Archive for Dezember, 2011

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hält große Stücke auf Sebastian Vettel, würde Fernando Alonso aber nicht gegen den Weltmeister eintauschen

Sebastian Vettel hat sich mit einer nahezu perfekt absolvierten Formel-1-Saison 2011 zwar zum jüngsten Doppelweltmeister der Geschichte gekrönt, doch lange Zeit galt Fernando Alonso dennoch als der beste Rennfahrer der Gegenwart. Das hat sich in den vergangenen Monaten zumindest für einige Experten wie Gerhard Berger geändert, die auf ihrer subjektiven Liste nun den Red-Bull-Piloten auf Platz eins führen.

Doch bei Ferrari ist man nach wie vor davon überzeugt, mit Alonso den Besten im Cockpit zu haben: “Ich würde Alonso gegen niemanden eintauschen, denn im Rennen ist er der stärkste Fahrer, den es gibt”, erklärt Ferari-Präsident Luca di Montezemolo gegenüber der ‘Gazzetta dello Sport’. Zudem hat sein spanisches Zugpferd 2010 und 2011 Felipe Massa alt aussehen lassen – und der war 2008 immerhin noch gut genug, um Kimi Räikkönen zu schlagen und fast Weltmeister zu werden.

Allerdings macht Montezemolo auch keinen Hehl daraus, dass er große Stücke auf Vettel hält. Der steht bis 2014 bei Red Bull unter Vertrag – und könnte danach nur als Teamkollege von Alonso zu Ferrari kommen, denn der Champion von 2005 und 2006 hat sogar bis 2016 unterschrieben. Vettel sei “ein intelligenter Kerl”, findet Montezemolo und ergänzt: “Mir gefällt sein Auftreten. Wenn ich mich zwischen zwei Fahrern mit gleichem Können entscheiden muss, dann nehme ich immer den mit dem klügeren Kopf.”

Ferrari könnte sich jedoch schon bald einen neuen zweiten Fahrer suchen müssen, denn der Vertrag von Massa läuft Ende 2012 aus. Als möglicher Nachfolger wurde in den vergangenen Jahren immer wieder Robert Kubica gehandelt, für den es bei Renault anscheinend keine Zukunft mehr gibt.

Quelle: www.formel1.de

Für Niki Lauda wird auch im kommenden Jahr Jenson Button der Hauptkonkurrent von Sebastian Vettel im Kampf um die WM-Krone sein

Heute in genau sechs Wochen öffnet sich der erste Vorhang der Formel-1-Saison 2012. Die Testfahrten in Jerez geben ein erstes Bild über die Kräfteverhältnisse im kommenden Jahr. Bis dahin kann darüber nur spekuliert werden. Niki Lauda hingegen ist sich schon recht sicher, welches Team 2012 dasjenige sein wird, das es zu schlagen gilt. “Die Logik sagt mir, dass Red Bull weiter vorn sein wird”, sagt der Österreicher im Interview mit den ‘Salzburger Nachrichten’.

Aufgrund der vergleichsweise geringen Änderungen im Reglement, die lediglich den Bereich des Auspuffs und Diffusors betreffen, könne Red Bull sein neues Auto auf der Basis des erfolgreichen 2011er-Modells entwickeln. “Wer da auf einem jetzt schon sehr guten Auto aufbauen kann, hat einen Vorteil. Gutes noch besser zu machen ist leichter, als neu anzufangen”, sagt der dreimalige Weltmeister. Als Gegenbeispiel nennt Lauda Mercedes, die ein völlig neues Auto konstruieren müssten: “Da gibt es das Risiko, in die falsche Richtung zu gehen.”

Auch wenn eine wirkliche Beurteilung des Kräfteverhältnisses erst nach den ersten Testfahrten möglich ist, hält Lauda eine ähnlich dominante Vorstellung wie 2011 von Sebastian Vettel durchaus möglich. Der Heppenheimer habe in diesem Jahr immens an Selbstsicherheit gewonnen und seine Fehlerquote reduziert. Daher sei er auch in der kommenden Saison der Top-Favorit. “Wer ihn schlagen will, braucht ein perfektes Auto.”

