Archive for November, 2011

Manager Daniele Morelli wirft Renault vor, das Statement Robert Kubicas umgeschrieben zu haben – Der Pole habe den Saisonstart nicht abgeschrieben

Am Mittwoch kündigte Renault via Presseaussendung an, dass Robert Kubica beim Saisonstart 2012 nicht für das Team an den Start gehen wird. Der Pole, der sich im Januar diesen Jahres bei einem Rallyeunfall schwer verletzt hatte, wurde darin mit folgenden Worten zitiert: “Obwohl ich in den vergangenen Wochen sehr hart gearbeitet habe, bin ich zum Schluss gekommen, dass ich mir nicht sicher sein kann, für die Saison 2012 bereit zu sein. Ich habe mich beim Team gemeldet und sie über die Situation informiert.”

Nun erhebt Kubicas Manager Daniele Morelli heftige Vorwürfe gegen die Truppe aus Enstone. Der Italiener behauptet, dass die Presseabteilung von Renault das Statement seines Schützlings umgeschrieben hat. “Ich verstehe nicht, warum Renault Roberts Worte geändert hat”, sagt er gegenüber der ‘Gazzetta dello Sport’. “Es ist nicht wahr, dass er für die Saison 2012 nicht bereit sein wird. Er hat nur angegeben, dass er sich nicht sicher ist, ob er schon bei den ersten Tests im Februar in Form sein wird.”
Vertragsverhandlungen für 2013 Unsinn?

Doch damit nicht genug. In der gleichen Presseaussendung gibt das Team bekannt, dass man mit dem 26-Jährigen bereits über eine Verlängerung des bis 2012 gültigen Vertrages spricht. Auch das bezeichnet Morelli als Unsinn: Das Jahr 2013 “wurde nie erwähnt.” Laut Kubicas Manager läuft der Vertrag ohnehin schon dieses Jahr aus: “Er gilt nicht für 2012, sondern endet Ende Dezember. Ab dem ersten Januar können wir daher frei entscheiden, in welche Richtung wir gehen.”

Kubica wurde zuletzt mit Ferrari in Verbindung gebracht. Gerüchten zufolge könnte er bei den Roten aus Maranello während der Saison als Ersatz für den schwächelnden Felipe Massa ein Comeback feiern. Dass sich zwischen der Renault-Führung und Kubica ein Bruch abzeichnet, machten bereits die vergangenen Wochen deutlich. Teamchef Boullier hatte sich öffentlich darüber beschwert, vom Polen nicht über die Fortschritte am laufenden gehalten worden zu sein.
Morelli spricht über Kubicas Zustand

Tatsächlich waren die Informationen über Kubicas Genesung zuletzt spärlich. Doch nun versucht Morelli, den Status Quo darzulegen: “Er ist etwas übergewichtig, aber sein rechter Fuß sieht in Bezug auf die Muskeln fast wie der linke aus. Die äußere Bandage an seinem Ellbogen wird am Dienstag entfernt, von dann an ist er vom Metall befreit.”

Doch in welchem Zustand befindet sich die rechte Hand, deren Nerven beim Crash stark in Mitleidenschaft gezogen wurden? “Das Gefühl in der Hand ist in Ordnung”, meint Morelli. “Die Kraft ist die einzige Einschränkung. Der Muskeln des Unterarms waren für eine lange Zeit aus dem Verkehr gezogen, daher ist hier viel Arbeit notwendig. Das ist aber eine Frage der Zeit. Bis Ende Januar sollte die Kraft wieder ausreichen.”
Tiefpunkt überwunden?

Auch mental soll sich der rekonvaleszente Rennfahrer wieder auf dem Vormarsch befinden: “Robert ist guter Dinge. Die harten Zeiten waren im September und Oktober, als die Rotation des Unterarms begrenzt war und es nicht so rasche Fortschritte gab. Aber in den vergangenen Monaten gab es eine schöne Beschleunigung.”

Kubica soll angeblich wieder im Straßenverkehr Autofahren können. Der Idee, ihn in einem Rennkart wieder an den Rennsport heranzuführen, kann Morelli aber nichts abgewinnen. “Doch nicht mit einem Kart, denn es gibt keine Servolenkung und die Vibrationen sind zu stark. Wir gehen es Schritt für Schritt an und werden dann die Reaktion nach fast einem Jahr Pause sehen.”

Für den Italiener steht es außer Zweifel, dass Kubica bei einem Comeback in alter Stärke zurückkommen wird: “Die Pläne wurden über den haufen geworfen, aber wenn Robert zurückkommt, dann, weil er wieder so konkurrenzfähig und attraktiv für die Topteams ist wie früher.”

Quelle: www.formel1.de

McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale zeigt sich angesichts der Gerüchte über eine Motoren-Partnerschaft mit Honda verwundert und streut Mercedes Rosen

McLaren dementiert die Gerüchte um ein mögliches Comeback der einstigen Erfolgs-Partnerschaft mit Honda. “Das ist völlig aus der Luft gegriffen”, sagt Geschäftsführer Jonathan Neale. “Wir sind verheiratet mit Mercedes-Benz, sind sehr glücklich und genießen unsere Partnerschaft.” ‘auto motor und sport’ hatte berichtet, dass McLaren ab 2013 für die Mercedes-Aggregate zahlen muss und sich daher nach einem neuen Partner umsieht.

Honda wäre ein idealer Kandidat, weil das ab 2014 gültige 1,6-Liter-Turbo-Reglement auch in die auf Energieeffizienz ausgelegte Marketingstrategie der Japaner passen würde. Honda war im Turbo-Zeitalter der 1980er-Jahre sehr erfolgreich, zudem hat man mit McLaren gute Erfahrungen, da die Allianz von 1988 bis 1992 für enorme Erfolge sorgte. Im Artikel beruft man sich auf einen “hochrangigen” Honda-Manager, der in Suzuka gemeint haben soll, dass technisch alles bereit wäre und man nur noch auf grünes Licht vom Vorstand warte.
Neale wundert sich über Honda-Gerüchte

“Wir sind nicht ganz sicher, wodurch diese Nachricht wirklich ausgelöst wurde”, zeigt sich Neale verwundert. “Ich kann die Gerüchte aber beenden und bestätigen, dass wir uns voll auf die Partnerschaft mit Mercedes-Benz konzentrieren. Wir haben bereits eine bewährte Beziehung zu ihnen – mit vielen Siegen und Weltmeister-Titeln – und sie möge noch lange halten.”

