Archive for Oktober, 2011

Die Formel-1-Rückkehr von Gerhard Berger ist derzeit, genauso wie eine Fahrt mit einem aktuellen Formel-1-Auto, recht unwahrscheinlich

Immer wieder wird über eine mögliche Rückkehr von Gerhard Berger in die Formel 1 spekuliert. Genährt werden diese Gerüchte durch die Präsenz des Österreichers. Es scheint, als ob er wieder mehr Gefallen an der Formel 1 gefunden habe und oft vor Ort ist. “Ich habe keine Ahnung, ob ich noch einmal Lust habe”, schildert er dem ‘Sportmagazin’. “Im Moment reizt mich weniger das Tamtam der Formel 1 als vielmehr wieder das Ursprüngliche, das Echte, Rennsport ganz an der Basis. Das taugt mir.”

“Das Schönste für mich ist dieser Geruch der Piste. Wenn ich im Enzingerhof in Zeltweg auf der Terrasse sitze, ein Würstel esse und man von der Strecke die Motoren heulen hört – das ist meine Welt”. schwärmt der Tiroler. “Gerade hier am alten Österreichring, wo alles begonnen hat, wo ich unvergessliche Tage hatte.”

“Ich liebe die Stimmung dort. Fahren mag ich aber nur mehr Motorrad oder Tourenwagen. Das aber richtig gern und mit einem gewissen Ehrgeiz.” Vor seiner Tätigkeit außerhalb des Cockpits fuhr Berger zwischen 1984 und 1997 in der Formel 1 und gewann zehn Rennen.

Das Gefühl, einen aktuellen Formel-1-Boliden zu fahren, vermisst der 52-Jähirge offensichtlich nicht. Durch die gute Verbindung zu Dietrich Mateschitz wäre eine Ausfahrt mit einem modernen Red Bull sicher möglich. “Der Reiz so eines Autos ist nur dann da, wenn du in den Grenzbereich vordringen kannst”, erläutert er. “Außer den Profis von heute macht sich jeder lächerlich, wenn er so einen RB7 fährt.”

Quelle: www.formel1.de

Formel-1-Anzüge im Check: Wie oft die Fahrer sie wechseln, welchen Tests sie widerstehen müssen, warum sie heute schicker aussehen und wie viel sie wert sind

Einst fuhren die Piloten mit Lederhaube und Fliegerbrille ins Ungewisse. Am Körper trugen sie nicht viel mehr als einen ölverschmierten Baumwoll-Overall. Der Tod war ein ständiger Begleiter, denn damals brannten die Autos noch gerne. Heute – 50 Jahre später – haben sich nicht nur die Boliden verändert, die damals noch an filigrane Zigarren auf vier Rädern erinnerten, sondern auch das Outfit der Piloten.

Sie sind längst feuerfest, aber das ist noch lange nicht alles, wie Jeremy Appleton verrät. Der Brite ist Kommunikationschef der Firma Alpinestars, die unter anderem das Force-India-Team mit Rennanzügen ausrüstet. “Feuerfeste Anzüge gibt es schon seit langer Zeit, seit Beginn der 1970er-Jahre”, weiß er.
Abergläubische Fahrer wechseln seltener

Die damaligen Anzüge hatten aber mit den heutigen wenig gemein. “Das Material hat sich deutlich verbessert – in den Stoff ist sehr viel Forschung und Entwicklung eingeflossen.” Alpinestars beschäftigt in Italien rund 120 Leute, die sich im Entwicklungszentrum nur mit einer Frage beschäftigen: Wie kreiere ich den perfekten Rennanzug?

Jeder Fahrer erhält pro Saison ungefähr 20 Anzüge. Normalerweise verwendet der Fahrer bei jeder Session einen frischen Anzug. “Manche fühlen sich aber in einem speziellen Anzug wohl, oder sie glauben, dass er ihnen Glück bringt – und dann tragen sie ihn länger”, gibt der Brite interessante Einblicke.