Als Hauptkonkurrenten des Deutschen sieht der Österreicher vor allem Jenson Button. “Button war schon 2011 am stabilsten, ist gefestigt, kommt überall sympathisch rüber und ist fehlerlos schnell. Und er hat nach seinen Leistungen 2011 immens Selbstvertrauen”, sagt Lauda. Lewis Hamilton und Fernando Alonso hingegen müssten zunächst einmal ihre privaten Probleme in den Griff bekommen, um voll konzentriert auf den Job zu sein.

Eine eindeutige Meinung hat Lauda zum Comeback vom Kimi Räikkönen: “Das ist geil, dass er wieder da ist! Er ist eine schillernde Persönlichkeit und wird in den ersten Rennen großes Interesse bei Fans und Medien wecken.” Für das zukünftige Lotus-Team sei die Verpflichtung des Finnen ein guter Schritt. In einem guten Auto sei Räikkönen in der Lage, das Team an die großen Vier heranzuführen.

Quelle: www.formel1.de

Christian Horner kann die aktuelle Diskussion über Bezahlfahrer nicht nachvollziehen – Für den Red-Bull-Teamchef ist dieses Problem so alt wie die Formel 1

Dass Talent alleine nicht immer ausreicht, um ein Cockpit in der Formel 1 zu ergattern, ist hinlänglich bekannt. Vor allem die kleineren Teams sind immer wieder auf Fahrer angewiesen, die neben Talent auch den ein oder anderen Euro oder US-Dollar an Sponsorengeldern mitbringen. So dürfte Williams Pastor Maldonado auch deshalb frühzeitig als Fahrer für 2012 bestätigt haben, weil er einen zweistelligen Millionenbetrag zur Teamkasse beisteuert.

Auch der bei Renault geschasste Witali Petrow kann bei der Suche nach einem neuen Cockpit mit dem finanziellen Argument punkten. Für viele etablierte Piloten erscheint dies geradezu als Bedrohung. So machte Jarno Trulli vor wenigen Tagen klar, dass er den Einsatz von “Paydrivern” für den falschen Ansatz hält. Allerdings spielen dabei auch persönliche Motive eine Rolle, denn Petrow könnte den Italiener 2012 bei Caterham aus dem Cockpit verdrängen.

Christian Horner hingegen sieht die Diskussion wesentlich entspannter und kann sie nur bedingt nachvollziehen. “In der Geschichte des Sports hat man das immer wieder gesehen”, wird der Brite von ‘TotalRace’ zitiert. “Für die Teams ging es immer darum, die richtige Balance aus finanziellen Erwägungen und dem Talent des Fahrers zu finden.”
Selbst Weltmeister brauchten “Eintrittsgeld”

Selbst manch überaus talentierter Fahrer hat seine Karriere streng genommen als “Paydriver” begonnen. So kam Michael Schumacher nur dank einer finanziellen Mitgift von Mercedes 1991 zu seinem Debüt bei Jordan. Allerdings gab es auch Auswüchse dieses Systems, in Form von Fahrern, die allein des Geldes wegen zu seinem Einsatz in der Formel 1 kamen.

Ein besonders eklatanter Fall war der israelische Geschäftsmann Chanoch Nissany, der 2005 beim Grand Prix von Ungarn bei Minardi im freien Training zu seinem Formel-1-Debüt kam. Der zu diesem Zeitpunkt 42-Jährige, der über die Erfahrung von gerade einmal drei Formel-3000-Rennen verfügte, beendet seine Formel-1-Karriere nach acht Runden im Kiesbett. Zu diesem Zeitpunkt lag er knapp 13 Sekunden hinter der Bestzeit und über sechs Sekunden hinter dem Vorletzten zurück.

Solche Extrembeispiele gibt es aktuell jedoch nicht mehr. Maldonado, Petrow oder auch Marussia-Neuzugang Charles Pic haben in der GP2 ihr fahrerisches Vermögen unter Beweis gestellt. Daher sieht Horner, der in seinem Team nicht auf Bezahlfahrer angewiesen ist, keinen akuten Diskussionsbedarf über dieses Thema: “Dieses Problem ist so alt wie die Formel 1. Die momentane Situation ist nicht neu.”