Eine Beziehung, die sich derzeit allerdings im Umbruch befindet: Mercedes tritt seit 2010 mit einem eigenen Rennstall in der Formel 1 an – in Woking genießt man ab 2013 auch keine finanziellen Vorteile mehr. Dass man dann nur noch Kundenteam ist, sei nach Ansicht von Neale “kein Grund zur Sorge. Natürlich hat Mercedes sein eigenes Team und es ist gut und recht, dass der Fokus bis zu einem gewissen Grad in diese Richtung geht.”

“Aber ich habe erst heute Morgen wieder mit Thomas Fuhr von Mercedes-Benz gesprochen – wir sprechen regelmäßig – und wir wollen das Gleiche. Es liegt im Interesse von beiden, konstante Motoren zu haben, denn so kommen wir auf die höchste Qualität.”
Konkurrenz als Vorteil?

Der Brite ist sich sicher, dass man sich auf den Partner aus Stuttgart auch in Zukunft verlassen wird können und somit in guten Händen ist. “Mercedes hat es in Abu Dhabi geschafft, sechs Autos im Qualifying in die Top-10 zu bringen”, erklärt Neale. “Das ist für sie eine wahre Freude und ein Vergnügen – und so sollte es sein.”
Auch McLaren profitiert vom Perfektionismus der Motorenschmiede in Brixworth: “Natürlich wollen auch wir sie alle schlagen, also haben auch wir etwas davon. Wir leisten einen gesunden technischen Beitrag und sie sind ein beeindruckender technischer Partner, was die Motoren angeht, und wir genießen diese Beziehung.”

Quelle: www.formel1.de

Die Vorschau auf das letzte Rennen: Warum Interlagos eine anstrengende Strecke ist und in welchem Hotel man am ehesten die Stars antrifft

Auf der Strecke “zwischen den Seen”, wie das brasilianische Interlagos wörtlich übersetzt heißt, geht die Formel 1 am kommenden Sonntag beim Grand Prix von Brasilien in die 19. und letzte Runde der diesjährigen Weltmeisterschaft. Start im Autodromo Jose Carlos Pace ist um 14:00 Uhr Ortszeit (17:00 Uhr MEZ). Für Teams wie Fahrer stellt der Brasilien-Grand-Prix immer wieder eine besondere Herausforderung dar.

Für die Fahrer heißt es in Interlagos, körperlich absolut fit zu sein, da nicht nur die heißen Temperaturen in Südamerika und die hohe Luftfeuchtigkeit ihren Tribut fordern, obwohl das Rennen gegenüber früher um ein halbes Jahr nach hinten verlegt wurde. Ganz besonders die vielen Unebenheiten im Belag und die Tatsache, dass die 4,309 Kilometer lange Strecke gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, machen selbst dem durchtrainiertesten Nacken schwer zu schaffen.

Die Teams müssen nicht nur aus diesem Grund eine sehr gute Abstimmung für die Autos finden, um Probleme mit abgeschmirgelten Unterböden und verrutschten Frontflügeln – wie bei David Coulthards McLaren-Mercedes 1999 geschehen – zu vermeiden. Peter Sauber musste 2000 gar beide Autos vom Rennen zurückziehen, weil die Heckflügel weichgeklopft wurden.

Bei Fahrern und Teams gehört der Grand Prix von Brasilien zumindest wegen der Stadt Sao Paulo nicht unbedingt zu den Favoriten. Ralf Schumacher meinte sogar einmal: “Nur wer seine Frau loswerden will, nimmt sie mit nach Brasilien.” Leider gehört die Stadt neben Mexiko-City und Tokio nicht nur zu den drei größten Städten der Welt, sondern aufgrund der extremen Unterschiede zwischen Arm und Reich auch zu jenen mit der höchsten Kriminalitätsrate. Die Slums rund um die 13 Kilometer von Interlagos entfernte Stadt passen so gar nicht zum Image der glamourösen Formel 1.
Eine der größten Städte der Welt

Vorsicht ist also auf jeden Fall angebracht, denn auch der Straßenverkehr ist gewöhnungsbedürftig: In einer 20-Millionen-Stadt – Sao Paulo liegt etwa 800 Meter über dem Meeresspiegel, 80 Kilometer vom Atlantik entfernt -, in der täglich über fünf Millionen Autos die Straßen in ein heilloses Chaos verwandeln, tut man als Besucher gut daran, sich in die geübten Hände der Taxifahrer zu begeben. Das spart jede Menge Nerven und ist durchaus erschwinglich. Man sollte – je nachdem, wo man wohnt – aber trotzdem genügend Zeit für die tägliche Anfahrt zur Strecke einplanen, da eine Stunde Fahrtzeit für zehn Kilometer in Sao Paulo nicht unüblich ist.

Fans, die ihre Stars aus der Nähe sehen wollen, sowie Autogrammjäger haben es in Brasilien relativ einfach: Die meisten Fahrer wohnen im Hotel Transamerica. Abends trifft man den einen oder anderen auch schon mal beim gemütlichen Essen in der Churrascheria Fogo do Chao, im Baby Beef oder der La Vecchia Cucina an, und Sonntagabend geht’s zum Tanzen ins Love Story oder ins Charlie’s. Für ausgedehnte Einkaufstouren empfiehlt sich das Shopping-Center im Stadtteil Morumbi, übrigens ganz in der Nähe des Friedhofs Morumbi, auf dem Ayrton Senna begraben ist – für Fans sicher ein Muss.