Doch nicht nur die Fahrer, sondern auch die Mechaniker müssen seit Einführung der Tankstopps 1994 feuerfeste Anzüge tragen. “Jeder bekommt seinen individuellen Anzug”, stellt Appleton klar. “Die Anzüge der Mechaniker werden immer wieder überarbeitet – sie haben Gürtel mit Funk und Taschen für all die Dinge, die sie tragen müssen.”
Worauf es ankommt

Doch worauf kommt es bei einem Rennanzug überhaupt an? “Auf die Performance des Anzugs”, zögert er nicht lange – und geht ins Detail. “Wie leicht ist er? Das ist aus Sicht des Teams das wichtigste. Für die Fahrer ist wichtig, wie gut er passt, wie angenehm er sich im Auto trägt und wie atmungsaktiv er ist. Der Körper des Fahrers muss sich unter diesen Bedingungen so angenehm wie möglich anfühlen. Außerdem müssen wir die FIA zufriedenstellen – da geht es um den Schutz vor Feuer und Hitze.”

Beim Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring machte der Automobil-Weltverband tatsächlich ernst: Die Fahrer wurden genau überprüft, ob sie auch wirklich die Wäsche tragen, die vom Reglement vorgeschrieben ist – als die Piloten einmal die Ärmel ihrer Unterwäsche einfach abschnitten, um die Hitze in Sepang besser zu ertragen, rümpften die FIA-Vertreter die Nase. Man erstellte eine Liste von Parametern, denen ein Rennanzug entsprechen muss. “Wir testen die Anzüge genauestens, um all diesen Kriterien zu entsprechen”, sagt Appleton.
Nomex als Zauberwort

Die Anzüge bestehen aus der Aramidfaser Nomex. “Das ist eine Art feuerfeste Baumwolle”, erklärt der Alpinestars-Kommunikationschef. “Das funktioniert extrem gut.” Jeder Rennanzug besteht aus drei individuellen Schichten, die einem Feuertest bestehen müssen. “Das ist ein sehr harter Test”, gibt er Einblicke in die Prüfmethoden. “Dort wird der Stoff mindestens zehn Sekunden lang mit Feuer in Berührung gebracht – er darf nicht brennen und auch keine Löcher aufweisen, nichts darf schmelzen oder sich ablösen. Wenn man ein normales T-Shirt diesem Test unterziehen würde, dann würde es sich auflösen.”

Der Rennanzug muss dabei Temperaturen von an die 1.000 Grad Celsius standhalten – das ist heißer als brennendes Benzin. “Das müssen wir tun, um den Ansprüchen der FIA nachzukommen”, erklärt der Brite den Grund für diese Methode. Doch der Overall muss nicht nur extremer Hitze gewachsen sein, sondern gleichzeitig gewährleisten, dass Rennfahrer bei Hitzerennen nicht dehydrieren – er muss also atmungsaktiv sein. Es ist keine einfache Aufgabe, diese zwei Gegensätze zu verbinden, denn in Malaysia kann es schon vorkommen, dass die Temperaturen im Cockpit die 60 Grad erreichen.
Jedes Gramm zählt

Bei enormer Hitze, wenn der Fahrer an seine körperlichen Grenzen gebracht wird, spielt zudem jedes Gramm eine Rolle. “In den vergangenen sechs, sieben Jahren sind die Anzüge um fast 500 Gramm leichter geworden”, erzählt Appeton stolz. “Das klingt nicht nach sehr viel, aber das Gesamtgewicht der Formel-1-Rennanzüge beträgt ungefähr 750 bis 800 Gramm. Wir haben das Gewicht also um fast ein Drittel reduziert – in nicht allzu langer Zeit.”

Damit sich der Fahrer im Auto wohlfühlt, ist der Anzug “vorgeformt, damit die Form passt, wenn der Fahrer im Auto festgezurrt ist – der Anzug muss dehnbar sein.” Und auch die Ästhetik spielt inzwischen eine Rolle. “Die Anzüge sind schicker”, meint Appleton. “Die Fahrer sehen heute eleganter aus als in der Vergangenheit. Das ist ein Prozess von ständiger Weiterentwicklung.”
Was kostet ein Formel-1-Rennanzug?

Bleibt die Frage, ob Otto Normalverbraucher auch die Möglichkeit hat, einen nach Formel-1-Kriterien hergestellten Rennfahrer-Anzug zu kaufen? “Diese Anzüge unterscheiden sich in Sachen Technologie sehr stark von den Anzügen, die man am Markt erhält”, erteilt der Brite diesem Wunsch eine Absage. “Auch wenn die Technologie natürlich von den Formel-1-Rennanzügen abgeleitet wird und in die Anzüge, die man kaufen kann, einfließt: Wir sind einen Schritt voraus.”