Quelle: www.formel1.de

Ex-Weltmeister Damon Hill ist gespannt auf das Comeback von Kimi Räikkönen und hofft, dass jemand Sebastian Vettel und Red Bull herausfordern kann

Damon Hill ist Ende 1999 zurückgetreten, doch der Weltmeister von 1996 beobachtet die Formel 1 weiterhin genau. Die Schlagzeilen der vergangenen Wochen betrafen Lotus-Renault und das Comeback von Kimi Räikkönen. Durch die Rückkehr des “Iceman” stehen im kommenden Jahr sechs Weltmeister am Start. Es gab positive und negative Meinungen über die Rückkehr des Finnen. Hill zählt zu den Befürwortern und findet, dass Räikkönen noch viele Erfolge feiern wird. Generell wünscht sich der Brite mehr Spannung an der Spitze.

“Ein guter Kampf unter den drei Topteams wäre fantastisch zu sehen. Wir wollen jemanden sehen, der die Spitze aufmischt, obwohl ich glaube, dass Adrian (Newey; Anm. d. Red.) fantastisch ist. Sebastian, Mark und Red Bull sind an der Spitze ein großartiges Team. Es ist gut das zu haben, aber ich weiß, dass sie darum kämpfen wollen”, wird Hill von ‘Autosport’ zitiert.

Hill spricht von drei Topteams. Ob Räikkönen in der kommenden Saison wieder regelmäßig Rennen gewinnen wird, bleibt abzuwarten. Das Comeback findet der ehemalige Brabham, Williams, Arrows und Jordan-Pilot “großartig.” Er ist gespannt, wie sich der 18-fache Grand-Prix-Sieger schlagen wird. “Er wird zeigen müssen, dass er es immer noch kann. Er hat ein gutes Team mit dem er es zeigen kann. Außerdem ist er immer noch jung.”

Mit 32 Jahren ist Räikkönen deutlich älter als Vettel, Hamilton und Co. Das sieht Hill aber nicht als Problem an. “Er hat schon einen WM-Titel gewonnen. Ich bin in seinem Alter erst in die Formel 1 gekommen. Er hat also noch das Potenzial für weitere WM-Titel.” Hill gewann im Alter von 36 Jahren seine einzige Weltmeisterschaft. In 115 Starts kam er auf 20 Pole-Positions und 22 Siege. Räikkönen kommt in 156 Starts auf 16 Pole-Positions und 18 Siege.

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Ex-Formel-1-Pilot Alex Zanardi ist von den Fähigkeiten Lewis Hamiltons überzeugt – Aus den Fehlern wird der McLaren-Pilot seine Lehren ziehen

Lewis Hamilton hat in fünf Jahren Formel 1 die Höhen und Tiefen der Königsklasse kennen gelernt. In seiner Debüt-Saison 2007 verpasste der Brite knapp den WM-Titel und holte sich im darauf folgenden Jahr als damals jüngster Fahrer die Krone. 2009 war der McLaren zu Saisonbeginn nicht konkurrenzfähig und Hamilton fuhr plötzlich im hinteren Teil des Feldes. Sportwetten. 2011 bezeichnete der Brite als schwierigstes Jahr seiner Karriere.

Trotz drei Siegen wurde der 26-Jährige führ mehrere Aktionen auf der Strecke kritisiert. Dennoch zählt er im Fahrerlager zu den schnellsten Fahrern. Ex-Formel-1-Pilot und IndyCar-Meister Alex Zanardi ist weiterhin beeindruckt von Hamilton. “Ich stimme damit überein, dass er ein frustrierendes Jahr hatte”, wird der Italiener vom ‘Telegraph’ zitiert.

“Ich kann nur hinzufügen, dass 99 Prozent der Leute die ich kenne – und ich stelle nicht sein Talent in Frage, denn Lewis Hamilton ist der talentierteste Fahrer, den ich je gesehen oder getroffen habe. Meiner Meinung nach sind nicht einmal 99 Prozent der Menschen, die ich getroffen habe, so reif wie Lewis Hamilton. Was ihm in diesem Jahr passiert ist, zeigt nur, dass er menschlich ist. Selbst ein Lewis Hamilton ist verletzbar.”

Zanardi selbst hatte in der Formel 1 überschaubare Erfolge. Der heute 45-Jährige kam nur ein einziges Mal in die Punkteränge. Das war in einem Lotus Platz sechs in Brasilien 1993, wofür es damals einen Zähler gab. In diesem Jahr zeigte Zanardi mit einem Handrad beim Marathon in New York eine beeindruckende Leistung. Diese Kämpferqualität sieht er auch bei Hamilton.