71 Runden sind am Renntag im Autodromo Jose Carlos Pace von Interlagos, einem Vorort von Sao Paulo, zu absolvieren. Bei einer Streckenlänge von 4,309 Kilometern entspricht dies einer Renndistanz von 305,909 Kilometern. Mit vier Siegen (1994, 1995, 2000 und 2002) ist Michael Schumacher der mit Abstand erfolgreichste Formel-1-Fahrer in Interlagos. Erfolgreichster Pilot überhaupt beim Brasilien-Grand-Prix war jedoch Alain Prost mit sechs Siegen (1982, 1984, 1985, 1987, 1988 und 1990), der allerdings das Gros seiner Erfolge in Rio de Janeiro einfuhr.
Traditionell hohe Ausfallsrate

Jahr für Jahr fordern die heißen Temperaturen und die wellige Piste nicht nur die Fahrer, sondern auch die Autos, was zu vielen Ausfällen führt. Lokalmatador Rubens Barrichello, der nur unweit der Rennstrecke aufgewachsen ist, kann ein Lied davon singen: Ausgerechnet er sah bei 17 Starts bisher erst sieben Mal die Zielflagge: 2010 als 14., 2009 als Achter, 2008 als 15., 2006 als Siebter, 2005 als Sechster, 2004 als Dritter und 1994 als Vierter.

Die Ausfallsrate ist traditionell hoch. Obwohl die Veranstalter immer wieder neu asphaltieren, bekommen sie die Bodenwellen nicht in den Griff. Das liegt daran, dass der Untergrund, auf dem die Rennstrecke errichtet wurde, so sehr nachgibt, dass hier keine Häuser mehr gebaut werden dürfen.

Aufgrund der hohen Kriminalität, dem schlechten Zustand der Boxenanlagen und der Piste sowie den chaotischen Verhältnissen um die Rennstrecke herum – immer wieder werden Teammitglieder auf offener Straße ausgeraubt – wurden Rufe laut, das Rennen aus dem Kalender zu streichen. Doch was wäre die Formel 1 ohne ein Rennen auf brasilianischem Boden?

Einst war es Volksheld Ayrton Senna zu Beginn der 1990er-Jahre, der wie Rubens Barrichello und Felipe Massa ein “Paulista” ist und das Rennen wieder von Rio de Janeiro nach Sao Paulo lockte, auch wenn sicherlich die Tatsache, dass der Franzose Philippe Streiff im Jahr davor nach einem Unfall wegen mangelhafter Hilfeleistung durch das Streckenpersonal eine Querschnittslähmung davontrug, dem Streckenwechsel nachhalf.
Erster Interlagos-Grand-Prix schon 1973

Es war 1973, als der Grand Prix von Brasilien erstmals in Interlagos stattfand, bevor man 1979 das Rennen über einige Jahre hinweg in Jacarepaguá in der Nähe von Rio de Janeiro austrug. 1990 kehrte das Rennen nach Interlagos zurück, nachdem die Strecke modernisiert wurde. Übrigens stammt ein Teil des Streckendesigns aus dem Kopf des legendären Nationalhelden Ayrton Senna, was erklärt, warum der Streckenverlauf den Fahrern zumeist gefällt und der Kurs fahrerisch recht anspruchsvoll ist.

Ungewöhnlich ist in Brasilien vor allem die Start- und Zielgerade, die nicht eben ist und die Autos am Start leicht ins Rollen geraten lässt. Ferner liegt sie niedriger als die Boxengasse, was dazu führt, dass die Teamchefs auf ihren Kommandoständen wie in einer Theaterloge auf ihre Fahrer schauen können. Für die nicht nummerierte Haupttribüne stehen viele Fans eine ganze Nacht Schlange, was vor den Eingängen zu chaotischen Zuständen führt. Dem Europäer, der nicht selten unter dem Verkehrschaos, dem Smog und oftmals auch einer Magenverstimmung wegen des Essens leidet, ein wenig erholsames Erlebnis…

Die Strecke selbst sorgt dafür, dass die Fahrer und ihre Ingenieure beim Abstimmen der Autos tüchtig ins Schwitzen kommen. Im Qualifying wurde nach altem Reglement für eine schnelle Runde mit viel Flügel gefahren, im Rennen benötigte man eine völlig andere Abstimmung, um auf den langen Geraden über genügend Höchstgeschwindigkeit zu verfügen, um überholen zu können und um nicht selbst überholt zu werden. Mit dem neuen Reglement ist das freilich hinfällig, da das Setup ja nach dem Qualifying nicht mehr angerührt werden darf. Weil die Aerodynamik wegen des geringeren atmosphärischen Drucks in der Höhenlage eine weniger bedeutende Rolle spielt als anderswo, ist dies aber weniger gravierend als zunächst angenommen.
Das sagt Christian Danner über die Strecke:

“Der brasilianische Grand Prix ist ein emotionaler Grand Prix. Dort lebt das Publikum sowas von mit, und diesmal gibt’s ja auch noch eins obendrauf, nämlich Bruno Senna. Dieser klingende, wohlbekannte Name, zum ersten Mal in einem einigermaßen guten Auto. Also, da wird die Stimmung gut sein.”

“Also die Strecke ist wirklich sehr anstrengend aufgrund ihrer Charakteristik. Die Bodenwellen sind Gott sei Dank nicht mehr so schlimm. Aber es gibt nur eine kurze Gerade, die eigentlich nur eine Kurve ist. Und es gibt sehr viele langsame Passagen, da ist man sehr in Action. Das ist schon anstrengend.”
In Brasilien glaube ich, dass wir wieder mit den selben Jungs zu tun haben wie immer. Also mit Red Bull, mit McLaren und ein bisschen Ferrari. Zumindest die Hälfte Ferrari, die wirklich hier was zerreißen kann, nämlich mit Fernando Alonso. Ich glaube nicht, dass man eine Überlegenheit von einem der Teams sieht, aber der McLaren ist schon dran am Red Bull.”

