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Während Lewis Hamilton beim Großen Preis von Belgien überlegen zum Sieg fuhr, zog Jenson Button das Pech an und fiel aus

Lewis Hamilton triumphierte unter schwierigsten Bedingungen am Sonntag beim Großen Preis von Belgien – trotz eines kleinen Ausrutscher ins Kiesbett. Teamkollege Jenson Button zog unterdessen das Pech magisch an. Erst beschädigte er sich in der Anfangsphase den Frontflügel, dann schoss ihn Sebastian Vettel von der Strecke, was das Aus bedeutete.

“Nach dem Ausfall in Ungarn hätte dieser letzte Teil der Meisterschaft für mich nicht besser beginnen können”, so Hamilton. “Dieser Sieg war der perfekte Weg, um zurück zu schlagen. Spa ist immer eines der herausforderndsten Rennen im Kalender, und ich bin verzückt, dass ich es nun abgehakt habe und sage, dass ich hier gewonnen habe.”

“Am Start war ich in der Lage, meine Geschwindigkeit zu kontrollieren und den Vorsprung aufrecht zu erhalten. Jedes Mal, wenn die Autos hinter mir ihre Geschwindigkeit erhöhten, war ich in der Lage zu antworten. Als sich die Bedingungen änderten, hatte ich in der achten Kurve einen Schreckmoment – das war knapp! Glücklicherweise kam ich da wieder raus, machte einen Schritt zurück, fokussierte mich wieder neu und übernahm wieder die Kontrolle. Ich war so erleichtert, am Ende des Rennens die Ziellinie zu überqueren – das war ein überwältigendes Gefühl.”

“Mir tut es jedoch für Jenson wirklich leid. Er hat großartige Arbeit geleistet. Ich fuhr die erste Kurve, schaute in meinen Spiegeln und sah, wie er Plätze gutmachte. Ich dachte ‘Das ist gut, das ist gut’. Dann kam er auf den zweiten Platz nach vorn, und ich dachte, ‘Das ist fantastisch, eine weitere Möglichkeit für einen Doppelsieg’.”

“Dann wurde er plötzlich unverschuldet aus dem Rennen geworfen. Das war für ihn wirklich Pech, und auch für das Team, denn er hat alles Mögliche getan, um für uns die maximalen Punkte für die Konstrukteursmeisterschaft zu holen. Aber er wird sogar noch stärker zurückschlagen.”

“Es mag offensichtlich klingen, wenn ich es sage, aber ich sage es trotzdem: Ich liebe das Rennfahren. Es ist in meinem Blut, und ich habe es während der Sommerpause so sehr vermisst. Es ist fantastisch, schlussendlich hier in Spa, in den schwierigsten Bedingungen, einen Sieg geholt zu haben. Ohne das Team hätte ich das jedoch nicht machen können. Wir würden heute nicht hier stehen, wenn sie sich nicht so sehr angestrengt hätten. Es fühlt sich beinahe an wie mein erster Sieg – das ist phänomenal!”

“Das hat heute Nachmittag wirklich gut ausgesehen”, so Button. “Ich bin ziemlich einfach auf den zweiten Rang nach vorne gekommen, aber die linke vordere Endplatte war schon in der ersten Runde beschädigt worden, was bedeutete, dass ich den maximalen Winkel einstellen musste. Das machte das Heck nervös.”

“Aus diesem Grund war es ziemlich schwierig, die anderen hinter mir zu halten. Aber ich hatte unter nassen Bedingungen einen guten Kampf und schien in der Lage zu sein, eine bessere Haftung vorzufinden als die anderen Leute um mich herum. Ich leistete ordentliche Arbeit, indem ich meine Position hielt, und das machte ich ganz locker.”

“Wie alle wissen, hatte ich dann einen Zwischenfall mit Sebastian. Ich habe sicherlich nicht früher gebremst als gewöhnlich. Alles, was ich weiß, ist, dass ich plötzlich am Seitenkasten einen heftigen Schlag verspürte, welcher den Kühler aufriss. Dann verlor ich den Antrieb.”

“Ich habe mir das nun im Fernsehen angeschaut, und ich würde sagen, dass das ein sehr seltsamer Zwischenfall war. Klarerweise hat er das nicht absichtlich gemacht, und ich habe gehört, dass er sich nun entschuldigt hat, aber ich muss sagen, dass ich keine Ahnung habe, was er macht. In Bezug auf meine Titelhoffnungen ist das ein gewaltiger Rückschlag. Ich kann nun nur nach Monza blicken. Ich liebe die Strecke, und ich werde mein Bestes geben, um dort eine Menge Punkte zu holen.”

