Archive for Juli, 2010

Lewis Hamilton ist erstaunt von seiner Bilanz in den vergangenen vier Rennen – Große Hoffnungen für den Grand Prix in Hockenheim

Eigentlich wollte McLaren die britischen Fans beim Heimspiel in Silverstone mit einem Doppelsieg verwöhnen, doch dieses Vorhaben scheiterte am Speed von Red Bull. Die neuesten Updates am MP4-25 funktionierten noch nicht nach Wunsch, daher rüstete man am Freitagabend wieder zurück. Mit der alten Version lief es vor allem für Lewis Hamilton bestens. Der Champion von 2008 fuhr auf Rang zwei und sicherte die Spitze in der Gesamtwertung ab. Im Interview lobt der Brite seinen Wagen.

Frage: “Lewis, du hast in den vergangenen vier Rennen 86 Punkte von 100 möglichen Zählern geholt. Es läuft also derzeit nicht schlecht, oder?”

Lewis Hamilton: “Wow, 86 von 100? Das sind ja 86 Prozent. Solche leichten Aufgaben habe ich zu Schulzeiten geliebt (lacht). Das klingt aber natürlich wirklich gut. Ich kann diese Resultate aber nur einfahren, weil unser Auto so gut ist. Mein Wagen von 2008 war fantastisch. Auch wenn wir jetzt nicht ganz so schnell wie Red Bull sind, so empfinde ich den diesjährigen Wagen trotzdem als den besten, den ich jemals in der Formel 1 fahren durfte.”

“Man kann den Wagen einfach perfekt auf der Linie halten. Vor allem in den richtig schnellen Ecken lenkt der Wagen immer genau dorthin, wo ich ihn hin haben will. Als Fahrer gibt dir das unheimlich viel Selbstbewusstsein. Man muss sich eben keine Sorgen um das Auto machen, kann sich also ganz auf das Fahren konzentrieren. Am Sonntag in Silverstone habe ich mir die Seele aus dem Leib gefahren.”

“Mir war klar, dass unser Auto nicht ganz so schnell ist wie das von Mark. Aber ich habe alles gegeben und hatte richtig Spaß im Rennen. Und wenn man Spaß hat, dann kommen die Ergebnisse von ganz allein. Ich bin einfach zurzeit extrem glücklich. 86 von 100 möglichen Punkten – ich kann das kaum fassen!”

Frage: “Du hast gesagt, du hättest ein solches Fanspektakel vorher noch nie erlebt. War der britische Grand Prix also einzigartig?”

Hamilton: “Es war wirklich unglaublich. Wenn man abseits des Rennen nur mal in Silverstone war, dann kann man das bestimmt nicht nachvollziehen. Silverstone ist einer dieser Orte, die am Grand-Prix-Wochenende erst richtig erwachen. Die Atmosphäre ist deutlich spürbar. Ich liebe das jedes Jahr aufs Neue. In diesem Jahr fühlte es sich aber noch intensiver an als sonst.”

“Jeden Tag bin ich zur Boxenmauer gegangen und habe den Fans zugewinkt. Es war unfassbar, wie sie unser Team unterstützt haben. Hoffentlich haben all diese Fans ein fantastisches Rennwochenende erlebt. Das Wetter war perfekt, das Rennen war großartig und es gab für uns ein tolles Ergebnis. Hoffentlich können Jenson und ich im kommenden Jahr wiederkommen und einen Doppelsieg holen. Dann würden die Fans toben. Wäre das nicht großartig?”

Frage: “Es wurde viel darüber gesprochen, dass ihr nach den Tests mit dem neuen Diffusor am Freitagabend wieder zurückgerüstet habt. Wie sehr hat das die Vorbereitung auf das Rennen behindert?”

Hamilton: “Im Prinzip hat das bedeutet, dass wir im Vergleich zu den anderen Teams einen ganzen Tag eingebüßt haben. Aber verschwendet war der Tag dennoch nicht, weil wir über die neuen Teile viel gelernt haben. Wir können hoffentlich in naher Zukunft mehr Nutzen daraus ziehen.”

“Man könnte meinen, wir hätten also am Samstagmorgen bei Null beginnen müssen. Das stimmt aber nicht, weil Gary (Paffett; Anm. d. Red.) am Freitagabend noch viel im Simulator gearbeitet hat. Die haben dort in der Fabrik großartige Arbeit geleistet und unser Rennwochenende gerettet. Denn als wir am Samstagmorgen losfuhren, hatten wir aus dem Stand ein gutes Auto. Auf deren Daten konnte man sich voll verlassen.”