Quelle: www.formel1.de

Wie Nico Rosberg auf das Gerücht reagiert, 2008 einen McLaren-Vertrag abgelehnt zu haben, und wieso er sich nicht vor dem Heidfeld-Schicksal fürchtet

Lewis Hamilton und Nico Rosberg waren zu Kart-Zeiten Teamkollegen. Die beiden starteten 2000 in Italien für das MBM-Team (Mercedes-Benz McLaren) in der offenen italienischen Meisterschaft. Damals setzte sich der Brite gegen den Deutschen durch und sicherte sich den Titel. Rosberg schaffte es zwar früher in die Formel 1, dennoch hatte Hamilton mehr Erfolg.

Es gibt seit Jahren Gerüchte, dass der nunmehrige Mercedes-Pilot Ende 2007 ein Angebot von McLaren hatte, dieses aber aus Angst vor einer erneuten Niederlage gegen Hamilton ausschlug. Der McLaren-Star hatte in seiner Debütsaison Teamkollegen Fernando Alonso ordentlich zugesetzt – der zweifache Weltmeister verließ McLaren nach nur einem Jahr wieder.

Rosberg will das Gerücht aber nicht bestätigen. “Also das höre ich zum ersten Mal”, gibt er sich gegenüber dem ‘Express’ überrascht. “Es stimmt, ein erstes Gespräch gab es, aber es gab nie die Möglichkeit, zu wechseln, weil ich einen bestehenden Vertrag hatte mit Williams. Also war das kein Thema für mich. Ich bin froh, dass ich mich bei Williams durchgesetzt habe und jetzt mit Mercedes die nächste Herausforderung angenommen habe.”

Obwohl er Superstar Michael Schumacher im Team von Ross Brawn meist im Griff hat, läuft er nach wie vor seinem ersten Grand-Prix-Sieg nach. Und das nach über 100 Rennen und im Alter von 26 Jahren. Eine Karriere, die in ihren Ansätzen etwas an Nick Heidfeld erinnert, der ebenfalls lange als großes Talent galt, aber nie den Durchbruch schaffte.

Ob Rosberg Angst hat, wie sein Landsmann zu enden? “Angst? Nein, warum sollte ich Angst haben?”, wundert er sich. “Der Nick hat auch eine tolle Karriere gehabt. Aber da denk’ ich nicht dran. Ich bin mit voller Überzeugung dabei, dass ich auch in Zukunft einen guten Job mache und mich immer weiter steigere. Und dann schauen wir mal, was dabei rauskommt.”

Quelle: www.formel1.de

Warum die spanische Identität bei HRT in Zukunft im Vordergrund stehen soll, welche Ziele Pedro de la Rosa hat und was ihn zum Comeback bewogen hat

Bereits beim Einstieg des spanischen Investors Thesan Capital bei HRT Anfang Juli kündigte man an, der Truppe von Colin Kolles in Zukunft eine spanische Identität verleihen zu wollen. Auch spanische Piloten waren für Saul Ruiz de Marco – Investment-Direktor des Unternehmens – von Anfang an das Ziel.

Nun lässt man dieser Ansage Taten folgen. Der Formel-1-Zirkus staunte vor wenigen Tagen nicht schlecht, als plötzlich “Oldie” Pedro de la Rosa als Pilot für 2012 fixiert wurde. Zudem möchte der Rennstall langfristig nach Spanien umziehen. Formel1-GP. Das ist insofern überraschend, da Teamchef Kolles erst vor wenigen Monaten einen Umzug des technischen Büros nach Brackley verworfen hatte und neben dem Team-Stützpunkt in Greding eine Niederlassung in München aufbauen wollte.
Spanische Indentität als Kernelement

Die spanischen Eigentümer haben aber offensichtlich andere Pläne. Und die sind langfristig angelegt, wie Ruiz de Marcos gegenüber ‘As’ verspricht: “Wir haben nicht die Absicht, zu verkaufen. Wir sind gerade erst eingestiegen. Jetzt ist die Zeit gekommen, um zu wachsen und um etwas aufzubauen, nicht um das Gegenteil zu tun.”

Die spanische Identität ist für den Investment-Direktor von Thesan Capital ein Kernelement. “Wir wollen das Team so spanisch wie möglich machen”, bestätigt er. “Die Verpflichtung von de la Rosa beweist das und er ist eine Schlüsselfigur für unser Projekt. Wir sind glücklich, ihn an Bord zu haben.”
De la Rosa spricht seit Juli mit HRT

Der Katalane, der im Vorjahr von Sauber während der Saison vor die Tür gesetzt wurde, unterschrieb gleich einen Zweijahres-Vertrag. Nach einem Intermezzo als Pirelli-Tester war de la Rosa Anfang des Jahres zu McLaren zurückgekehrt, wo er den Großteil seiner Karriere als Testfahrer verbrachte. Doch im Juli wurde er erstmals auf eine mögliche Zukunftsperspektive bei HRT aufmerksam, als ihn Ex-Formel-1-Pilot und HRT-Berater Luiz Perez-Sala zur Brust nahm.

“Im Juli sprachen wir erstmals über das HRT-Projekt im Jahr 2012″, erinnert sich de la Rosa. “Zu Beginn dachte ich nicht an einen Wechsel, aber als ich Woche für Woche erfuhr und sah, was sie machen und wie sie es angehen, da wusste ich, dass ich Teil dieses spanischen Projektes sein muss. Der Vertrag wurde aber erst vor ein paar Tagen unterschrieben.”
Singapur 2011 war Schlüsselmoment

Ein Schlüsselereignis war der Grand Prix von Singapur in diesem Jahr. “Ich erinnere mich, als ich in den Spiegel schaute und sagte: ‘Ich halte es nicht aus, noch ein Jahr an der Boxenmauer zu sitzen und zuzusehen, wie die Fahrer vorbeifahren”, erzählt er. “Dieser Augenblick ging nicht mehr aus meinem Kopf und er definiert mich sehr gut.”