“Es gibt keinen Zweifel: Heute haben wir ein wirklich fantastisches Rennen und einen wirklich brillanten Sieg gesehen”, so Teamchef Martin Whitmarsh. “Abgesehen von einem Ausflug, der einem das Herz hat stehen lassen, hatte Lewis von der Startampel bis zur Zielflagge alles im Griff und fuhr heute Nachmittag wunderbar gut, das gesamte Wochenende.”

“Von dem Moment an, an dem er am Freitagmorgen auf die Strecke ging, war er offenkundig begeistert davon, hier in Spa zu sein, und es war klar, dass er sich immer zuversichtlich gefühlt hat, dass ein Sieg für ihn möglich ist. Er hat momentan wirklich alles im Griff.”

“Er ist in der Fahrerwertung nun auch wieder zurück in Führung, und trotz Sebastian führen wir auch die Konstrukteursweltmeisterschaft an.”

“Es ist klar, dass Jenson jede Menge WM-Punkte gesammelt hätte, wäre Jensons Rennen nicht durch Sebastians Fehler beendet worden. Heute ist für ihn aus diesem Grund ein wirklich frustrierender Tag. Er fuhr super – er ist in wechselhaften Bedingungen so gut, das haben wir heute gesehen. Aber er ist sehr reif und ich weiß, dass er sich von diesen Rückschlag nicht entmutigen lässt.”

Quelle: formel1.de

Regentänze und volles Risiko: Mit diesem Erfolgsrezept will Mercedes in Spa-Francorchamps vielleicht sogar für eine Sensation sorgen

Schon vor dem Qualifying in Spa-Francorchamps war klar, dass es Mercedes morgen im Grand Prix von Belgien schwer haben würde, denn Nico Rosberg (Getriebewechsel) wurde mit einer Strafversetzung um fünf, Michael Schumacher (harte Fahrweise gegen Rubens Barrichello am Hungaroring) sogar mit einer um zehn Positionen belegt.

Doch was auf den ersten Blick wie ein Fluch erscheint, könnte mit ein bisschen Glück zum Segen werden. Rosberg und Schumacher werden morgen vom 14. beziehungsweise 21. Startplatz ins Rennen gehen und haben dementsprechend wenig zu verlieren. Also entschieden sich die beiden Fahrer für ein Regensetup (Ross Brawn: “Nicos ist extremer als das von Michael”), was sich bei einer 65-prozentigen Regenwahrscheinlichkeit als silberner Goldgriff entpuppen könnte.

Nichts zu verlieren

“Wir hoffen auf Regen”, gesteht Teamchef Brawn. “Nico hat sich für ein sehr weiches Setup mit Fokus auf Regen entschieden. In unserer Position kann man riskantere Entscheidungen treffen, weil wir nicht viel zu verlieren haben. Heute hat es bei beiden Rahmenrennen gleich zu Beginn Safety-Car-Phasen gegeben. Das könnte uns auch in die Hände spielen. Wir haben vor, morgen ziemlich zu riskieren und zu versuchen, aus den Safety-Car-Phasen einen Nutzen zu ziehen.”

Besonders Rosberg scheint wild entschlossen zu sein, das Messer zwischen die Zähne zu nehmen und eine tolle Show abzuziehen, sollte ihm der Wettergott helfen: “Im Wissen, dass ich irgendwo zwischen Platz 13 und 17 landen würde, entschied ich mich für ein ziemlich aggressives Regensetup. Daher hoffe ich auf Regen”, sagt er. “Das ist meine einzige Chance – und keine schlechte – etwas zu erreichen. Außerdem fühlte sich das Auto heute auf feuchter Strecke mit Slicks ganz gut an.”

Die Konkurrenz ist größtenteils mit einem konventionellen Setup unterwegs, um kein Risiko einzugehen. So wirkt sich zum Beispiel eine kürzere Getriebeübersetzung vorteilhaft auf die Fahrbarkeit des Motors aus, allerdings ist ein zu kurzer siebter Gang auf der langen Kemmel-Geraden natürlich ein gewaltiger Nachteil, sollte es trocken sein. Die Mercedes-Taktik kann also entweder mit einer Sensation oder mit einer totalen Pleite enden.