“Das war ein tolles Beispiel dafür, wie man mit Teamarbeit den Karren aus dem Dreck ziehen kann. Das Ergebnis war, dass wir im Rennen ein Resultat eingefahren haben, das so niemand für möglich gehalten hätte. In den nächsten Tagen müssen wir nun intensiv daran arbeiten, dass wir den neuen Diffusor möglichst schnell wieder ans Auto bekommen. Ich schätze, das wir sich beim Rennen in Deutschland positiv auswirken. Die Jungs in der Fabrik arbeiten schon hart an der Lösung. Ich bin sicher, dass es bald funktionieren wird.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Fernando Alonso zählt sich nach wie vor zu den Titelkandidaten 2010, sieht aber Probleme bei der technischen Aufholjagd

Fernando Alonso und sein Ferrari-Team waren zuletzt enorm vom Pech verfolgt. Immer wieder wurde der Spanier durch unglückliche Zwischenfälle oder Strafen zurückgeworfen, der Rückstand auf die Spitzenleute in der Gesamtwertung ist deutlich angewachsen. Doch der neue Star der Roten gibt noch lange nicht auf. Nur wenige Minuten nach Rennende in Silverstone erklärte er, dass er sich trotz der aktuell schlechten Phase durchaus noch im Titelrennen 2010 sieht.

Alonso ist von den neuen Qualitäten des überarbeiteten F10 überzeugt. Durch die Verbesserungen komme man nun wieder auf Augenhöhe mit den Spitzenteams Red Bull und McLaren, meint der Asturier. Allerdings könne die weitere Aufholjagd ein hartes Stück Arbeit werden. “Man kann ohne ausreichende Tests keine neuen Dinge erfinden. Es gibt kaum Raum für Kreativität, denn unseren Technikern sind die Hände gebunden”, klagt der zweimalige Weltmeister.

McLaren hat den F-Schacht erfunden, Red Bull den abgasangeströmten Diffusor. Die Äußerungen von Alonso sind also nur bedingt nachvollziehbar. Vielleicht ist es eine generelle Frustration, die sich beim Spanier einstellt. “Wir wollen jedes Rennen gewinnen, aber das geht nicht”, so der 28-Jährige. “In Deutschland und Ungarn will ich aber um die Pole-Position mitkämpfen. Hockenheim hat recht einfache Kurven. Ich erwarte, dass es dort recht eng zugehen wird.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kann sich einen vorzeitigen Abschied von Michael Schumacher vorstellen und würde Red Bull den WM-Titel gönnen

Das Comeback von Michael Schumacher schlug speziell vor dem Saisonbeginn große Wellen, doch diese sind mittlerweile deutlich schwächer geworden. Der siebenmalige Weltmeister konnte im W01 aus dem Hause Mercedes bislang noch nicht an die Ergebnisse seiner ersten Karriere anknüpfen und steht immer mehr in der Kritik. Mittlerweile kommen erste Zweifel am Dreijahresplan von “Schumi” auf.

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart rechnet nicht damit, Schumacher 2011 wieder in der Formel 1 zu sehen – und auch Bernie Ecclestone ist nicht sicher, wie es um die Zukunft des Deutschen bestellt ist: “Ich zweifle daran, dass Schumacher bleiben will, wenn er weiterhin keine Leistung bringt”, wird der britische Rennchef nach dem Silverstone-Rennen von ‘City AM’ zitiert.

Schumacher wirke fit, sei augenscheinlich motiviert und talentiert sowieso, wie Ecclestone hinzufügt. “Er hat aber kein Auto, das seinen Fähigkeiten gerecht wird”, sagt der 79-Jährige. Anders Sebastian Vettel und Mark Webber: Nach der Ansicht von Ecclestone hat das Red-Bull-Duo in diesem Jahr die bislang größte Chance auf den Titelgewinn und hätte – so Ecclestone – auch den Gesamtsieg verdient.

Man dürfe nicht vergessen: “Red Bull hat seinerzeit einen Rennstall übernommen, der nicht gut war. Es ist ja nicht so, dass sie Ferrari gekauft hätten”, meint Ecclestone im Hinblick auf das ehemalige Jaguar-Team. Überrascht zeigt sich der Brite indes von Webber. “Hätte man mir in Bezug auf ihn vor Saisonbeginn eine solche Leistung in Aussicht gestellt, ich hätte es wahrscheinlich nicht geglaubt.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Formel-1-Routinier Rubens Barrichello fühlt sich wohl bei Williams und möchte dem britischen Team in der kommenden Saison zu Siegen verhelfen

Erst ganz allmählich kommt das Gespann um Rubens Barrichello und Williams in Fahrt, doch dafür gleich umso besser: Sowohl in Valencia als auch in Silverstone konnte der 38-Jährige zahlreiche WM-Punkte einfahren und damit die Fortschritte unterstreichen, die sein Rennstall in den vergangenen Wochen gemacht hat. Diese stimmen Barrichello zuversichtlich, bald wieder um Siege kämpfen zu können.