Jetzt ist der 40-Jährige stolz, Teil eines spanischen Teams zu sein, obwohl er weiß: “Wir haben viel Arbeit vor uns.” Er glaubt an seinen neuen Arbeitgeber: “Derzeit sind sie hinten, aber sie haben enormes Wachstums-Potenzial. Die seriöse und realistische Herangehensweise von Perez-Sala und Ruiz de Marcos im Juli und wie sie alle ihre Ankündigungen auf professionelle und disziplinierte Art und Weise umgesetzt haben, ohne zu viel Staub aufzuwirbeln, hat mich überzeugt.”
Rückkehr zu McLaren kein Thema mehr

So sehr, dass er einen “mehrjährigen” Vertrag mit McLaren als Ersatzpilot vorzeitig auflöste. Eine Rückkehr zu einem späteren Zeitpunkt kommt für ihn nicht infrage: “Meine Zukunft liegt bei HRT. Das ist keine Übergangslösung. Ich zähle zu den Menschen, die ein Projekt zu Ende bringen, wenn sie es angefangen haben.”

Daher möchte er dafür sorgen, dass sein neues Team auch bald in den vorderen Reihen der Startaufstellung auftaucht. Dennoch bleibt er realistisch: “Fakt ist, dass ich zu einem kleinen, bescheidenen spanischen Team stoße. Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass es wächst, damit Spanien stolz auf das Team sein kann. Es ist eine David-gegen-Goliath-Situation, was extrem aufregend ist.”
Höchste Zeit für spanisches Team

Von konkreten Zielen sieht er derzeit ab: “Es ist zu früh, um mir ein Ziel zu setzen. Derzeit ist es das Wichtigste, die Basis für dieses Projekt zu legen, zu wachsen und unseren Prinzipien treu zu bleiben: Beharrlichkeit, Arbeit, Zielstrebigkeit und Bescheidenheit. Das Auto wird ein Ergebnis dieses Prozesses sein, aber wir müssen hart arbeiten, um das Beste der neuen Teams zu sein.”

De la Rosa ist er Meinung, dass die Formel 1 ein spanisches Team benötigt – und zwar schon seit längerer Zeit: “Vor ein paar Jahren habe ich gesagt, dass Spanien nur noch ein eigenes Team in der Formel 1 fehlt. Wir haben einige der besten Fans der Welt, einen zweifachen Weltmeister, starke internationale Unternehmen – und jetzt ein Formel-1-Team.”

Die Wirtschafts-Krise, die sich in Spanien in einer extrem hohen Jungend-Arbeitslosigkeit
niederschlägt, sieht er nicht als Hindernis – ganz im Gegenteil: “Es stimmt, dass wir durch eine Krise gehen, aber deshalb müssen wir zusammenhalten. Ich bin stolz darauf, dass HRT den Menschen Arbeit anbieten kann.” Zudem möchte er den Fans Freude bereiten: “Ich hoffe, dass sie so glücklich sind wie ich. Ich fühle mich so glücklich, wie an dem Tag, als ich erfuhr, dass ich mein Formel-1-Debüt geben werde. Das Ziel ist nicht, zu gewinnen, aber zu wachsen.”

Quelle: www.formel1.de

Das Jahr der Überholmanöver, das die Fans spaltet, im Blickpunkt der Statistik: Wo und von wem wurde 2011 am meisten überholt – und welchen Einfluss hatte DRS?

Zu viele, nicht genügend oder zu viele von der falschen Sorte – die Überholmanöver waren dank DRS und der Pirelli-Reifen eines der Top-Diskussionsthemen im Laufe der Saison 2011. Fest steht: Die Anzahl der Überholmanöver ist in diesem Jahr auf ein Rekordhoch angestiegen – bisher gab es in 18 Rennen fast 1.500 Überholmanöver. Es existiert allerdings keine allgemeingültige Definition für ein Überholmanöver.

Die folgenden Zahlen werden aus strategischen Gründen erhoben, was Einfluss auf ihre Kategorisierung hat. Die Berechnung erfolgt mittels einer Mischung aus Fernsehaufnahmen, Timing-Daten und GPS-Technologie. Die Überholmanöver werden in folgende Kategorien unterteilt: Normal, DRS, langsamere Autos (bezogen auf HRT, Lotus und Marussia-Virgin, da Manöver gegen diese Teams aus strategischer Sicht anders gewertet werden), Teamkollegen (ein Fahrer kann den anderen vorbeilassen), Schäden und erste Runde.
Wie viele Überholmanöver gab es in den 18 Saisonrennen bisher?

Bislang gab es 1.436 Überholmanöver in allen Kategorien. Abzüglich der Manöver in der “ersten Runde” und wegen “Schäden” gab es 1.180 Überholmanöver. Insgesamt gab es 804 “normale” und “DRS-unterstützte” Manöver – diese werden in den meisten Fällen als “saubere” Überholmanöver angesehen. Das ergibt einen Durchschnitt von 45 normalen und DRS-Manövern pro Rennen.
Wie sind die Überholmanöver auf die Kategorien verteilt?

In dieser Saison gab es 441 normale Überholmanöver und 363 DRS-Manöver – von den insgesamt 804 “sauberen” Positionswechseln waren 55% “normale” und 45% DRS-unterstützte Manöver. 300 Überholmanöver fanden gegen oder unter den drei langsameren Teams statt und 76 Positionswechsel entfallen auf Teamkollegen.
Bei welchen Rennen gab es die meisten und bei welchen die wenigsten Überholmanöver?

Die meisten “sauberen” Überholmanöver gab es in der Türkei (85), Kanada (79) und China (67); die wenigsten entfielen auf Monaco (16), Australien (17) und Indien (18). Bei neun Rennen gab es weniger als 50 “saubere” Positionswechsel, bei acht Grand Prix hingegen mehr als 50. Im Durchschnitt fanden 45 “saubere” Überholmanöver pro Rennen statt, davon waren durchschnittlich 25 “normale” und 20 DRS-unterstützte Manöver.
In welchem Verhältnis stehen die DRS-Manöver zu den normalen Positionswechseln?