Ein weiterer Beweggrund, auf ein Regensetup zu setzen, war das F-Schacht-System: “Es funktioniert gut. Das war auch ein Grund für unsere Entscheidung, angesichts eines möglichen Regenrennens mehr Anpressdruck zu fahren, denn der F-Schacht vernichtet enorm viel Luftwiderstand”, erläutert Brawn. Sprich: Auf den Geraden sollte der Topspeed dank F-Schacht trotz verhältnismäßig steil eingestellter Flügel einigermaßen gut sein.

Im Qualifying schrammten die Mercedes-Piloten übrigens nur um 53 beziehungsweise 64 Tausendstelsekunden am Einzug ins Top-10-Finale vorbei. “Q1 haben wir unter schwierigen Umständen gut hinbekommen”, berichtet Brawn. “In Q2 haben wir versucht, ganz zum Schluss zu fahren, denn die Strecke wurde immer besser. Leider litten wir wieder an dieser magnetischen Anziehungskraft, die unsere Autos füreinander zu haben scheinen!”

Mit dem Verkehr verzettelt

“Sie lagen eng beisammen, konnten aber keinen Abstand entstehen lassen, weil es mit der Zeit knapp war. Buemi hat dann vor Nico einen Fehler gemacht und war vor Nicos Nase. Nico konnte sich nicht zurückfallen lassen, weil er Michael hinter sich hatte. Dann haben wir Q3 nur um Bruchteile verpasst. Ich glaube, wir wären dafür locker gut genug gewesen. Für ganz vorne hätte es jedoch nicht gereicht”, gibt der Brite zu. Übrigens: Buemi wurde für seine Blockade um drei Plätze nach hinten versetzt.

Die Verkehrsprobleme hätten sich die Silberpfeile vielleicht sparen können, wenn sie früher auf die Strecke gegangen wären, aber: “Ich hätte nicht früher rausgehen können. Nico auch nicht, glaube ich”, verweist Schumacher auf das notwendige Betanken und den Reifenwechsel, den seine Crew durchführen musste. Interessant ist in diesem Zusammenhang aber, dass es laut Angaben von Brawn eine bewusste Entscheidung war, bis zum Ende zu warten.

Trotz des 21. Startplatzes ist Schumacher über das Abschneiden “nicht enttäuscht. Bestenfalls wäre vielleicht ein 16. Startplatz drin gewesen, jetzt bin ich 21. Vielleicht hätte ich heute Neunter oder Zehnter werden können, aber mehr ging halt nicht”, sieht der siebenfache Weltmeister ein. “Wir wissen, dass wir aus eigener Kraft keine Rennen gewinnen können, aber bei den Verhältnissen an diesem Wochenende, wer weiß? Alles kann passieren.”

So weit hinten wie diesmal stand der 41-Jährige in seinem “Wohnzimmer” übrigens noch nie: Bei seiner Formel-1-Premiere 1991 auf Jordan sicherte er sich den siebten Startplatz, 1995 (Benetton) gab es einen Ausreißer mit Rang 16 und im Ferrari-Seuchenjahr 2005 wurde er nur Sechster. Ansonsten hatte Schumacher ein Abonnement auf die ersten zwei Startreihen. Seine Vorfreude auf das Rennen trübt die schlechte Ausgangsposition aber nicht.

“Angesichts meiner Geschichte auf dieser Strecke und angesichts meiner dreijährigen Pause ist die Freude natürlich riesengroß, wieder hier zu fahren. Wir fahren nicht ganz vorne mit, aber das Handling war gar nicht so schlecht. Das Fahren hat Spaß gemacht”, so Schumacher, der in der ersten Kurve “so aggressiv wie möglich” agieren will. Aber: “Du musst auch heil über die Distanz kommen, ohne dass du dir zum Beispiel an der Box einen neuen Frontflügel abholen musst…”

Quelle: formel1.de

Timo Glock und Lucas di Grassi blicken nach dem ersten Tag in Belgien optimistisch auf den Rest des Wochenendes

Das Virgin-Team konnte am Freitagnachmittag in Belgien praktisch nur mit einem Auto trainieren, denn Timo Glock verlor auf der nassen Rennstrecke schon nach zwei Runden die Kontrolle über sein Auto und rutschte in die Reifenstapel. Teamkollege Lucas di Grassi konnte 21 Runden abspulen und wurde am Ende mit 4,607 Sekunden Rückstand auf Position 21 geführt.