Mit Williams wohlgemerkt, denn Wechselgelüste hegt der brasilianische Rennfahrer nicht: “Ich habe noch keinen Vertrag unterschrieben, spreche aber nicht mit anderen Teams”, sagt Barrichello am Rande des Silverstone-Rennens. “Williams zu verlassen, wäre genau das Falsche, denn sie arbeiten bereits am Programm für das neue Rennjahr. Es wäre eine Verschwendung, nicht hier zu fahren.”

“Was die reine Geschwindigkeit angeht, fahre ich besser denn je”, findet Barrichello. “Ich glaube, meine positive Einstellung macht den Unterschied aus. Die Leute fragen mich oft, wie ich so gut gelaunt sein kann, obwohl ich nicht gewinne. Es ist die Herausforderung. Ich möchte dieses Team in diesem Jahr auf das Podium zurückführen – und nächstes Jahr will ich dann Rennen gewinnen.”

Langsam aber sicher stelle sich auch die dafür nötige Arbeitsweise ein, wie Barrichello nach seinem zehnten Rennen für Williams herausstellt. Der Brasilianer macht dafür nicht zuletzt seinen Input verantwortlich: “Ich wollte technisch nie besser sein als andere, aber ich bin es. Die Ingenieure können mit meinen Aussagen etwas anfangen, da herrscht Harmonie”, erläutert der 38-Jährige.

“Einmal hat mich ein Ingenieur gefragt, wie ich das wissen kann. Was soll ich sagen? Ich bin einfach verdammt gut! Das war eine ehrliche Antwort”, meint Barrichello und fügt hinzu: “Sam Michael gibt auch alles und die Ingenieure bemühen sich, mir das zu geben, was ich mir vom Auto wünsche. Das ist alles sehr stimmig.” Auch die Entwicklung bei Williams verlaufe durchaus in den richtigen Bahnen.

“Ich sage ihnen oft: ‘Passt auf, was ihr da bringt, denn dieses Teil bringt 0,03 Sekunden. Wenn aber der Wind aus einer anderen Richtung kommt, bringt es gar nichts.’ Da müssen sie sich mehr auf meinen Input verlassen – und das machen sie derzeit ganz hervorragend”, gibt Barrichello zu Protokoll. “Das Team hört mir mehr zu als am Anfang. Daher machen wir auch größere Fortschritte.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali ist sicher, dass sein Team bald wieder in die Erfolgsspur zurückfindet: “Wir dürfen nicht emotional reagieren”

Nach einem Debakel in Valencia war Ferrari auch in Silverstone nicht vom Glück verfolgt. Felipe Massa wurde durch einen Schaden zurückgeworfen, Fernando Alonso stand erneut im Zentrum einer strittigen Debatte. Der Spanier hatte sich außerhalb der Rennstrecke an Robert Kubica vorbei gepresst und dafür später eine Durchfahrtsstrafe erhalten. “Fernando hat Robert angegriffen, weil er viel schneller war. Er ging dabei natürlich recht aggressiv zur Sache”, sagt Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali.

“Wir haben die Sache dann mit der Rennleitung diskutiert. Als sich die Herren dann dazu entschlossen, dass Fernando seine Position zurückgeben soll, lag Robert bereits deutlich zurück”, so der Italiener. Das Problem in jener Situation: Kubica hatte einen Schaden am Antrieb und rollte nur noch langsam. “Wenn man wirklich einen großen Vorteil durch das Abkürzen hat, dann lässt man sich sofort wieder zurückfallen. Wir waren aber der Ansicht, dass es in diesem Fall nicht so war. Deswegen hat er den Platz gehalten.”

“Ich wünsche mir einfach, dass man seitens der Rennleitung etwas schneller Hinweise gibt”, sagt Domenicali, der keinerlei Parallelen zur heiß diskutierten Strafe von Lewis Hamilton in Spa-Francorchamps 2008 sieht. “Natürlich ist die Strafe hart. Aber manchmal läuft es eben auch mal gegen dich. Wir müssen jetzt cool bleiben. Wir müssen uns an den Fakten orientieren. Und die zeigen, dass unser Auto einen deutlich Schritt nach vorne gemacht hat.”

Domenicali bleibt in unruhigen Zeiten vergleichsweise locker. “Nach so viel schlechten Momenten wird auch mal wieder Glück kommen. Vielleicht kommen wir dann mal an allen anderen vorbei”, so der Teamchef der Roten. Klar ist: Alonso wäre niemals in die Situation gegen Kubica gekommen, wenn der Spanier einen besseren Start hinbekommen hätte. Sportwetten, ganz einfach mit bwin.com. Nur dadurch lag er zurück und musste sich konsequent wieder nach vorne kämpfen.

“Die Starts müssen wir uns nochmal genau anschauen, ohne Zweifel”, so Domenicali. “Wenn man es sich anschaut, dann erkennt man, dass viele Leute auf der schlechteren Linie bessere Starts hatten. Wir müssen schauen, warum das so war und was wir in Zukunft ändern können. Bisher hatten wir immer gute Starts. Wir müssen das jetzt erst einmal verstehen.”