Dementsprechend schwierig ist es auch, den Wert von Adrian Sutils Rennanzug zu beziffern. “Bei dieser Technologie handelt es sich um einen Prototypen, daher ist es schwierig, einen definitiven Preis festzulegen”, bestätigt Appleton – und überlegt: “Es wird sich so ungefähr im Bereich von 1.500 Pfund (umgerechnet 1.725 Euro) abspielen – wenn wir auch die Entwicklungskosten mit einbeziehen.”

Quelle: www.formel1.de

Nach all den Diskussionen über Lewis Hamiltons Leistungen und sein Privatleben schaltet sich nun Vater Anthony Hamilton in die Debatte ein. Er prophezeit gegenüber der ‘BBC’, dass man den Weltmeister 2008 nicht anhand der Geschehnisse in dieser Saison beurteilen sollte. “Ihr habt Lewis Hamilton noch nicht gesehen, bloß einen jungen Lewis Hamilton. Jetzt kommt ein neuer Lewis Hamilton.”
Der McLaren-Pilot steht vor den letzten drei Rennen einer Saison, die alles andere als glücklich für ihn gelaufen ist: Neben zahlreichen Kollisionen – meist mit seinem Dauerrivalen Felipe Massa -, die teils auf seinen sehr aggressiven Fahrstil zurückzuführen waren, musste er auch für umstrittene Aussagen Kritik einstecken. Dazu kamen die Gerüchte, dass seine Beziehung zu Popstar Nicole Scherzinger in die Brüche gegangen ist – nicht die besten Voraussetzungen also, um ausgeglichen an die Rennen heranzugehen.

Sein Vater ist der Meinung, dass jeder andere unter diesem Druck zerbrochen wäre. “Mehr Kritik hält eine Person nicht aus. Lewis ist ein extrem talentiertes Individuum und ich sage euch etwas: Die meisten von uns wären nach dem, was er dieses Jahr durchmachen musste, nicht mehr zurückgekommen. Er hat aber in allen Bereichen die Kurve gekriegt: In seinem Lebensstil und in seiner Liebe zum Motorsport.”

Anthony Hamilton, der früher als Manager seines Sohnes fungierte, dann aber durch Beckham-Manager Simon Fuller ersetzt wurde, glaubt, dass der Grand Prix von Südkorea die Trendwende war: Der 26-Jährige holte als erster Nicht-Red-Bull-Pilot in dieser Saison die Pole-Position und fuhr ein starkes Rennen, das ihn auf Platz zwei brachte.

“In Südkorea hat er gezeigt, was für ein Champion er ist”, lobt ihn sein Vater. “Nicht nur als Rennfahrer, sondern auch als Individuum. Seien wir ehrlich: Er hatte in hartes Jahr, wurde mit viel Kritik konfrontiert und dennoch kämpft er sich zurück und produziert Resultate wie vergangene Woche. Er ist ein unglaublicher Mann und eine Inspiration für viele Leute.”

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Die beiden haben sich ohnehin nicht viel zu sagen, wie Rosberg im Gespräch mit ‘Sport Bild’ zugibt: “Wir reden nie über private Dinge, da steht eine Mauer zwischen uns. Keiner erzählt dem Anderen Details aus seinem Leben. Das muss auch nicht sein.” Die Gespräche konzentrieren sich ausschließlich auf die Verbesserung des Autos. Der Mercedes-Pilot erklärt, dass er sich seinen Platz im Team erkämpft hat: “Es ist nicht so, dass die Techniker nur Michaels Argumenten folgen, wenn er mal anderer Meinung ist. Sie hören auch mir zu.”
Gelingt endlich der Durchbruch?

Große Hoffnungen setzt der Deutsche in die neue technische Struktur und die beiden Neuankömmlinge Geoff Willis und Aldo Costa: “Im Moment sind wir nicht gut genug. Das wissen auch alle bei Mercedes. Deshalb rüsten wir ja auch auf, verstärken uns mit hochwertigen Technikern.” Auch das Argument Gerhard Bergers, Mercedes setze nur auf “Gescheiterte”, will er nicht gelten lassen: “Ich sehe ein irres Potenzial bei Mercedes.”

Eines kann man Mercedes nicht vorwerfen: Dass man nicht alles probiert, um an die Spitze zu kommen. Bereits der MGP W02 ist innovativ, doch Ross Brawn setzte bei diesem Auto auf das falsche Konzept. Der kurze Radstand sorgt dafür, dass die Reifen zu stark abbauen. Ein Fehler, den man in der kommenden Saison sicher nicht mehr machen wird.