“Dies war ein sehr produktiver Tag”, so di Grassi. “Wir waren in der Lage, das Auto mit allen zur Verfügung stehenden Reifentypen zu fahren – jenen für extremen Regen, den Intermediate, der härteren und der weicheren Variante.”

“Die Wettervorhersage stellt für das Wochenende den hauptsächlichen Zweifel dar, aber ich bin glücklich mit den Fortschritten, die wir erzielt haben. Ich denke, dass wir so ziemlich jede Situation abgedeckt haben, und nach einem problemlosen Freitag hoffe ich, dass wir ein gutes Wochenende haben werden.”

“Ich hatte einen guten Morgen”, so Glock. “Ich würde sagen, dass das erste Freie Training ziemlich gut war. Wir hatten keine Probleme und das Auto fühlte sich in den nassen Bedingungen ganz gut an. Dann habe ich mir leider im zweiten Freien Training einen Fehler erlaubt. Ich berührte die weiße Linie, verlor die Kontrolle über das Auto.”

“Ich bin ziemlich übel in den Reifenstapel gekracht, und damit war die Einheit für mich ziemlich schnell vorbei. Generell sieht es jedoch nicht allzu schlecht aus, und ich hoffe, dass es das gesamte Wochenende über nass sein wird, da sich das Auto im Nassen gut anfühlt. Ich war mit ihm glücklich, also lasst uns einmal sehen, wie es morgen läuft.”

“Das war ein interessanter Tag unter ein paar interessante Bedingungen”, so Nick Wirth, Technischer Direktor des Teams. “Der Morgen war mit beiden Fahrern ziemlich produktiv. Wir haben verschiedene Setup-Lösungen für die nassen Bedingungen ausprobiert.”

“Timos Nachmittag begann viel versprechend, aber sein Unfall zu Beginn der Einheit wird heute Abend einen Wechsel des Monocoques erfordern, da es ein paar Beschädigungen gibt, die nicht an der Strecke repariert werden können.”

“Lucas hatte einen produktiveren Nachmittag, und entschied sich dazu, den weicheren Reifen früher unter den wechselhaften Bedingungen zu fahren und den härteren am Ende, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Fahrern. Die Fahrer fühlen sich ganz zuversichtlich, wir sollten also für die zweite Runde im Spa-Wetter morgen gerüstet sein!”

Quelle: formel1.de

Ferrari-Pilot Felipe Massa ist mit seiner bisherigen Saison nicht zufrieden – Vor Spa-Francorchamps gibt sich der Brasilianer trotzdem kämpferisch

Felipe Massa hat sich in der Sommerpause bei seiner Familie in Brasilien erholt. Es waren aufreibende Wochen davor. Von der vermeintlichen Stallorder bis zur Rückkehr an seine Schicksalsstrecke in Ungarn. Ein Jahr ist seit seinem schweren Unfall vergangen. Ferrari hat zu dem Brasilianer gehalten und auch schon seinen Vertrag verlängert. Aber viele Fans vermissen den “alten” Massa, der 2008 beherzt um den Titel gekämpft hat.

In Spa-Francorchamps zog der Brasilianer erstmals Bilanz über die laufende Saison. “Nein, ich habe die Ziele, die ich mir vor Saisonbeginn gesetzt habe, nicht erreicht. Nur wenn man die Weltmeisterschaft anführt, kann man das Gegenteil behaupten. Wäre das der Fall, könnten wir sagen, dass wir im gleichen Stil die restlichen Rennen angehen müssen. Wir führen aber keine Wertung an, obwohl wir hart angreifen und nicht aufgeben.”

“Red Bull war bisher das stärkste Team, sie haben viele Rennen gewonnen und noch mehr Pole-Positions erobert. McLaren macht ebenfalls einen guten Job, speziell in der ersten Saisonhälfte. In unserer Position fällt es uns viel leichter gegen McLaren als gegen Red Bull zu kämpfen”, so Massa. “Wir versuchen immer alles, damit wir mit jedem auf der Strecke kämpfen können. Wir verbessern das Auto und wollen alle schlagen. Das muss unser Ziel für den Rest der Saison sein.”