“Wir müssen an uns glauben, an unsere Fahrer, an die Leute in der Fabrik in Maranello. Es werden bessere Zeiten kommen”, gibt sich Domenicali zuversichtlich. “Bisher haben wir nicht die Punkte geholt, die wir verdient gehabt hätten. Das ist schade, wir sind deswegen auch enttäuscht. Die positive Seite ist die, dass man deutlich sehen kann, dass unser Auto im Bereich Performance erheblich besser geworden ist. Das ist das schöne Zeichen, das wir von diesem Wochenende wahrnehmen. Wir sind gut dabei.”

“Es gab eben nur üble Umstände. Wir müssen nun weiterhin stark auftreten. Außerdem dürfen wir trotz des Drucks nicht zu emotional agieren. Wenn wir locker bleiben, dann werden wir noch die Ergebnisse holen, die wir eigentlich verdient haben”, meint der Italiener, der den Titel noch für möglich hält. “Man muss sich mal an 2007 erinnern. Damals lagen wir auch lange Zeit teilweise erheblich zurück. Es ist noch lange nicht vorbei. Wir müssen positiv in die Zukunft schauen.”

Im Gegensatz zu McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ist Domenicali nicht der Hoffnung, dass Ferrari durch die Streitereien im Red-Bull-Team profitieren könnte. “Ich denke, wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren, damit wir für uns das Maximum herausholen können. Ich will mich lieber nicht zur Situation in anderen Teams äußern. Das ist nicht meine Aufgabe. Ich bin dafür angestellt, damit die Situation bei Ferrari in Zukunft besser sein wird als sie heute war.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Weil er Nico Hülkenberg während der Qualifikation zum Großen Preis von Großbritannien behindert hat, wird Vitantonio Liuzzi in der Startaufstellung strafversetzt

Für Vitantonio Liuzzi geht es nach dem Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien um fünf Startplätze nach hinten. Die Rennleitung rund um Ex-Formel-1-Weltmeister Nigel Mansell entschied sich dazu, den Italiener strafzuversetzen.

Der Force-India-Pilot war aus der Boxengasse gekommen und bekam die blauen Flaggen gezeigt, als Nico Hülkenberg gerade um die erste Kurve gefahren kam. Doch Liuzzi ging dem Deutschen nicht aus dem Weg und zerstörte ihm die Runde.

Für Liuzzi bleibt dies nicht die einzige Strafe. Im 3. Freien Training am Samstagvormittag wurde er in der Boxengasse mit 64,5 km/h “geblitzt”. Für dieses Vergehen muss er 1.000 Euro an die Rennleitung zahlen.

Auch Vitaly Petrov verstieß um 10:34 Uhr gegen Artikel 30.12 des Sportlichen Reglements der Formel 1. Der Russe war in seinem Renault um 1,2 km/h zu schnell, was mit 800 Euro zu Buche schlägt. Schon 18 Minuten zuvor war er um 2,2 km/h zu schnell gewesen, sodass er insgesamt 1.400 Euro an die Rennleitung überweisen muss.

Nach dem Qualifying wurde zudem gegen Toro Rosso eine Geldstrafe ausgesprochen, da man Jaime Alguersuari nach dem Boxenstopp losfahren ließ, obwohl sich ein anderes Fahrzeug in der Fahrspur befand. Formel-1-Rückkehrer Sakon Yamamoto stand im Qualifying Felipe Massa im Weg, erhielt von der Rennleitung jedoch lediglich eine Verwarnung.

Quelle: formel1.de

Sebastian Vettel und Lewis Hamilton meisterten den “Schnupperkurs” auf dem neuen Streckenabschnitt in Silverstone zunächst am besten

Von ihrer allerbesten Seite präsentierte sich heute Morgen die auf 5,901 Kilometer umgebaute Strecke in Silverstone, denn während des ersten Freien Trainings herrschte kein britisches Regenwetter, sondern strahlender Sonnenschein mit bis zu 24 Grad Luft- und bis zu 35 Grad Asphalttemperatur. So soll es auch das ganze Wochenende bleiben.

Zu Beginn dauerte es gut 24 Minuten, bis Jenson Button (McLaren) in 1:37.994 Minuten die erste Zeit setzte, später herrschte dann aber doch jede Menge Fahrbetrieb, schließlich müssen sich Fahrer und Teams erst auf den neuen Arena-Komplex einstellen, der den dritten Sektor zu einer echten Herausforderung macht. Schnellster war am Ende nach 90 Minuten und 22 absolvierten Runden Sebastian Vettel (Red Bull) vor Lewis Hamilton (McLaren).