Den größten Einfluss hatte DRS im Vergleich zu normalen Überholmanövern in Abu Dhabi (89%), Europa (81%), Indien (78%), der Türkei (59) und Spanien (57%). Den niedrigsten Anteil an den Überholmanövern hatte DRS in Monaco (13%), Ungarn (20%), Kanada (22%), Japan (26%) und Großbritannien (27%). Dabei gilt es zu beachten, dass drei dieser fünf Rennen im Regen oder bei gemischten Wetterbedingungen stattfanden und der Einsatz von DRS in Kanada und Großbritannien zeitweise limitiert war. In acht von 18 Rennen gab es mehr DRS-Überholmanöver als normale.
Hat sich der Anteil der DRS-Manöver im Laufe der Saison verändert?

In den ersten neun Saisonläufen gab es durchschnittlich 21 DRS-Manöver pro Grand Prix – davon waren im Durchschnitt 45% “saubere” Überholmanöver. Der Einfluss von DRS blieb in den folgenden neun Rennen stabil: Dabei gab es durchschnittlich 20 DRS-Manöver pro Grand Prix, was im Durchschnitt 46% “saubere” Positionswechsel bedeutete.
Welcher Fahrer hat 2011 am meisten überholt?

Die folgenden Werte wurden um Ausfälle von besser platzierten Autos korrigiert, es werden jedoch nur Platzgewinne berücksichtigt. Sebastien Buemi zeigte in der Saison 2011 insgesamt 112 Überholmanöver – direkt dahinter liegen Michael Schumacher (111), Kamui Kobayashi (95), Jaime Alguersuari (90) und Sergio Perez (89). Diese Gesamtwerte lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Platzgewinne vom Start bis zum Ende des ersten Sektors (Top-Starter), Platzgewinne auf der ersten Runde und Platzgewinne während des Rennens ohne die erste Runde.
Wer war der Top-Starter 2011?

Der Top-Starter ist Schumacher, der insgesamt 34 Positionen gut gemacht hat. Es folgen: Buemi (29), Heikki Kovalainen (28), Vitantonio Liuzzi (20) und Kobayashi (19). Zum Vergleich: Die wenigsten Positionsgewinne im ersten Sektor erzielte Sebastian Vettel (1) – das liegt jedoch daran, dass er bei 18 Rennen nur einmal nicht aus der ersten Reihe startete und insgesamt 14 Mal auf der Pole-Position stand.
Wer hat 2011 die meisten Plätze in Runde eins gut gemacht?

Auch in dieser Tabelle führen Schumacher, Buemi und Kovalainen mit 40, 30 respektive 26 Positionsgewinnen in der ersten Runde. Abzüglich der Platzgewinne im ersten Sektor liegt in dieser Wertung Jerome D’Ambrosio mit acht Positionsgewinnen zwischen dem Ende des ersten Sektors und der ersten Runde in Führung.
Wer zeigte die meisten Überholmanöver nach Runde eins?
Diese Wertung führen Perez und Buemi mit je 82 Überholmanövern an. Es folgen Jenson Button (77), Mark Webber (76), Alguersuari (74) und Schumacher(71).

Quelle: www.formel1.de

Warum McLaren mit der aktuellen Motorenlösung unglücklich ist, wieso die Formel 1 für Honda wieder attraktiv ist und was an den Gerüchten dran ist

Hinter den Kulissen bahnt sich eine Sensation an: Honda denkt über eine Formel-1-Rückkehr als Motorenhersteller nach. Das berichten die gewöhnlich gut informierten Kollegen von ‘auto motor und sport’. Man beruft sich dabei auf einen “hochrangigen Honda-Manager”, der in Suzuka erzählt haben soll, dass zumindest aus technischer Perspektive alles für ein Comeback 2014 bereit wäre. Nur der Vorstand müsse den Plan noch absegnen.

Sollte Honda tatsächlich in die Formel 1 zurückkehren, dann könnte es zum Comeback einer der erfolgreichsten Allianzen in der Geschichte kommen, denn auch McLaren sucht an der Motorenfront eine langfristige Lösung. Die Truppe von Martin Whitmarsh ist seit der Gründung des Mercedes-Rennstalls 2010 kein Werksteam mehr. Noch profitiert man aber von den kostenlosen Motorenlieferungen aus Brixworth, doch damit ist nach der kommenden Saison Schluss.
Mercedes-Aggregate nur noch 2012 gratis

Das liegt an einem Abkommen zwischen Daimler-Boss Dieter Zetsche und McLaren-Boss Ron Dennis im Jahr 2009. Mercedes wollte damals McLaren übernehmen, doch in Woking erhöhte man ständig den Kaufpreis, ehe die Stuttgarter die Konsequenzen zogen und den angehenden Weltmeister-Rennstall Brawn übernahmen. Bei Mercedes kam nicht gut an, dass McLaren mit dem Super-Sportwagen MP4-12C ein Konkurrenzprodukt zum hauseigenen SLS auf den Markt warf.

Daimler entschied, bis Ende 2012 seine 40-Prozent-Beteilung an McLaren zurückzulegen, im Gegenzug erhält der Rennstall aus Woking bis zum Ablauf dieser Frist Gratis-Aggregate aus Brixworth. Es wird davon ausgegangen, dass der aktuelle Vertrag mit Mercedes erst 2015 ausläuft, doch ab 2013 müsste McLaren finanziell selbst für die Aggregate aufkommen – keine tolle Perspektive für ein Topteam.
Neues Motorenreglement zieht Honda an

Kein Wunder also, dass man sich in Woking nach einer Alternative umsieht. Doch warum sollte der Honda-Konzern, der erst Ende 2008 aus der Formel 1 ausgestiegen war, an eine Rückkehr in die Formel 1 denken? Der Grund ist das neue, ab 2014 gültige Motoren-Reglement. Dann werden die aktuellen 2,4-Liter-V8-Aggregate ausrangiert und durch 1,6-Liter-V6-Motoren mit Turbolader ersetzt.