“Lewis ist ein sehr schlauer Junge. Ich hatte das Privileg, ihn einmal für ein italienisches Magazin zu interviewen. Ich entdeckte einen Kerl, der für sein Alter sehr, sehr reif ist. Er hat zwar einen Schritt falsch gesetzt, aber ich bin mir sicher, dass er im kommenden Jahr seine Lektion gelernt hat. Ich bin mir sicher, dass er seine Lektion bereits gelernt hat. Er wird wieder seine Leistung zeigen, obwohl er aus England großen Druck hat, weil er Lewis Hamilton ist.”

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Jarno Trulli findet, dass sich die Anstellung von Bezahlfahrern für die Teams letztlich nicht lohnt – Der Routinier bangt um seinen Platz bei Caterham

Für einige Formel-1-Teams sind sie ein praktischer Weg, um das eigene Budget zu erhöhen, für manche Grand-Prix-Piloten sind sie eine echte Bedrohung: Die Rede ist von so genannten Bezahlfahrern, die sich ihre Cockpits in der Königsklasse mithilfe von Sponsorengeldern erkaufen. Gerade in den Rennställen, die am hinteren Ende der Boxengasse Quartier beziehen, findet sich oft mindestens einer dieser “Paydriver” in einem der beiden Autos eines Teams.

Lotus, das in der kommenden Saison unter der neuen Bezeichnung Caterham starten wird, kam in den vergangenen beiden Jahren ohne derartig finanziell potente Fahrer aus und setzte in Jarno Trulli und Heikki Kovalainen bewusst zwei Grand-Prix-Sieger, die das Team Dank ihrer fahrerischen Kraft nach vorne bringen sollten. Doch dies könnte sich in der kommenden Saison ändern. Der bei Renault nicht mehr erwünschte Witali Petrow könnte mit seinen russischen Sponsorenrubeln bei Caterham andocken und den 2011 oft glücklos agierenden Trulli ersetzen.

Kein Wunder also, dass der Italiener von dem Russen nicht allzu viel hält. Man müsse sich nur ansehen, was in der vergangenen Saison bei Renault passiert sei. “So lange sie Kubica hatten, ein toller Fahrer, der das Beste aus dem Auto rausholen konnte, galten sie als Geheimfavoriten. So bald Robert draußen war, waren sie am Ende. Petrow war nicht in der Lage, das Team zu führen, und Senna hat gezeigt, dass er nicht gut genug ist”, wird Trulli von ‘La Repubblica’ zitiert.

Wie überlegen ein erfahrener Fahrer gegenüber einem “Paydriver” sei, zeige sich auch am Vergleich zwischen Nick Heidfeld und Petrow. “Nick, mit seiner Erfahrung, hat fast so viele Punkte wie Petrow geholt, obwohl er nur die halbe Saison gefahren ist”, sagt Trulli, der Fahrern, die von zahlungskräftigen Geldgebern gefördert werden, die Fähigkeit abspricht, in entscheidenden Momenten auf die Zähne zu beißen.
“Paydriver” sind weniger leidensfähig

“Es ist keine Regel, aber es ist wahr, dass diejenigen, die bezahlen, weniger daran gewöhnt sind zu leiden. Sie sind weniger entschlossen”, erklärt der 37-Jährige. Wenn man sich wie er als junger Fahrer hingegen mühsam nach oben kämpfen müsse, sei man eher daran gewöhnt, in bestimmten Situationen gute Leistungen zu zeigen, da man sonst keine zweite Chance erhalte.

Heutzutage sind viele Teams auf die zusätzlichen finanziellen Mittel bestimmter Fahrer angewiesen, das weiß auch Trulli. “Das ist eine wirtschaftliche Entscheidung. Meiner Meinung nach ist es das nicht wert”, sagt der Italiener. Der Wettstreit am hinteren Ende der Startaufstellung gleiche zwar einem Überlebenskampf, der einen solchen Ansatz rechtfertige. “Doch sobald die Ambitionen etwas steigen, ist man mit diesem Ansatz auf verlorenem Posten”, findet Trulli, der damit deutlich macht, wie er sich an Stelle seines Teamchefs Tony Fernandes entscheiden würde.