Tückische Bodenwelle

Vettel holte besonders im Mittelsektor eine Menge Zeit raus und fuhr dort als einziger Pilot unter 30 Sekunden. Unterm Strich ergab das eine Bestzeit von 1:32.280 Minuten, 0,334 Sekunden vor Hamilton, der in der neuen Abbey-Rechtskurve gleich dreimal neben der Strecke war. Die Stelle entpuppte sich wegen einer Bodenwelle mitten in der Kurve ohnehin als tückisch und warf im Verlauf der Session mehrere Fahrer ab, ohne dass es jedoch einen Unfall gab.

Überhaupt hatten Hamilton und Co. mit dem neuen Streckenabschnitt zu kämpfen, der zu Beginn noch extrem staubig und rutschig war und mit seinen Bodenwellen für Irritationen sorgte. Auch Adrian Sutil (Force India/5./+0,688) und Michael Schumacher (Mercedes/9./+1,675) wurden im Arena-Komplex je einmal überrascht. Noch zwischen den beiden reihten sich Nico Rosberg (Mercedes/6./+1,038) und Nico Hülkenberg (Williams/7./+1,097) ein.

Erste Verfolger der Topfavoriten Vettel und Hamilton waren Robert Kubica (Renault/+0,445) und Mark Webber (Red Bull/+0,467), die mit 21 beziehungsweise 23 Runden auch sehr fleißig trainierten. Am öftesten fuhr aber Senna-Nachfolger Sakon Yamamoto (HRT/+7,393) über die Ziellinie, der trotz 27 absolvierter Runden Letzter wurde, somit auch das Asia-Duell gegen Lotus-Freitagsmann Fairuz Fauzy (+7,230) verlor.

Probleme bei den Nachzüglern

Fauzy rollte kurz vor Ende der Session im letzten Sektor aus und verhinderte durch die gelben Flaggen den letzten Angriff Hamiltons auf die Bestzeit. Bereits zuvor war Lucas di Grassi (Virgin/21./+5,238) einmal langsam an die Box zurückgekommen – und di Grassis Teamkollege Timo Glock schaffte gerade mal elf Runden auf der umgebauten Traditionsstrecke, wurde letztendlich mit 5,050 Sekunden Rückstand 20.

Die vielleicht größte Enttäuschung des Vormittags war Ferrari, denn die Italiener hatten gehofft, dass das Valencia-Update in Silverstone erstmals voll anschlagen würde, aber Fernando Alonso (13.) und Felipe Massa (17.) landeten weit außerhalb der Top 10 und hatten über zwei Sekunden Rückstand auf die Spitze – das ist selbst bei unterschiedlichen Benzinmengen zu viel. Auch das abwechselnde Testen mit und ohne F-Schacht brachte keinen Durchbruch.

Button noch nicht auf Topniveau

Lokalmatador Button war im ersten und zweiten Sektor halbwegs dabei, büßte aber im neuen Abschnitt sechs Zehntelsekunden auf Vettel ein und landete damit lediglich auf Rang acht, 1,239 Sekunden hinter der Bestzeit. Stark dafür Williams mit den neuen Teilen: Hülkenberg fuhr wie berichtet locker in die Top 10, Rubens Barrichello wurde genau Zehnter, knapp vor dem Schweizer Sébastien Buemi (Toro Rosso).

Die Teams müssen sich nun Gedanken machen, wie sie den neuen Streckenabschnitt und besonders die Bodenwelle bei Abbey am besten meistern können, um dann im zweiten Freien Training mit etwaigen Änderungen zu testen. Daher ist auch das Kräfteverhältnis noch nicht wirklich aussagekräftig. Erst am Ende des Freitags sollte sich ein etwas klareres Bild darstellen, ob irgendjemand Red Bull angreifen kann…

Quelle: formel1.de

Kimi Räikkönen soll auf der Wunschliste von Renault stehen – Robert Kubica bleibt gelassen: “Er ist ein toller, talentierter Fahrer”

Renault will innerhalb der kommenden zwei Jahre wieder zum Titelaspiranten werden. Dieses ehrgeizige Ziel gaben die Verantwortlichen um Zuge der Vertragsverlängerung von Robert Kubica bekannt. Allein die Bindung des schnellen Polen für zwei weitere Jahre ist ein klares Signal. Die Franzosen wollen angreifen. Möglicherweise muss Vitaly Petrov nach seiner Rookiesaison dafür einem alten Bekannten der Formel-1-Szene weichen.

Kimi Räikkönen wird als möglicher neuer Teampartner von Kubica gehandelt. Der Finne könnte eine realistische Option sein, wenn Renault tatsächlich den lukrativen Deal mit Sponsor Mastercard sicherstellen kann. Der Ex-Weltmeister fühlt sich zwar im Rallyesport wohl, schließt ein Comeback aber nicht kategorisch aus. Nach eigenen Angaben hat er Angebote aus der WRC und der Formel 1. Renault wäre für den Fall einer Rückkehr sicherlich die beste Option, weil die Plätze in den Topteams allesamt besetzt sind.