Möglicherweise gelingt aber mit dem F-Schacht-Frontflügel, der im ersten Training in Japan erstmals an der Strecke ausprobiert wurde, ein großer Wurf. Es wäre Rosberg durchaus zu wünschen, denn der Wiesbadener konnte bisher in der Formel 1 nicht wirklich zeigen, was er drauf hat, und läuft immer noch seinem ersten Grand-Prix-Sieg nach.
Kein Neid auf Vettel

Wenn es in der kommenden Saison keine Fortschritte gibt, droht er bei Mercedes zu versauern, während sein Landsmann Sebastian Vettel bereits den dritten WM-Titel ins Visier nimmt. In der Formel-Zeit war Rosberg stets eine Klasse über dem nunmehrigen Red-Bull-Piloten, doch dieser hat ihn in der Formel 1 in Erfolgen längst überholt.

“Sebastian hat in der Hinsicht ein bisschen mehr Glück gehabt als ich”, weiß Rosberg. “Er saß schneller in einem siegfähigen Auto. Trotzdem muss man die Leistung erst einmal bringen. Er ist eine sensationelle Saison gefahren und hat den Erfolg auch verdient. Aber früher oder später – da bin ich überzeugt – werde ich auch eine Chance bekommen in einem guten Auto.” Seinen Traum hat der 26-Jährige, der ein großer Bayern-München-Fan ist, noch nicht aufgeben: “Im Silberpfeil gewinnen – das wäre doch ein unvorstellbares Spektakel.”

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In Indien fangen alle Teams bei Null an: Kommt dieser Umstand dem Mercedes-Team entgegen oder reiht man sich auf der gewohnten Position ein?

Nachdem Jaime Alguersuari in Südkorea in der letzten Runde noch an Nico Rosberg vorbeigehen konnte, blieb für das Mercedes-Team lediglich ein nüchterner achter Platz übrig. bwin.com. Die erhoffte Entwicklung in Richtung der Topteams blieb also erneut aus. Für die Premiere in Indien hat das Team dennoch die Hoffnung, von den vielen Fragezeichen zu profitieren.

Nach dem enttäuschenden Ende beim Rennen in Südkorea reist Michael Schumacher voller Zuversicht zur Premiere nach Noida: “Es ist unser erstes Rennen in Indien, einem Land, das sehr faszinierend sein soll. Ich freue mich darauf, die Kultur dort kennen zu lernen und natürlich auch die Strecke zum ersten Mal zu sehen.”

“Wir sind im Vorfeld des Rennens auf sehr viel Interesse gestoßen, daher hoffe ich, dass wir dann in Indien auch viele Fans begeistern können”, schildert der Kerpener. “Ich war immer ein Befürworter von neuen Rennstrecken und mag die Herausforderung, mich an diese neuen Strecken anzupassen. Beim letzten Rennen in Korea lief es nicht ganz so gut für uns. Umso motivierter bin ich, am nächsten Wochenende wieder WM-Punkte zu erzielen und damit das Team für die gute Arbeit zu belohnen.”
Rosberg lernt schnell

Teamkollege Rosberg, der in Südkorea lediglich Achter wurde, blickt dem Rennen in Indien ebenfalls gespannt entgegen: “Dies wird mein erster Besuch in Indien und ich finde es sehr spannend, eine neue Kultur kennen zu lernen. Ich werde vorab ein paar Tage im Land verbringen und freue mich darauf, einige Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, ganz besonders das Taj Mahal.”

“Hoffentlich wird das erste Rennen in Indien ein großer Erfolg und bietet eine großartige Show für die Motorsportfans dort. Ich fahre gerne auf neuen Strecken und lerne diese normalerweise recht schnell. Angesichts der vielen Unbekannten wird es sehr interessant, das Auto für diesen Kurs abzustimmen. Ich hoffe, dass ich wie beim letzten Rennen in Korea wieder mit den Top-6 Autos kämpfen kann – diesmal würde ich allerdings gerne mindestens eines davon im Ziel hinter mir lassen”, so Rosberg.