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Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel nutzt die Winterpause, um sich von den Strapazen der Saison zu erholen – Vorfreude auf den 2012er-Red-Bull

Die Winterpause der Formel 1 ist weitaus kürzer als es auf den ersten Blick erscheint. Ende November endete die Saison 2011 in Brasilien, Mitte März 2012 startet in Melbourne die 63. Formel-1-WM-Saison. Doch dazwischen liegen die Präsentationen der neuen Autos sowie die Testfahrten in Jerez und Barcelona, die bereits Anfang Februar beginnen.

Zählt man die zahlreichen Werbe- und Pressetermine hinzu, welche viele Formel-1-Fahrer im Anschluss an die Saison und dann wieder vor dem Start der Rennen 2012 zu bewältigen haben, bleiben vielen nur die Weihnachtsfeiertage als echte Ruhepause.

“Es gibt keine echte Winterpause, deshalb ist es wirklich wichtig, sie zu nutzen, um das System herunterzufahren, zur Ruhe zu kommen und die Batterien aufzuladen”, sagt Weltmeister Sebastian Vettel in einem ‘BBC’-Interview. Ganz vergessen könne er dabei die Formel 1 zwar nicht, aber den Stress wolle er dann schon hinter sich lassen.

Im neuen Jahr begännen dann alle wieder bei Null. “Wir alle haben die gleiche Chance”, meint der Red-Bull-Pilot, der 2011 elf Rennen gewann und bei 15 von 19 Grands Prix auf der Pole-Position stand. Eine Wiederholung dieser Erfolgsbilanz wird schwierig, doch Vettel traut seinem Team zu, erneut ein Auto zu bauen, dass der Konkurrenz voraus ist.

“Wir sind alle auf das Auto gespannt”, gibt der Champion zu. “Wir sehen, wie es zusammenwächst. Es ist wie die Geburt eines Kindes. Ich bin zwar kein Vater, aber man sagt, dass es sich so anfühlt.”

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Nico Hülkenberg möchte mit dem Force India vom ersten Rennen an um WM-Punkte fahren, weiß aber nicht, wo sein Team derzeit steht

Die Formel-1-Saison 2011 glich bei Force India einem Steigerungslauf. Zu Beginn des Jahres war das Team noch nicht in der Lage, den Speed der Kokurrenten mitzugehen, im Verlauf des Rennjahres erfolgte jedoch eine deutliche Steigerung. Die belegt ein Blick auf die Ergebnisse: 12 von 17 Zielankünften in den Punkten erreichte das britisch-indische Team in der zweiten Saisonhälfte. Nico Hülkenberg hofft nun, dass sich dieses Szenario 2012 nicht wiederholt.

“Hoffentlich starten wir etwas besser in die Saison als 2011″, sagt der Deutsche gegenüber ‘Autosport’. “Unser Ziel ist, von Anfang an ein starkes Auto zu haben, mit dem wir in die Punkte fahren können.” Nach Ansicht des 24-Jährigen hat der schwache Saisonstart ein noch besseres Endergebnis für Force India verhindert: “Wenn wir zu Beginn des Jahres das Auto gehabt hätten, welches wir am Ende hatten, wären wir Fünfter in der Konstrukteurs-Meisterschaft geworden.”

Momentan ist eine Einschätzung des Kräfteverhältnisses für Hülkenberg jedoch schwierig. “Es ist unmöglich zu sagen, wo wir mit der Entwicklung stehen”, sagt er und erklärt: “Ich weiß zwar, was wir, aber nicht was die anderen machen.” Außerdem verweist der Deutsche auf die Änderungen im Reglement, welche die Machtverhältnisse verschieben könnten: “Es gibt einige Regeländerungen wie beim Auspuff und den flexiblen Flügeln, die jetzt limitiert sind.”

Der 24-Jährige hatte sich in diesen Jahr durch 14 Einsätze im Freien Training bei Force India empfohlen. “Immer wenn ich am Freitag gefahren bin, habe ich gehofft, dass sie sehen, wozu ich in der Lage bin”, sagt Hülkenberg, der noch großes Steigerungspotenzial bei sich sieht. “Ich befinde mich immer noch in einer frühen Phase meiner Karriere. Ich habe meinen Zenit noch nicht erreicht, darum haben sie mir die Gelegenheit gegeben, 2012 für sie zu fahren.”