“Ich habe nie Probleme mit Teamkollegen”, zeigt sich Kubica angesichts des möglichen neuen Renault-Fahrers gelassen. “Wenn Kimi zu uns käme wäre das doch super. Er ist ein toller, talentierter Fahrer. Zusammen mit ihm hätten wir eine gute Fahrerpaarung. Aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringt und er mein Teamkollege sein wird. Dafür ist es jetzt noch zu früh.”

“Es ist heutzutage natürlich sehr wichtig, zwei starke Fahrer im Team zu haben”, erklärt der Pole. “Man kann sich gegenseitig und auch dem Team helfen. Ohne Testfahrten bleibt nicht viel Zeit, es wird also einfacher, wenn man jemanden hat, auf dessen Einschätzungen man sich verlassen kann. Ich finde, es gibt überhaupt keine Nachteile, wenn man zwei starke Piloten in einem Team hat.” Kubica gilt derzeit als klare Nummer eins bei Renault. Angeblich hat er sich den Status sogar vertraglich zusichern lassen.

Er habe sich bei seiner Vertragsverlängerung um zwei Jahre von seinem guten Gefühl leiten lassen, erklärt der Krakauer: “Ich habe mich nicht für Renault entschieden, weil dann vielleicht im dritten Jahr ein toller Platz in einem anderen Team frei wird. An so etwas denke ich überhaupt nicht. Ich habe mich so entschieden, weil ich sicher bin, dass wir in Zukunft sehr konkurrerzfähig sein werden. Ich freue mich auf den weiteren Weg mit Renault.”

“Wie alle Piloten will ich gern ein Siegerfahrzeug, aber das kann einem niemand garantieren”, sagt Kubica. “Alle lauern doch darauf, irgendwann man ein Jahr zu erwischen, wo man mit einem tollen Auto zum Titel fahren kann. Sicher ist das nirgendwo, aber wir bei Renault werden es versuchen. Die Motivation ist riesengroß. Vielleicht können wir nach viel Arbeit eines Tages tatsächlich um die Krone kämpfen. Vor drei Jahren hat auch niemand bei Red Bull von einem Topteam gesprochen.”

Vor knapp einem Jahr habe man ihm vorgeworfen mit dem Schritt zu Renault die falsche Entscheidung getroffen zu haben. “Aber ich lag richtig”, schmunzelt der Pole. Die Hackordnung könne schon in einem Jahr auf den Kopf gestellt sein. “Das geht ganz schnell, das haben wir bei anderen Teams schon gesehen. Ich habe das Gefühl, dass wir weiter vorankommen werden. Natürlich gibt mir dafür niemand eine Garantie. Ich weiß nicht einmal, wie unser Auto in den nächsten zwei oder drei Rennen abschneidet. Wie soll ich wissen, was im kommenden Jahr sein wird?”

Kubica wurde ein möglicher Wechsel zu Ferrari nachgesagt. Dort hätte er an der Seite seines Kumpels Fernando Alonso fahren sollen. Aber der Deal kam nicht zustande, weil die Roten den Vertrag mit Felipe Massa vorzeitig verlängerten. “Enttäuscht war ich nicht. Es gab überhaupt keine Gespräche. Wir haben nie gemeinsam an einem Tisch gesessen, also kann ich auch nicht enttäuscht sein”, sagt Kubica mit Blick auf die mögliche Ferrari-Chance. Ob Mercedes ein Angebot unterbreitete? “Ich weiß nicht”, so der Renault-Pilot grinsend.

Quelle: formel1.de

Mit Jean-Eric Vergne ist der nächste hoffnungsvolle Red-Bull-Youngster im Anmarsch: Die Abu-Dhabi-Tests als großes Ziel

Der 20-jährige Jean-Eric Vergne mischt derzeit die Britische Formel 3 auf. Der Red-Bull-Junior führt das Klassement nach mehreren guten Resultaten im Auto von Carlin deutlich an und blickt schon jetzt voraus auf den kommenden November. Vergne möchte in die Fußstapfen von Red-Bull-Testpilot Daniel Ricciardo treten. Der Australier, der 2009 die Britische Formel 3 für sich entschied, durfte als Lohn an den Young-Driver-Days teilnehmen.

Auch der junge Franzose hofft auf einen solchen Schritt. “Das ist ganz klar das Ziel”, so Vergne gegenüber der Zeitung ‘Auto Hebdo’. Im November werden die Young-Driver-Days in Abu Dhabi stattfinden. “Wenn ich meine Meisterschaft gewinne, dann werde ich Ende des Jahres diesen Test bestreiten. Ich weiß nur noch nicht, ob es dann mit Red Bull oder mit Toro Rosso sein wird.”