“Der Indien Grand Prix ist ein neues Abenteuer für die Formel 1 und wir alle freuen uns darauf, das Land und den Kurs kennen zu lernen”, erklärt Ross Brawn. “Die Veranstalter haben enorm viel Aufwand in die Vorbereitung des Events sowie die neue Anlage gesteckt und das Interesse in Indien scheint täglich weiter zu steigen. Es ist gut für die Formel 1, im Land mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl der Welt zu fahren und unsere Fangemeinde in neuen Märkten auszubauen.”

“Die Strecke stellt uns vor interessante Herausforderungen, auf die wir uns in der Fabrik mit Streckengrafiken, Simulationen und Modellen vorbereitet haben. Obwohl wir einen Großteil der Arbeit im Vorfeld erledigen konnten, lassen sich die Eindrücke der Fahrer auf ihren ersten Runden am Freitag auf einer neuen Strecke durch nichts ersetzen”, weiß Brawn, der für den Endspurt bereit ist: “Bei nur noch drei verbleibenden Rennen wollen wir die Saison mit guten Ergebnissen beenden und geben alles, um bei jedem Grand Prix zu punkten.”
Petronas mit neuem Sprit

“Das Mercedes-Team freut sich auf den ersten Auftritt der Formel 1 in Indien, den Grand Prix auf dem Buddh International Circuit in der Nähe von Neu Delhi”, berichtet Norbert Haug. “Indien besitzt ein reiches kulturelles Erbe, das in aller Welt bewundert und respektiert wird. Gleichzeitig ist es ein Land mit Zukunft: Es gibt eine dynamische, wachsende Mittelklasse und ein rasches Marktwachstum für die Autos von Mercedes.”

“Der Kurs verspricht ähnlich exzellente Anlagen, wie wir sie von den neuen Formel 1-Austragungsorten der vergangenen Jahre gewohnt sind. Die Strecke stellt die Autos mit einer Reihe schneller und langsamer Kurven sowie langen Geraden vor eine große Herausforderung – dies könnte die Suche nach dem besten Setup-Kompromiss zwischen Abtrieb und Höchstgeschwindigkeit schwierig machen”, so Haug.

“Ein neuer Kurs sorgt normalerweise für eine gleichmäßigere Chancenverteilung zwischen den Teams, weil alle bei Null beginnen – es ist aber auch eine Gelegenheit, um die Stärken unseres Rennteams auszuspielen. In der Anfangsphase des Rennens in Korea sahen wir einige Anzeichen viel versprechenden Potenzials, die sich allerdings noch nicht im Ergebnis widerspiegelten”, analysiert der Merdedes-Motorsportchef.

“In Indien wollen wir darauf aufbauen und unser Team wird weiterhin bei jedem Rennen in diesem Jahr angreifen, um das volle Potenzial aus unserem aktuellen technischen Paket herauszuholen”, erläutert Haug. Petronas wird mit einem neuen Treibstoff vor Ort sein, der bei hohen Temperaturen leistungsstärker sein soll.

Quelle: www.formel1.de

Nach wie vor wird in Austin, wo 2012 der Grand Prix der USA stattfinden soll, nicht gearbeitet – Fehlende Bewilligungen sind die Ursache

Laut dem ‘Statesman’ sind Berichte über eine Wiederaufnahme der Bauarbeiten an der Rennstrecke in Austin, wo kommendes Jahr der Grand Prix der USA stattfinden soll, unrichtig. Ein Beamter aus der Region vermeldet, dass nach wie vor Bau-Bewilligungen fehlen.

Im Juli wurden Bewilligungen für das Fundament der Haupttribüne, des Boxengebäudes sowie für Media- und Medical-Center erteilt. Laut Anna Bowlin, Abteilungsleiterin bei der Behörde für Bau-Dienstleistungen in Travis County, arbeitet man aber eng mit den Rennstrecken-Betreibern zusammen.

Sie ist zuversichtlich, dass die nächste Reihe an Bewilligungen bald erfolgt und die Bauarbeiten weitergehen können. Dies muss aber bald erfolgen, denn die Organisatoren stehen unter Zeitdruck – zu lange Baustopps könnten das Projekt in Gefahr bringen.