Honda könnte der erste Hersteller sein, der der Attraktivität der neuen Motorenformel erliegt und dadurch in die Formel 1 einsteigt. Die neuen Triebwerke sind deutlich verbrauchsärmer, die Synergien mit der Serienproduktion deutlich größer als derzeit. “Kleine Turbo-Motoren sind die Zukunft”, bestätigt Renaults Motorenchef Rob White gegenüber ‘grandprix.com’. Die Franzosen machten ihr zukünftiges Formel-1-Engagement von der Einführung der neuen Motoren abhängig.
Effizienz als Zauberwort

Effizienz wird beim neuen Reglement groß geschrieben: Die Spritmenge ist ab 2014 limitiert, das gleiche gilt für die Durchfluss-Menge. “Es gibt immer noch viele Dinge, die davon abhängig sind, wie die sportlichen Regeln geschrieben werden, aber wenn wir und das technische Reglement ansehen, dann wird ersichtlich, dass der limitierte Sprit in einem Rennen die Teams vor die gleichen Aufgaben stellt, mit denen sich auch jeder einzelne Automobil-Hersteller auseinandersetzen muss”, freut sich White. “Es geht darum, mit der geringstmöglichen Spritmenge Einkaufen zu fahren.”

Bei den radikalen Reglementänderungen wird der Schwerpunkt auch auf Energie-Rückgewinnung gelegt – und zwar noch mehr, als es derzeit mit KERS der Fall ist. “Wir können die vom Auspuff erzeugte Hitze durch einen Generator mit einer Turbine speichern. Dieses Know-how müssen wir uns aneignen. Es wird dann der gesamten Gruppe zur Verfügung stehen”, verweist er auf die Synergien mit der Serienproduktion. KERS wird ebenfalls deutlich aufgewertet: Ab 2014 steht den Piloten mit 120 KJ doppelt so viel Power zur Verfügung – durch die deutlich stärkeren Batterien wird sich die Wirkung verzehnfachen.

Honda hat gute Erfahrungen mit der Turbo-Technologie. Bis zum Verbot 1989 dominierten die Japaner die Formel 1 – 1986, 1987 und 1988 holte man zweimal mit Williams und einmal mit McLaren den Konstrukteurs-Titel. Vor dem Ausstieg 2009 propagierte man mit dem Earth-Car den Umweltgedanken und deutete damit als erster Hersteller an, dass man im Marketing auf Energieeffizienz setzt. Gut möglich, dass das neue Reglement nun in Tokio in Bezug auf die Formel 1 für ein Umdenken sorgt.

Quelle: www.formel1.de

Ferrari-Boss Luca di Montezemolo erklärt, warum man Felipe Massas Können nicht in Frage stellen kann, setzt ihn 2012 aber unter Erfolgsdruck

Ferrari musste für die Entscheidung, auch 2012 auf Felipe Massa zu setzen, viel Kritik einstecken. Der Brasilianer schaffte es dieses Jahr nie auf das Podest – als bestes Resultat hat er einen fünften Platz zu Buche stehen. Im Vorjahr konnte er immerhin am Hockenheimring um den Sieg kämpfen. Im Vergleich zu den Topteams Red Bull und McLaren haben die Roten damit den nach Resultaten ganz klar schwächsten Nummer-zwei-Piloten in den eigenen Reihen.

Zuletzt gab es Gerüchte, Robert Kubica könnte den Vize-Weltmeister 2008 – wenn er fit ist – während der kommenden Saison ersetzen, doch dabei handelt es sich bestenfalls um Spekulationen, denn derzeit weiß niemand, wann und ob der Pole in die Formel 1 zurückkehren kann. Zunächst muss Ferrari also weiterhin mit Massa Vorlieb nehmen, der seit seinem schweren Unfall 2009 nicht mehr zu alter Klasse zurückgefunden hat.
Massas Jahr der Entscheidung

Ferrari-Boss Luca di Montezemolo verteidigt nun gegenüber der ‘Gazzetta dello Sport’ die Entscheidung, weiterhin den gleichen Fahrern wie 2010 und 2011 zu vertrauen. “Wir haben mit Fernando bis 2016 einen Vertrag und er ist der beste Fahrer der Welt. Massas Vertrag gilt für die gesamte kommende Saison.”

“Er ist bereits seit einigen Jahren bei uns und obwohl er keine großartige oder glückliche Saison hatte, können wir seine Fähigkeiten als Fahrer nicht in Frage stellen, da er den Titel vor drei Jahren gewann und stets schnell und konkurrenzfähig war”, spielt er auf die Titelentscheidung 2008 an, als der Brasilianer für einige Sekunden Weltmeister war.

Dennoch fordert er eine Steigerung vom 30-Jährigen, der seit 2006 in Diensten der “Scuderia” steht. “Hoffentlich beendet er die Saison in Brasilien mit einem guten Ergebnis. Wir erwarten von ihm 2012 großartige Dinge und dann werden wir entscheiden, wie wir weitermachen”, stellt er Massa die Rute ins Fenster. “Sagen wir mal, er muss sich nächste Saison beweisen.”
Montezemolo für 2012 zuversichtlich

Ganz allgemein ist er für 2012 schon jetzt zuve

rsichtlich. “Hoffen wir, dass es gut läuft. Ich habe großes Vertrauen in die Fahrer. Und es scheint, als hätte es eine Reglement-Klarstellung gegeben”, spielt er auf das Verbot des abgasangeblasenen Diffusors an. “Ich bin sicher, dass wir ein konkurrenzfähiges Auto haben werden.”

Für 2011 stellt er seinem Team allerdings ein durchwachsenes Zeugnis aus. In einer Skala von eins bis zehn gibt er Ferrari “eine Fünf. Ich erhöhe aber auf eine Sechs – wegen des Einsatzes und des Sieges in Silverstone exakt 60 Jahre nach dem ersten Ferrari-Sieg in der Formel 1. Die Saison hat aber schlecht begonnen. Wir interpretierten das Reglement nicht sehr gut und nahmen bei der Technologie unseres Projektes keine Risiken.”