“Ich will nicht nur Daniel Ricciardo nacheifern, sondern ich will die Meisterschaft gewinnen, weil ich an ihr teilnehme”, erklärt Vergne. “Normalerweise lässt red Bull die besten Nuchwuchsfahrer im Formel-1-Auto testen. Wenn ich also meine Saison mit dem Titel kröne, dann dürfte ich auf der Liste weit oben stehen.” Der Red-Bull-Junior durfte bereits am vergangenen Wochenende Formel-1-Luft schnuppern. Beim Festival of Speed in Goodwood pilotierte er einen Red Bull.

Quelle: formel1.de

Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer im Interview: Über seine zwei Titelkandidaten, die künstliche Show in der Formel 1 und den Einsatz im Scirocco R-Cup

Nach seinem furchtbaren Unfall bei der Hessen-Rallye 1986 steigt Marc Surer nur sehr selten in Rennfahrzeuge. Am vergangenen Wochenende war es mal wieder soweit. Der ‘Sky’-Co-Kommentator nahm als eine von insgesamt fünf Rennlegenden am Volkswagen Scirocco R-Cup auf dem Norisring teil und überzeugte dort mit konsequenten Überholmanövern. Im Anschluss an sein Rennen stellte sich Surer den Fragen von ‘Motorsport-Total.com’.

Frage: “Marc, seit Saisonbeginn sind ehemalige Toppiloten als Rennkommissare im Einsatz. Findest du die Idee gut?”
Marc Surer: “Ja, absolut. Das ist die beste Idee, die Jean Todt jemals hatte. Im Winter haben sie mich auch angefragt, aber bei mir geht das wegen des Fernsehjobs nicht. Außerdem zahlen sie nichts (lacht). Die Idee ist grandios. Es gibt deswegen weniger Strafen. In den vergangenen Jahren ist das regelrecht ausgeartet. Man wurde für jede Kleinigkeit bestraft. Die Fahrer wissen, dass gewisse Dinge ohne Absicht passieren können. Es gibt so viele kleine Zufälle. Falls etwas wiederholt passiert, dann sollte man einen Fahrer bestrafen.”

Wird Überholen in der Formel 1 zu einfach?

Frage: “War es früher einfach so, dass die Rennstewards zu wenig Ahnung hatten?”
Surer: “Die sind zu weit weg. Die sind vielleicht vor 50 Jahren mal in einem Tourenwagen gefahren, aber sie können nicht begreifen, was es bedeutet, mit einem heutigen Fahrzeug zu fahren. Allein schon wegen der unglaublich vielen Verstellmöglichkeiten und Knöpfen am Lenkrad können mal Fehler passieren. Außerdem: Wir klagen alle über wenige Überholmanöver. Wenn es aber ein Fahrer versucht und es geht schief, dann wird er gleich bestraft. Das kann doch nicht sein! Er sollte eher belohnt werden.”

Frage: “Abgesehen von Bahrain waren alle Rennen des bisherigen Jahres sehr spannend. Muss man wirklich noch etwas für die Show machen?”
Surer: “Ich habe gerade jetzt im Scirocco R-Cup meine Erfahrungen mit dem Boost-Button gemacht. Das ist ein lustiges Feature, aber es bringt nicht so viel, weil es alle nutzen können. Im kommenden Jahr haben wir wieder KERS, außerdem kannst du den Flügel flach stellen. Was will man denn noch? Überholen wird nur noch auf der Geraden stattfinden. Es wird das Ausbremsen auf den letzten Drücker nicht mehr geben.”

“Ich vergleiche das immer mit Handball und Fußball. Was ist spannender: Handball, wo es viele Tore gibt, oder Fußball, wo es wenige Tore gibt? Beim Handball ist ein Tor normal, da jubelt kaum jemand und es geht gleich weiter. Im Fußball ist es aber eine riesige Sache. Ein Überholmanöver in der Formel 1 war schon immer etwas Spezielles. Sogar in unserer Turbozeit, als wir den Ladedruck hochdrehen konnten, konnte der andere auch hochdrehen. Ich finde, man übertreibt es mit diesen Spielereien.”

Vettel und Hamilton als Titelfavoriten Formel1-Wetten für die Saison 2010.

Frage: “Wen siehst du in diesem Jahr als Titelfavoriten?”
Surer: “Ich muss gleich zwei Fahrer nennen. Mein Favorit ist Sebastian Vettel, mein Gefühl sagt mir aber, dass es ihm Lewis Hamilton sehr schwer machen wird. Vettel ist für mich ein logischer Kandidat. Er war im vergangenen Jahr Vizemeister und hätte es mit weniger Pech auch da schon schaffen können. Er ist intelligent genug, um das packen zu können.”

“Hamilton hat uns immer wieder begeistert mit seiner angriffigen Fahrweise. Er ist der ‘Überholkönig’ in der Formel 1. Man traut es ihm einfach zu, dass wenn er die Chance bekommt, er es auch tatsächlich gewinnt.”