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Die IndyCar-Verantwortlichen wollen nach dem tödlichen Unfall von Dan Wheldon mehr Sicherheit – Mark Webber: “Man denkt nur selten an die Gefahren”

Nach dem tragischen Unfalltod von Dan Wheldon in Las Vages wollen die IndyCar-Verantwortlichen die Sicherheit in ihrem Sport verbessern. Von vielen Seiten gab es bislang reichlich gut gemeinte Ratschläge, doch man will nun auch nicht voreilig Maßnahmen ergreifen. Der fatale Massencrash vom vergangenen Wochenende soll intensiv analysiert werden, anschließend will man gemeinsam mit Experten an einer Verbesserung der Situation arbeiten – ein ähnliches Vorgehen wie nach dem Senna-Tod 1994 in der Formel 1.

Die Erfahrungen, die man in der Königsklasse damals machte, sollen nun auch bezüglioch der Sicherheit in der IndyCar-Serie helfen. “IndyCar hat eine intensive Untersuchung des Unfalls in Gang gesetzt. Wir werden vom amerikanischen Verband und vom Weltverband FIA unterstützt. Wir wollen herausbekommen, welche Faktoren zu diesem Unfall geführt haben”, heißt es in einer Erklärung der IndyCar-Verantwortlichen. Man bittet die Öffentlichkeit um Geduld. Erst nach Abschluss der Untersuchung könne man Maßnahmen ergreifen.

Der tragische Tod des zweimaligen Indy-500-Siegers hat auch die Formel 1 wieder wachgerüttelt. “Man denkt wirklich nur selten an die Gefahren”, erklärt Mark Webber im ‘Sydney Morning Herald’. “Als Fahrer liebt man den Wettbewerb, man geht gern ans Limit, reizt es bis zu den ultimativen Grenzen aus. Wenn ich im Auto sitze, dann will ich immer schneller werden. Schneller, schneller – das ist alles, woran ich während der Fahrt denke.”

Der Tod von Dan Wheldon führte auch bei Webber dazu, sich über die stets vorhandenen Gefahren neuerlich Gedanken zu machen. “Es gibt auch bei uns einige Stellen und Kurven, wo man niemals in einen Drift kommen sollte. Die Entscheidungen des Fahrers spielen eine erhebliche Rolle. Diese Entscheidungen treffen wir in Sekundenbruchteilen. Ich entscheide immer instinktiv so, wie ich es in dem Moment für richtig halte.”

Die Gefahren im Motorsport könne man nicht komplett abstellen, meint der Australier. Die Sicherheit auf den Strecken sei in den vergangenen Jahren zwar immer weiter verbessert worden. Aber keine Maßnahme könne das Risiko auf Null herunterschrauben. “Das ist seit den 1940er-Jahren so wird es auch im Jahr 2040 noch sein”, sagt Webber. “So ist der Motorsport eben. Am schlimmsten sind ohnehin technische Fehler am Auto. In solchen Fällen kannst du oft gar nichts mehr machen.”

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Mercedes-Pilot Nico Rosberg über die “ernüchternde” Saison 2011, den Kampf gegen Michael Schumacher und die Hoffnungen für das kommende Jahr

Bei Mercedes blieb der große Sprung zur Saison 2011 aus. Die deutschen Silberpfeile stehen im aktuellen Jahr nicht besser da als 2010 – eher im Gegenteil sogar. Die Werksmannschaft bewegt sich in der Tabelle im Niemandsland, ganz allein zwischen den drei Topteams an der Spitze und den soliden Mittelfeldteams wie Renault, Force India, Sauber und Toro Rosso. Die Abstände nach vorn und hinten sind gewaltig.

“Die ganze Saison war für uns ernüchternd”, fasst Nico Rosberg im Gespräch mit ’spox.com’ zusammen. “Es war ein Auf und Ab. Zu Beginn der Wintertests sah es ganz schlecht aus, gegen Ende dafür dann richtig gut. Die ersten Rennen waren dann wieder weniger gut, bis ich in China sogar geführt habe. Das Auto hatte Potenzial, aber es ging ständig hin und her.”

“Anfang des Jahres war klar, dass wir etwas machen müssen”, sagt der gebürtige Wiesbadener, der sich nach seinem Wechsel zu Mercedes die ersten Grand-Prix-Siege erhofft hatte. “Danach war es schön zu beobachten, was das Team alles ins Rollen gebracht hat. Die Message ist klar: Es wird sehr, sehr viel getan, um den WM-Titel zu gewinnen.”

Bislang sind die Schritte in Richtung Spitze nur selten erkennbar. Man arbeitet unter Hochdruck, kann den Abstand nach vorn aber selten etwas verringern. “Ich befinde mich mit dem Team trotzdem in einem tollen Prozess”, sagt Rosberg und lässt keinen Frust aufkommen. “Es ist ein tolles Projekt, als wichtiger Baustein das Team des Silberpfeils in Richtung Siege führen zu können. Das ist nicht enttäuschend, es dauert eben nur länger als gedacht.”