Quelle: www.formel1.de

Rubens Barrichello erklärt, warum Williams dieses Jahr nicht vom Fleck kam und glaubt 2012 an einen großen Sprung nach vorne

Bei Rubens Barrichello stehen die Tage der Wahrheit bevor. Der Brasilianer hofft, dass sein Vertrag bei Williams um ein Jahr verlängert wird, doch mit Kimi Räikkönen, Adrian Sutil und Valtteri Bottas spitzen auch andere Piloten auf das Cockpit des Absteiger-Teams des Jahres. Der Routinier rechnet aber nicht damit, dass Williams in den unteren Tabellenregionen bleiben wird.

“Wir können in allen Bereichen nächstes Jahr einen großen Schritt machen – mit dem Motor, mit einer neuen Denkweise, mit Motivation”, sieht Barrichello Williams 2012 wieder auf dem Vormarsch. “Das ist meine Meinung. Ich weiß nicht, ob es ein Siegerauto sein wird, aber das Auto wird viel besser sein.” Der Mann aus Sao Paulo nützte die letzten Wochen, um die Geschehnisse in der Fabrik in Grove etwas genauer im Auge zu behalten – er möchte seinem Team beweisen, dass er nach wie vor topmotiviert ist.

Zur Saisonmitte befand sich der einstige Weltmeister-Rennstall im Umbruch. Langzeit-Technikchef Sam Michael wurde vor die Tür gesetzt, mit Technikchef Mike Coughlan, Chefingenieur Mark Gillan und Aerodynamikchef Jason Somerville vertraut man nun auf eine Dreierspitze. Bisher hielten sich die Verbesserungen am FW33 noch in Grenzen.

Das muss laut Barrichello aber kein schlechtes Zeichen sein, da er dies auf den Umbruch zu Saisonmitte zurückführt. “Das Problem in diesem Jahr war, dass Leute gingen, ehe andere kamen”, sagt der 39-Jährige gegenüber ‘Autosport’. “In diesen fehlenden drei bis vier Monaten gab es keine Führung.” Obwohl er stets als Unterstützer von Ex-Technikchef Michael galt, vertraut er nun der neuen technischen Führung: “Die Leute fügen sich derzeit gut ein. Sie haben alles getan, um dieses sehr schlechte Auto zu verbessern. Jetzt legen sie alle Bemühungen in das neue Auto.”

Quelle: www.formel1.de

Das Rennen in Interlagos steht für Pirelli ganz im Zeichen der Entwicklung für 2012 – Zwei neue Reifenmischungen kommen zum Einsatz

Mit dem Grand Prix von Brasilien geht auch die erste Saison von Pirelli als alleiniger Reifenlieferant der Formel 1 ihrem Ende entgegen. Doch die Italiener wollen nicht auf die Saison zurückblicken, in der es nicht zuletzt dank der Reifen mehr Überholmanöver den je gegeben hat, sondern konzentrieren sich völlig auf die Entwicklung für das kommende Jahr. Aus diesem Grund erhalten die Fahrer gleich zwei neue Reifenmischungen.

Wie schon in Abu Dhabi, werden für die beiden Freien Trainings am Freitag zwei zusätzliche Sätze einer neuen Versuchsmischung bereitgestellt. Während beim vorherigen Rennen neue weiche Reifen erprobt wurden, kommt in Sao Paulo die harte Reifenmischung zum Einsatz. Diese ist jedoch wesentlich weicher als die der bisherigen harten Reifen, die bei den Fahrern unbeliebt waren und in der zweiten Saisonhälfte nicht mehr verwendet wurden.
Härtetest für die neue weiche Mischung

Für das Rennen stehen, wie schon in Abu Dhabi, die mittlere und weiche Mischung zur Verfügung. Allerdings handelt es sich bei den weichen Reifen um eine veränderte Mischung, die in der letzten Woche beim Young-Driver-Test auf dem Yas Marina Circuit gefahren wurde und auch beim Grand Prix auf dem Nürburgring schon einmal versuchsweise zum Einsatz kam. Sportwetten. “Wir haben bei den Young-Driver-Tests viele Informationen über den neuen weichen Reifen erhalten”, sagt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery. “Es wird interessant sein, diese mit den Renndaten zu vergleichen.”

In Interlagos werden vor allem die Hinterreifen auf eine Belastungsprobe gestellt, wie Bruno Senna erklärt: “Wegen der vielen langsamen Kurven, aus denen herausbeschleunigt wird, der großen Höhenunterschiede, der hohen Asphalttemperatur und der rauen Oberfläche werden die Hinterreifen stark beansprucht.” Gut möglich auch, dass bei diesem Rennen wieder einmal die Regenreifen zum Einsatz kommen werden. In den vergangenen Jahren haben Regenschauer das Renngeschehen in Sao Paulo immer wieder auf den Kopf gestellt.
Pirelli geht 2012 mehr Risiko

Die Vorbereitung für die Saison 2012 verläuft nach Aussage von Hembery bisher planmäßig. Er kündigte außerdem an, dass Pirelli in der kommenden Saison eine aggressivere Strategie fahren wird: “Generell wird die Reifenauswahl nicht mehr so konservativ wie in der zweiten Hälfte dieser Saison sein. Die Teams haben gezeigt, dass sie unser Produkt verstanden haben. Dadurch waren wir beispielsweise in Südkorea in der Lage, mit weich und superweich eine wirklich aggressive Auswahl zu treffen.”
Daher rät der Brite auch, sich bei den jetzt getesteten Reifen nicht zu sehr von der Bezeichnung verwirren zu lassen. “Was wir jetzt ‘weich’ nennen, könnte im Endeffekt im nächsten Jahr der mittlere Reifen sein.” Auf den Saisonabschluss in Brasilien freut sich Hembery gleich aus zwei Gründen: “Zum einen ist es eine legendäre Strecke mit einer tollen Atmosphäre, zum anderen ist es ein wichtiger Absatzmarkt für uns.”

Quelle: www.formel1.de