttäuscht”, beschreibt Webber den vieldiskutierten Flügeltausch. Der 33-Jährige glaubt aber, dass vergleichbare Entscheidungen in Zukunft anders gefällt werden.

“Das Fazit daraus ist, dass es in Zukunft in die andere Richtung gehen wird, auch wenn das keiner glauben mag. Man hat ihm den Flügel gegeben, weil er in der Weltmeisterschaft besser platziert war. Nun bin ich aber vor ihm, also ist die Logik daraus klar”, glaubt Webber. Dass Vettel vielleicht bevorzugt wird, weil er besser zur Marke Red Bull passt, schließt der Australier nicht aus, nimmt’s aber mit Humor: “Natürlich bin ich nicht mehr in meinen Zwanzigern, Sebastian hat aber keine Tätowierungen oder Ohrringe. Also hilft es vielleicht, wenn ich welche hätte.”

Das Verhältnis der beiden Stallrivalen beschreibt der dreifache Saisonsieger folgendermaßen: “Seb und ich sind nicht die besten Kumpels, aber das ist nicht ungewöhnlich, wenn man das selbe Ziel verfolgt.” Dass es dadurch zu weiteren Scharmützeln kommen könnte, schließt Webber nicht aus. “Wer weiß. Wenn wir beide in den nächsten Monaten nach wie vor an der Spitze fahren, könnte die Lage zwischen uns etwas angespannter werden.”

Für den Flügelstreit in Silverstone macht der Australier aber nicht Vettel verantwortlich. “Seb hat am gesamten Wochenende nichts falsch gemacht. Nach dem Rennen schüttelte er meine Hand.” Gerüchte, es gebe eine “Trennwand” in der Red-Bull-Box, kann Webber nicht bestätigen: “Die Geschichten, wonach es zwei Teams in unserer Box gibt, sind absoluter Müll. Man braucht keine Feinde, ich will einen fairen Kampf. Wir respektieren uns. Deshalb werde ich auch in der nächsten Saison bei Red Bull bleiben, ich bin teil eines großartigen Teams.”

Quelle: formel1.de

Durango-Chef Ivone Pinton hat bestätigt, dass man mit Villeneuve Racing zusammenarbeiten wird – Jacques Villeneuve als Fahrer und Mitorganisator

In den kanadischen Medien wurde bereits spekuliert, dass Jacques Villeneuve bei seinem Formel-1-Projekt Villeneuve Racing mit dem italienischen Rennstall Durango zusammenarbeiten könnte. Und Durango-Chef Ivone Pinton hat dies in einem Interview mit ‘422race.com’ nun bestätigt. Man kennt sich bereits: Villeneuve fuhr in der Speedcar-Serie für Durango.

Nun möchte man gemeinsam den 13. Startplatz in der Formel 1 bekommen. Durango gehört zu jenen Teams, die sich für diesen Platz beworben haben. Dabei zeigte man Interesse daran, die fertigen Boliden von Toyota zu kaufen. Inzwischen hat die FIA offenbar drei Bewerber in die nähere Auswahl genommen: Villeneuve Racing, die amerikanische Cypher-Gruppe und ein weiteres, nicht benanntes Team.

“Jacques ist ein energischer und entschlossener Typ”, sagt Durango-Chef Pinton. “Ich hoffe wirklich, dass wir zusammen den Platz bekommen. Für Durango ist es eine Ehre und ein Privileg, mit ihm zusammenzuarbeiten. Wir sprechen hier vom Sohn einer Legende und einem früheren Weltmeister. Ich kenne ihn, seit er 16 war. Und ich habe immer gesagt, dass er ein großartiger Fahrer ist, der in jeder Serie gewonnen hat.”

Was das operative Geschäft angeht, müssen bei Villeneuve/Durango noch einige Dinge geklärt werden. Es wird spekuliert, dass die Autos in Großbritannien gebaut werden. “Das wissen wir noch nicht”, sagt Pinton. “Aber die Heimat des Teams wird unsere sein, Italien.”