Der jüngere der beiden Mercedes-Piloten macht immer wieder Druck. Rosberg wählt meist offene und ehrliche Worte, um ganz bewusst den Finger in die Wunden zu legen. “Mercedes würde mir nie verbieten, in Interviews irgendwas Kritisches zu sagen”, lächelt der Weltmeistersohn. “Wenn es mal nicht so läuft, ist es mir wichtig, die Wahrheit rüberzubringen und authentisch zu bleiben.”

Mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation komme man besser voran, meint Rosberg. “Ich bin davon überzeugt, dass wir 2012 Fortschritte machen werden”, sagt er. Mercedes holte unter anderem mit Aldo Costa und Geoff Willis prominente Techniker an Bord, die den MGP W03 schnell machen sollen. Gemeinsam mit Ross Brawn soll ein Produkt entworfen werden, mit welchem die Piloten an der Spitze mitfahren können.

Die große Frage ist bislang noch, wer das möglicherweise verbesserte Tempo auf der Strecke umsetzen soll. Michael Schumacher hat für die kommende Saison einen gültigen Vertrag, Rosberg auch. Aber Ende 2012 ist alles offen. “Über den Stand der Verhandlungen kann ich nichts sagen”, winkt er ab. “Aber wir haben schon darüber gesprochen, über 2012 hinaus miteinander zu arbeiten.”

“Mercedes gibt mir die Möglichkeit, das Team mit anzuführen. In dieser Position fühle ich mich wohl”, sagt Rosberg. “Es ist eine große Herausforderung, gegen Michael zu fahren, und wir arbeiten gut zusammen. Die Frage nach dem alleinigen Leader stellt sich für mich im Moment nicht. Das kann gerne so weitergehen wie bisher.”

Im Gegensatz zur Vorsaison hat Rosberg seinen prominenten Teamkollegen aktuell weniger deutlich im Griff. In der Fahrerwertung hat er nur sieben Zähler Vorsprung auf Schumacher. “Ich glaube, mein Vorsprung in der WM war 2010 eher den Umständen geschuldet”, erklärt er. “2011 ist es von den Punkten her zwar enger, aber es war auch 2010 schon schwer, Michael zu schlagen. Und das wird es auch immer bleiben.”
Diesen teaminternen Kampf liebt Rosberg. Kaum etwas schmeckt süßer als ein Sieg gegen Rekordchampion Michael Schumacher. Wenn dann auch noch der große Grand-Prix-Erfolg hinzukommt, umso besser. “Ich akzeptiere, wie es jetzt ist, und bleibe gelassen. Ich glaube fest daran und bin mir sehr sicher, dass der Tag kommen wird, an dem auch ich einmal das richtige Auto habe”, sagt Rosberg geduldig.

Quelle: www.formel1.de

Paul di Resta kann die Kritik, dass manche Piloten in Q3 nicht mehr auf die Strecke gehen, nicht ganz nachvollziehen, hat aber einen Lösungsvorschlag

Die TV-Zuschauer sind nur bedingt betroffen, aber für die Fans an der Rennstrecke ist das Q3 oft eine wenig spektakuläre Angelegenheit. Die sechs Toppiloten matchen sich zwar um die Pole-Position, doch es kann schon vorkommen, dass die verbleibenden vier Fahrer gar nicht mehr auf die Strecke gehen, weil sie ihre Reifen sparen.

Das ergibt Sinn, schließlich haben sie ohnehin kaum Chancen, die Piloten von Red Bull, McLaren und Ferrari anzugreifen, zudem halten sie sich auch die Option bei der Reifenwahl offen. Dieses Verhalten wurde zuletzt aber von Pirelli und Ferrari kritisiert. Doch nun wehrt sich Force-India-Pilot Paul di Resta, der diese Strategie schon mehrmals anwendete, gegen die Vorwürfe.
Warum die Mittelfeld-Teams im Nachteil sind

“Die schnellen Teams müssen in Q1 den weichen Reifen nicht einsetzen, um aufzusteigen”, argumentiert er. “Das ist ihr Vorteil, obwohl sie natürlich beim Auto bessere Arbeit leisten. Dadurch hat man schon von Beginn an einen Nachteil.” Ein weiterer Nachteil ist laut dem Schotten die Tatsache, dass der Verlauf des Rennens die Mittelfeld-Teams wie Force India dazu zwingt, einen Stopp weniger zu machen.