Kann Ferrari noch den Konstrukteurstitel holen? “Solange es mathematisch eine Chance gibt, ist der Sieg immer noch eine Möglichkeit”, stellt der 29-Jährige klar. “Wir müssen das Auto weiter entwickeln, speziell im Qualifying müssen wir schneller werden, denn es ist für das Rennen so wichtig.”

Für Spa ist Massa optimistisch, obwohl er die Tücken der Ardennen kennt. “Ich liebe diese Strecke, so wie alle anderen Fahrer auch. Ich peile ein gutes Wochenende und ein starkes Rennen an. Es kann aber so viel hier passieren, viel hat mit dem Wetter zu tun, denn es gibt hier immer die Möglichkeit, dass es regnet und unvorhersagbare Situationen entstehen. Ich hoffe unsere Modifikationen am Auto, speziell der neue Diffusor, werden uns mehr Abtrieb bringen.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Für Bernie Ecclestone bleibt Michael Schumacher einer der besten Piloten im Feld – Dieser arbeitet daran, den Weg zurück auf die Siegerstraße zu finden

Im Sommer 1991 wurde Bernie Ecclestone auf ein neues Talent in der Formel 1 aufmerksam: den jungen Deutschen Michael Schumacher. Er war so von dessen Fähigkeiten überzeugt, dass er ihm half, von Jordan zu Benetton zu wechseln. Er habe von Anfang an gesehen, dass Schumacher das “gewisse Etwas” hat, erinnert sich Ecclestone im Interview mit ‘Sport Bild’: “Deshalb wollte ich ihn von Anfang an in einem guten Team sehen.”

Der Plan ging auf: Schumacher startete bei Benetton seine einmalige Karriere, holte bisher sieben Weltmeistertitel und sorgte für einen Formel-1-Boom in Deutschland. “Es war also gut für mich und für die Formel 1″, sagt der Rekordweltmeister über die Einstiegshilfe von Ecclestone.

19 Jahre später ist Schumacher zurückgekehrt in die Formel 1 – und kann bislang nicht an seine früheren Erfolge anknüpfen. Doch laut Ecclestone, der Schumachers Mut zum Comeback bewundert, liegt das nicht am Fahrer, sondern am Auto. “Michael ist immer noch fitter als viele andere Fahrer und talentierter als 90 Prozent seiner Gegner”, betont der Formel-1-Zampano. “Aber: Er ist in der Formel 1, um zu gewinnen. Im Moment ist das nicht möglich. Also muss er schauen, dass er das Auto hinbekommt.”

Ecclestone ist überzeugt: “Wenn Michael in einem der Red-Bull-Autos sitzen würde, würde ich mein Geld auf ihn setzen. Dann würde er sicher sofort gewinnen.” Im Mercedes-internen Duell gegen Nico Rosberg hat Schumacher bisher allerdings meistens den Kürzeren gezogen. Wette auf den Sieger bei bwin.com. Der Formel-1-Boss hat dafür aber auch eine Erklärung parat: “Wenn mir Leute sagen, dass Rosberg schneller ist als Michael, sage ich ihnen: ‘Nico muss sich noch beweisen, Michael nicht mehr.’ Für Rosberg sind vierte Plätze wichtig, für Michael nicht. Für ihn zählt nur der Sieg. Ob er jetzt Vierter oder 14. wird – das ist für ihn doch völlig wurscht.”

Schumacher selbst pflichtet bei: “Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich Vierter, Fünfter oder Zehnter werde. Was den Unterschied macht, ist der Weg zurück auf die Siegerstraße. Dort bin ich aber noch nicht. Deshalb probiere ich im Moment viele Sachen aus, und akzeptiere, dass die manchmal eben auch schiefgehen können. Aber sie gehören für mich zum Lernprozess dazu.”

Der Rekordweltmeister hält sein Comeback nach wie vor für richtig – weil ihm das, was er tut, viel Spaß macht, “und weil ich immer noch glaube, mein Ziel, den WM-Titel, erreichen zu können.” Es sei zwar enttäuschend, dass Mercedes momentan nicht konkurrenzfähig ist, “aber das muss ich jetzt akzeptieren und mich aufs nächste Jahr konzentrieren.” Und er ist davon überzeugt, dass es 2011 besser läuft: “Weil wir die Probleme verstehen, die wir dieses Jahr haben.”