Und welche Rolle wird Villeneuve übernehmen? Laut Pinton wird der Kanadier fahren, “und ich bin sicher, dass er sich aktiv in die Organisation einbringen wird. Ich denke, dass er sich so auf einen Job vorbereitet, den er machen will, wenn er mit dem Rennfahren aufhört.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Heikki Kovalainen analysiert die Situation bei Lotus – Ärger über Zuverlässigkeit aber Lob für den Cosworth-Motor

Vom etablierten McLaren-Team, für das Heikki Kovalainen in Ungarn 2008 seinen bisher einzigen Sieg feierte, wechselte der Finne zu Neueinsteiger Lotus. Die Grünen haben sich von den drei neuen Rennställen bisher am besten präsentiert. Kovalainen hält WM-Rang 19, allerdings ohne Zähler. Trotzdem sieht man den 28Jährigen oft mit einem Lächeln in der Box.

“Ich habe es auch bei McLaren sehr genossen. Natürlich war es Ende letzten Jahres hart denn die Resultate kamen nicht. Wir haben wahrscheinlich zu viel gearbeitet und vielleicht bin ich müde geworden und habe meine Energie verloren”, meint Kovalainen im Gespräch mit ‘Manipe F1′. “In dieser Saison ist die Balance viel besser. Ich komme mit aufgeladenen Batterien zu den Rennen und habe meinen Kopf komplett frei. Ich muss mir über nichts anderes Gedanken machen.”

Der Wechsel von einem Top-Team zu einem Neuling ist wie eine andere Welt. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten, wie Kovalainen erklärt: “Wir können nicht alles so schnell machen wie McLaren, wir können uns nicht so stark verbessern. Aber die Abläufe an einem Rennwochenende und wie das Team dabei funktioniert sind sehr ähnlich. Wir sind genauso professionell wie McLaren. Sie können auf Dinge schneller reagieren und sie können größere Schritte in kurzer Zeit machen. Das ist der Hauptunterschied.”

Da die großen Teams aufgrund der weiteren Sparmaßnahmen ihre Belegschaft verkleinern werden, nähern sich die Rennställe in der Größe etwas an. Ein Vorteil für kleinere Mannschaften. “Das wird uns eine bessere Chance bieten”, ist Kovalainen überzeugt. “Obwohl wir nicht so viele Leute sind bin ich beeindruckt, wie sie sie das Auto weiterentwickeln. Ich denke das ist sogar besser, als ich ursprünglich erwartet habe. Ich sehe viel Potenzial in diesem Projekt. Ich denke wir holen aus unseren Ingenieuren und Mechanikern mehr heraus, als einige andere Teams.”

Trotzdem ist die Achillesferse des Lotus T127 die Zuverlässigkeit, doch viel hängt dabei an Zulieferfirmen. “Das ist sehr frustrierend”, ärgert sich Kovalainen, der schon oft den Fußmarsch zurück an die Box antreten musste. “Speziell die Hydraulik hat uns mehrere Male im Stich gelassen. Das Team hat natürlich daran gearbeitet, das in den Griff zu bekommen, aber immer ist irgendetwas Neues aufgetreten, das uns einen Tag vermasselt hat.”

Technikchef Mike Gascoyne hat bereits angekündigt, dass die Anstrengungen bereits auf 2011 gelegt werden. Da wird es auch zu einigen Veränderungen im technischen Bereich geben. Kovalainen ist aber selbst noch nicht informiert: “Ich weiß noch nicht genau wie der Plan aussieht. Ich denke wir müssen noch eine Entscheidung bezüglich Motor, der Hydraulik, dem Getriebe und mehreren Dingen treffen. Da muss man Mike fragen. Der Cosworth-Motor ist aber nicht schlecht.”

Speziell Williams hat sich lautstark über die Motorenschmiede beklagt, denn die Aggregate sollen bei langer Laufzeit an Leistung verlieren. Im Gegensatz dazu soll die Mercedes-Maschine der beste Motor im Feld sein. Kovalainen kennt beide Triebwerke und meint dazu: “Man fühlt den Leistungsverlust nach vielen Kilometern, aber er ist nicht kritisch. Ich denke Mercedes ist sehr gut, ihr Maßstab ist sehr, sehr hoch, aber sie haben auch lange daran gearbeitet.”

“Ich denke Cosworth hat in der kurzen Zeit eine gute Arbeit geleistet. Es ist ein angemessen kraftvoller Motor. Man darf diese zwei Triebwerke aber nicht miteinander vergleichen. Mein Auto hat in dieser Saison nicht den gleichen Luftwiderstand und Anpressdruck wie der McLaren im vergangenen Jahr. Man kann Motoren nur vergleichen, wenn sie im gleichen Auto eingebaut sind.”