“Die Mittelfeld-Teams müssen einen Stopp weniger machen, denn sie können sonst dem Verkehr nicht entkommen”, sagt di Resta. “Die Topteams sind hingegen schnell genug, um dem Verkehr auszuweichen. Sie können mehr Stopps machen, können aggressiver sein und ihre Qualifying-Performance ist besser. Das ist nicht zu verhindern.”

Der Force-India-Pilot hält die Kritik nicht unbedingt für angebracht. Er findet, dass es für ein zusätzliches Spannungsmoment sorgt, “wenn die Autos dieses Pakets mit neuen Reifen im Rennen vielleicht größere Chancen haben, eine Rolle zu spielen”, während die Toppiloten mit den in Q3 verwendeten Gummis starten müssen: “Es ist also nicht grundsätzlich eine schlechte Sache, denn diese Autos haben mehr neue Reifensätze und können daraus im Rennen einen Vorteil ziehen.”
Di Restas Vorschlag

Er hat aber auch einen Vorschlag, wenn dies nicht gewünscht wird: “Dann muss man es wohl so machen, dass die in Q3 verwendeten Reifen zurückgegeben und durch neue ersetzt werden. Sehr viel anderes fällt mir nicht ein, um diese strategischen Spielereien zu unterbinden. Die Situation ist im Moment eben so, dass es einen Abstand zwischen uns und den drei Topteams gibt, also macht es Sinn, Reifen zu sparen, um im Rennen vielleicht stärker zu sein. Wäre der Abstand geringer, würde es wahrscheinlich anders laufen.”

Er sieht es aber generell als überbewertet an, ob er in Q3 auf die Strecke geht oder nicht: “Das Publikum interessiert sich in erster Linie für den Fahrer auf Pole. Wenn dann hinten noch ein paar Fahrer mit neuen Reifen stehen, mischt das alles ein bisschen durch. Es kann also auch Positives an sich haben.”

Quelle: www.formel1.de

Mit den Ideen von Adrian Newey und den Fahrkünsten von Sebastian Vettel ist Red Bull ganz nach vorn gekommen – Christian Danner: Nur McLaren kann mithalten

Red Bull hat sich im vergangenen Jahr knapp den Titel geholt, in diesem Jahr stellte man die gesamte Konkurrenz deutlich in den Schatten. Das Team um Weltmeister Sebastian Vettel und dessen Kollegen Mark Webber profitiert von den genialen Entwürfen des Chefdesigners Adrian Newey, der sich schon jetzt intensiv um den Boliden für das kommende Jahr kümmert. Der britische Techniker gibt sich im Hinblick auf 2012 nur vorsichtig optimistisch.

Man darf allerdings davon ausgehen, dass Red Bull auch mit dem kommenden RB8 wieder weit vorne mitmischen wird. Die große Frage lautet: Wer kann der Weltmeistermannschaft gefährlich werden? “Ich glaube, McLaren ist mit Sicherheit der stärkste Verfolger dieses Jahr und auch nächstes Jahr”, meint Ex-Formel-1-Pilot Christian Danner gegenüber ‘Servus TV’.

“Die haben am meisten Potential, die haben am meisten Ingenieurspower und die haben auch ihre Lektion gelernt, was man verschlafen kann. Sportwetten. Zum Beispiel diesen angeblasenen Diffuser, das haben die mitbekommen”, sagt Danner. “Deswegen gehe ich davon aus, dass McLaren definitiv im kommenden Jahr der stärkste Verfolger von Red Bull sein wird.”

Bei Red Bull schiele man allerdings nicht nur auf die Konkurrenz aus Woking, sondern habe auch Ferrari und Mercedes im Blick. “Red Bull glaubt nicht, dass ein Gegner wie Ross Brawn bei Mercedes nicht irgendwann auch wieder so auf die Füße kommt, sodass man auf Augenhöhe ist”, so Danner. “Nur irgendwann holen die anderen doch wieder auf. Siehe McLaren, die haben einfach den Red Bull kopiert, also das Heck da hinten, und irgendwann sind sie dann halt auf Augenhöhe.”

Quelle: www.formel1.de