Frage: “Wo reihst du Michael Schumacher in der Hierarchie der deutschen Fahrer ein?”
Surer: “(überlegt lange) Eigentlich auf Platz drei: Vettel, Rosberg, Schumacher.”

Frage: “Es gibt anhaltende Gerüchte um einen möglichen Verkauf von Sauber. ART-Teilhaber Nicolas Todt und auch Gerhard Berger sollen in Hinwil gewesen sein…”
Surer: “Ich kennen Peter Sauber gut und er sagt mir, dass es für ihn nicht zur Debatte steht. Da wäre für ihn die allerletzte Lösung, wenn wirklich gar nichts mehr vorwärts geht. Er zieht das im Moment überhaupt nicht in Betracht. Das nehme ich ihm natürlich so ab. Ich meine aber, dass er es tun sollte, wenn er das Team sinnvoll abgeben kann. Warum soll er sich quälen und eigenes Geld investieren, wenn es jemanden gibt, der seriös ist.”

Frage: “Könntest du dir persönlich vorstellen, in einem Team eine Managementposition einzunehmen?”
Surer: “Ich mache meinen Fernsehjob schon viele Jahre und habe meine Erfahrungen mit BMW gemacht. Ich finde, dass solch ein Job viel zu anstrengend ist. Wenn du so etwas machst, dann hast du keinen Acht-Stunden-Job, es sind auch nicht zwölf Stunden, sondern es ist ein 24-Stunden-Job. Du hast die ganze Zeit dein Handy an, bist immer parat. Ich habe gelernt, das Leben zu genießen. Nach meinem Rallyeunfall habe ich ein geschenktes Leben. Und das möchte ich genießen.”

Biogas-Motor als gute Antriebsvariante

Frage: “Du bist am Norisring im Scirocco R-Cup gefahren. Seit wie vielen Jahren war das dein erster Rennstart?”
Surer: “Ich bin einmal zwischendurch in der MINI Challenge mitgefahren, aber das liegt auch schon mindestens drei Jahre zurück. Es ist gut, so etwas ab und zu zu machen. Dann weiß man auch, warum man aufgehört hat. Es trifft dich der Frust, wenn du im Training nicht so schnell bist wie du gedacht hast. Es ist aber schön, zwischendurch mal wieder Rennfahrer zu sein. Ich rede alle zwei Wochen über andere Fahrer. Das mal wieder von der anderen Seite zu erleben ist toll. Es ist alles wie früher: Frust und Ärger, wenn du die Kurve nicht sauber erwischt hast.”

Frage: “Wie lief es denn für dich?”
Surer: “Es gab ein Auf und Ab. Ich war im Freien Training gut, aber habe dann zur Qualifikation alles falsch gemacht. Ich war nur auf Platz 14. Im Rennen konnte ich dann aber fünf Gegner überholen. Ich war zufrieden, denn in einem solchen Cup nach vorne zu kommen ist sehr schwierig. Alle Autos sind gleich, alle Fahrer haben die gleichen Push-to-Pass-Möglichkeiten. Wenn man dann fünf Plätze gutmacht, dann kann man sehr zufrieden sein.”

Frage: “Welchen Eindruck hast du vom Push-to-Pass?”
Surer: “Man kann es taktisch einsetzen, es ist eine zusätzliche Aufgabe. In der Qualifikation habe ich genau das falsch gemacht. Als ich eine freie Runde hatte, hatte ich keinen Boost mehr übrig. Vorher war ich immer auf den Verkehr aufgelaufen. Das System richtig zu nutzen, ist eine zusätzliche neue Aufgabe.”

Frage: “Wie findest du das Konzept, dass Legenden gegen junge Nachwuchsfahrer antreten?”
Surer: “Ich finde es vor allem deshalb gut, weil immer mehrere Legenden dabei sind. Auch wenn ich jetzt im Rennen gegen viele jüngere Leute gefahren bin, so misst du dich an den anderen alten Hasen. Wenn du als einzelner Gaststarter – wie zum Beispiel in der MINI Challenge – mitfährst, dann wirst du meist geschlagen, weil die anderen Piloten das ganze Jahr fahren. Das hast du keine große Chance. Bei uns gab es eine passende Messlatte: Was machen die anderen Vier? An denen misst du dich. Wir waren schön im Feld verteilt, daher war es eine gute Sache.”

Frage: “Im Volkswagen Scirocco R-Cup wird mit Biogas gefahren. Merkt man als Fahrer einen Unterschied?”
Surer: “Überhaupt nicht. Er springt etwas langsamer an, aber das ist auch schon alles. Wenn du fährst, dann merkst du gar nichts. Ich finde das Konzept wirklich gut. Es gibt einem ein gutes Gefühl, wenn man Motorsport betreiben kann und dabei die Umwelt deutlich weniger belastet. Wenn es eine solche Möglichkeit gibt, dann sollte man sie auch im Motorsport nutzen.”

Quelle: formel1.de