Da die große Entwicklung am gegenwärtigen Lotus-Boliden zurückgefahren wurde hat speziell Virgin die Möglichkeit, das neue Team mit dem legendären Namen zu überholen. Doch Kovalainen wiegelt ab: “Bisher war es nicht sehr beeindruckend, wie sie ihr Auto weiterentwickelt haben. Sie hatten Updates, aber in Kanada haben sie zum Beispiel nicht funktioniert. Wir machen unseren Boliden weiter leichter und feilen an der Abstimmung.”

“Es wäre aber kein Desaster, wenn sie uns überholen würden, aber wir haben einen vernünftigen Vorsprung, also müssten sie sich stark verbessern. Für uns wäre es schön Zehnter in der Weltmeisterschaft zu werden, denn es gibt einiges an Preisgeld und das können wir als kleines Team gut gebrauchen.”

Das langfristige Ziel ist natürlich das Mittelfeld und der Vorstoß an die Spitze. Bei Force India hat man gesehen wie ein Hinterbänkler-Team zu einem regelmäßigen Punktekandidaten werden kann. “Das ultimative Ziel sind natürlich Rennsiege”, so Kovalainen “Den Weltmeistertitel mit Lotus zu gewinnen wäre in Traum. Im Moment sollten wir daran aber nicht denken, denn das liegt zu weit weg. Im nächsten Jahr wird es den ersten richtigen Lotus geben, den unsere Leute in der eigenen Fabrik bauen. Das wird der Indikator sein, wozu wir fähig sind.”

Quelle: formel1.de

Munteres Fahrerwechseln bei HRT: In Hockenheim kehrt Bruno Senna zurück, Sakon Yamamoto ersetzt Karun Chandhok

Die Fahrerrochaden beim spanischen HRT-Team gehen weiter: Musste zuletzt in Silverstone noch Bruno Senna sein Renncockpit erstmals für Sakon Yamamoto räumen, so wird es in einer Woche in Hockenheim Karun Chandhok sein. Der Inder wird aber “voraussichtlich in einem der nächsten Rennen in dieser Saison wieder im Auto sitzen”, lässt HRT ausrichten.

Sportlich will das Team an die Leistung von Silverstone anknüpfen. Erklärte Vorgabe ist eine Zielankunft mit beiden Autos – die dritte hintereinander und die fünfte in der laufenden Saison. “Nach dem guten Resultat, das wir in Silverstone einfahren konnten, wollen wir so weitermachen und erneut eine gute Leistung zeigen”, erklärt Teamchef Colin Kolles, der auf die veränderte Fahrerbesetzung derzeit nicht näher eingeht.

Auch bei den nominierten Fahrern ist die Vorfreude groß: “Ich freue mich sehr auf das Rennen in Hockenheim, wo ich in der GP2 in 2008 auf dem Podium stand”, sagt Senna. “Ich mag diese Strecke wirklich sehr gerne. Der Kurs ist interessant mit einer Mischung aus einem weiten und schnellen neuen Sektor und einem kurvenreichen alten Teil. Das Motodrom ist extrem schwierig sauber zu fahren.”

“Als Fahrer muss man herausfinden, wie schnell man fahren kann und wie viel Platz der Strecke man benutzen kann. Hockenheim ist einer der Kurse, wo Abtrieb nicht so wichtig ist wie in Silverstone oder Barcelona. Deshalb denke ich, dass wir etwas konkurrenzfähiger mit den anderen neuen Teams sein werden und ich hoffe, dass wir wieder gute Duelle mit ihnen haben werden”, so Senna, dessen Onkel Ayrton in Hockenheim 1988, 1989 und 1990 gewonnen hat.

“Viele gute Erinnerungen an den Hockenheimring” hat auch Yamamoto. Der Japaner sagt: “Ich mag das Streckenlayout mit der Überholmöglichkeit am Ende der langen Geraden und auch das Motodrom, welches sehr anspruchsvoll ist. In diesem Sektor herrscht immer eine einzigartige Atmosphäre mit den Zuschauern auf den Tribünen und ich freue mich schon darauf, wieder nach Hockenheim zurückzukehren.”

“Ich denke, dass wir im Vergleich zu Silverstone wettbewerbsfähiger sein werden und deshalb wieder ein gutes Ergebnis einfahren können. Das vergangene Rennwochenende war sehr aufregend für mich, da ich im letzten Augenblick erfahren habe, dass ich das Rennen fahren sollte. Jetzt gibt mir das Team erneut die Chance, beim Rennen am Sonntag in Deutschland zu fahren, und ich werde mein Bestes geben um zu zeigen, dass es die richtige Entscheidung war”, so Yamamoto.