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Manfred Zimmermann dementiert Gerüchte über Verhandlungen von Adrian Sutil mit Ferrari – Eine Entscheidung über die Zukunft soll Anfang Januar fallen

Adrian Sutils Manager hat Gerüchten über einen möglichen Wechsel seines Schützlings zu Ferrari widersprochen. “Das ist sicherlich der Traum eines jeden Fahrers und Managers. Aber wir stehen definitiv nicht in Verhandlungen mit Ferrari und Ferrari ist sicherlich keine Option”, sagt Zimmermann im Interview mit ‘Sky Sport News HD’. In den vergangenen Tagen war spekuliert worden, dass Sutil für 2012 nur einen Einjahres-Vertrag abschließen wolle, um 2013 als Nachfolger von Felipe Massa zu den Italienern zu wechseln.

Schon vor Monaten war durchgesickert, dass der Deutsche bei Force India durch seinen Landsmann Nico Hülkenberg abgelöst wird. Seit dem vergangenen Freitag steht offiziell fest, dass sich Sutil für 2012 einen neuen Arbeitgeber suchen muss. Zimmermann erklärte, dass er derzeit mit anderen Teams in Verhandlungen steht: “Es gibt Optionen, nach wie vor in der Formel 1. Wo die Reise hingeht, können wir noch nicht sagen.”

Chancen dürfte Sutil wohl vor allem bei Williams haben, wo er neben Rubens Barrichello als heißer Kandidat für das zweite Cockpit gehandelt wird. Er und sein Manager wollen sich jedoch Zeit nehmen und entscheiden, was in der Zukunft Sinn mache. “Die Tests gehen wieder Anfang Februar los. In den ersten zwei Januarwochen sollte dann eine finale Entscheidung getroffen werden”, sagt Zimmermann. Jetzt stünde erst einmal die verdiente Weihnachtspause an.

An den zukünftigen Rennstall Sutils stellt sein Manager jedoch gewisse Ansprüche: “Das Team sollte Adrian die Chance geben, sich zeigen zu können und in die Punkte zu fahren. Er hat jetzt zwei Jahre hintereinander bewiesen, dass er, wenn das Auto funktioniert, ein garantierter Punktelieferant ist.” Demzufolge scheint HRT, bei denen auch noch ein Cockpit für 2012 zu vergeben ist, keine Option zu sein.

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uca di Montezemolo stellt sich gegen Bernie Ecclestones Streichliste bei den europäischen Rennen – Die Formel 1 dürfe ihre Wurzeln nicht verleugnen

Ende November sorgte Bernie Ecclestone mit der Aussage “Das Thema Europa ist erledigt” für Aufsehen. Ginge es nach den Plänen des Formel-1-Bosses, sollten zukünftig maximal fünf Rennen in Europa stattfinden. Formel1-GP. Das sorgte nicht nur bei den Fans für helle Aufregung. Auch Luca di Montezemolo widerspricht Ecclestone in dieser Angelegenheit. Nach Ansicht des Ferrari-Präsidenten würde eine zu starke Abwanderung aus Europa die Formel 1 schwächen.

“Wir müssen aufpassen, dass wir das Image der Formel 1 nicht kaputtmachen”, sagt di Montezemolo gegenüber ‘Autosport’. “Es ist gut, die Formel 1 in Indien, Russland, Südkorea, dem Mittleren Osten zu sehen.” Man dürfe jedoch die Tradition und Geschichte der Formel 1 nicht vergessen, vor allem da nicht alle neuen Strecken so gut wie beispielsweise Spa-Francorchamps seien. “Es ist sehr wichtig, den Mittelpunkt der Formel 1 in Europa zu halten.”

Die Rückkehr in die USA, wo nach vier Jahren Pause 2012 erstmals wieder ein Grand Prix ausgetragen wird, begrüßt di Montezemolo jedoch ausdrücklich: “Ich bin froh darüber, dass wir endlich wieder die Möglichkeit haben, in den Vereinigten Staaten zu fahren. Es war schon komisch: Die Formel 1 fuhr in allen möglichen Länder, aber nicht im größten Fahrzeugmarkt der Welt.”

Quelle: www.formel1.de