Teamchef Kolles ergänzt: “Die Strecke in Hockenheim bietet eine Mischung aus langsamen und mittelschnellen Kurven und erfordert ein hohes Maß an Abtrieb. Aufgrund dieser Kombination wird es eine große Herausforderung sein, das richtige Setup für das Auto zu finden. Der Vollgasanteil auf dem Hockenheimring beträgt rund 60 Prozent und besonders deshalb verlangt der Kurs viel ab, sowohl von der aerodynamischen Effizienz als auch vom Motor.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Timo Glock steht bei Virgin hoch im Kurs, dennoch ist nicht sicher, ob er bleiben wird – Nick Wirth mit beiden Fahrern sehr zufrieden

Auch wenn Timo Glock bewusst war, dass er mit Virgin nicht von Anfang an um WM-Punkte kämpfen würde, so verlief die Saison für den Deutschen bisher doch enttäuschend. In zehn Rennen hat er nur viermal die Zielflagge gesehen – dreimal als 18., einmal als 19. Sein bester Startplatz war Rang 16 im Regen von Sepang.

Dass er sich nach der Möglichkeit sehnt, wieder um Podestplätze zu fighten, ist nicht verwunderlich. Virgin will Glock jedoch nicht einfach ziehen lassen: “Wir haben noch ein Jahr Vertrag mit Timo”, wird Technikchef Nick Wirth von ‘Autosport’ zitiert. Gleichzeitig ist ihm aber klar, dass Verträge nicht immer eingehalten werden: “Es ist wie immer im Leben, dass letztendlich alle weitermachen wollen müssen, damit es klappt.”

Glocks vielleicht größtes Problem ist, dass er zwar im Qualifyingduell gegen Lucas di Grassi mit 9:1 führt, aber die neuen Teams liegen dermaßen weit hinter dem Rest des Feldes zurück, dass das kaum jemand wirklich wahrnimmt. Dabei gibt es an seinen Leistungen nichts auszusetzen: “Wir haben großes Glück, dass ein Fahrer mit seinem Talent, seinem Können und seiner Erfahrung in einem solchen Alter zu uns kommt”, weiß Wirth.

Nun habe es Virgin selbst in der Hand, den 28-Jährigen bei Laune zu halten: “Timo hat verstanden, dass wir ein neues Team sind, und er wollte Teil von einem Gefüge sein, das wächst und sich nach vorne entwickelt. Daher war das Silverstone-Wochenende so wichtig, denn das hat ihm hoffentlich gezeigt, was wir erreichen können”, erklärt Wirth, aus dessen Designbüro für Silverstone erstmals ein großes Update geliefert wurde.

Dieses hat sich tatsächlich ausgewirkt, aber Virgin bleibt in der Hackordnung der Formel 1 unverändert Vorletzter. Außerdem dürfte es bei Glock nicht gut angekommen sein, dass er am Freitag fast ein komplettes Training wegen eines Benzinlecks verlor. Sollten also Teams wie Renault, Sauber oder Toro Rosso anklopfen, wenn es um 2011 geht, könnte der 46-fache Grand-Prix-Teilnehmer durchaus in Versuchung geraten, aus seinem Vertrag auszusteigen. Formel1 – GP.

Eddie Jordan rät Glock jedenfalls zu einem Teamwechsel: “Von den neuen Teams bin ich enttäuscht. Das einzige Team, das ein wenig Potenzial zeigt, ist Lotus. Timo Glocks Zeit bei Virgin ist Verschwendung. Das war eindeutig eine falsche Entscheidung”, schreibt der ehemalige Teamchef in seiner Kolumne für die ‘Auto Bild motorsport’. Bekanntlich hätte Glock Ende 2009 auch bei Renault oder Sauber andocken können.

Zufrieden ist Wirth übrigens auch mit di Grassi, der derzeit noch mit einem schwereren Auto fahren muss als Glock: “Ich weiß, dass ich sehr voreingenommen bin, aber ich denke, er macht sich für einen Rookie gut, wenn man auf seine relative Performance schaut”, so der Virgin-Mitentscheider. “Der Nachteil ist, dass Lucas natürlich ein bisschen schwerer ist als Timo. Das Gewicht ist für alle neuen Teams ein Problem, daher ist das ein Nachteil.”

Quelle: formel1.de