Quelle: Motorsport-Total.com

Für Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard steht Red Bull im Saisonendspurt auf der Pole-Position – Spannender Fünfkampf um den Fahrertitel

In wenigen Tagen kehrt die Formel 1 aus ihrer mehrwöchigen Sommerpause zurück und das große Saisonfinale steht unmittelbar bevor. Wie die Formel-1-Fans rund um den Globus, so ist auch der frühere Formel-1-Fahrer David Coulthard schon sehr gespannt darauf, wie sich die Entscheidung im Titelkampf der “Königsklasse” gestalten wird. Für “DC” steht Red Bull nämlich auf der Pole-Position.

“Wenn die Startampeln von Spa-Francorchamps verlöschen, wird sich das beinahe wie der Auftakt zu einer neuen Minisaison anfühlen: Drei Teams und fünf Fahrer kämpfen in den sieben verbleibenden Rennen um die Titel. Die Fans der Formel 1 dürfen also sehr gespannt sein”, schreibt Coulthard in seiner ‘Telegraph’-Kolumne und fragt: “Hat es schon jemals eine derartige Saison gegeben?”

“Ich kann mich nicht erinnern, dass es früher schon einmal so offen und konkurrenzfähig war wie 2010. Die fünf Topfahrer liegen allesamt innerhalb von lediglich 20 Punkten, was weniger als der Punktzahl für einen Rennsieg entspricht”, schwärmt der Schotte und fügt hinzu: “Dass Ferrari nun wieder an Form gewonnen hat, beschert dem Showdown der Saison eine ganz neue Dimension.”

“Speziell, wo das italienische Team doch der einzige Rennstall ist, der ganz offen einen seiner Fahrer gegenüber dem anderen bevorzugt”, sagt Coulthard im Hinblick auf das Rennen in Hockenheim, in dem die beiden Ferrari-Piloten an der Spitze des Feldes einen Platztausch vornahmen. Abschreiben will Coulthard aus diesem Grund niemanden, sieht sein Ex-Team Red Bull aber in der Favoritenrolle.

“Auf wen würde ich mein Geld setzen? Anhand der reinen Leistung würde ich sagen, Red Bull kann beide Titel nur noch verlieren. Sie hatten schon das gesamte Jahr über das schnellste Paket und der Abstand zur Konkurrenz wird sogar noch größer. Von den noch zu befahrenden Strecken dürften vier – Singapur, Suzuka, Interlagos und Abu Dhabi – dem RB6 in die Karten spielen”, so Coulthard.

“Auch auf den drei anderen Kursen sollte Red Bull gut zurecht kommen. Sie haben jetzt einen gut funktionierenden F-Schacht und keine Schwäche. Glück wird aber auch eine gewisse Rolle spielen”, vermutet der langjährige Formel-1- und jetzige DTM-Rennfahrer. “In diesem Sport weißt du halt nie, was noch alles passiert”, gibt Coulthard zu Protokoll. “Genau deswegen lieben wir ihn so sehr.”

Quelle: Motorsport-Total.com

WM-Spitzenreiter Mark Webber ist sich nicht sicher, ob er nach einem möglichen Titelgewinn auch 2012 in der Formel 1 am Start stehen wird

Der Australier Mark Webber erlebt derzeit sein bestes Jahr in der Formel 1. Mit vier Siegen hat er doppelt so viele Rennen gewonnen wie seine übrigen Konkurrenten, die allesamt nur zweimal ganz oben standen. In der Qualifikation ist er zwar meist hinter seinem Red-Bull-Teamkollegen Sebastian Vettel zu finden, aber in den Rennen hat der 33-Jährige mehr Punkte gesammelt und führt die WM an. Nun hat Webber einen Hinweis darauf gegeben, dass er im Falle des Titelgewinns nur noch eine weitere Saison anhängen will.

“Ich kann nicht garantieren, dass mein Kopf im Jahr 2012 noch am gleichen Ort ist”, wird der Australier von ‘ESPN’ zitiert. “Ich will den Titel gewinnen. Ich weiß, dass er das Leben der Leute ändert, die Person verändert. Ich möchte wissen, wie sich das anfühlt.” Im Frühjahr hat Webber seinen Vertrag bei Red Bull um ein Jahr bis Ende 2011 verlängert.

Wäre Kimi Räikkönen, der derzeit Rallye fährt und bei Red Bull unter Vertrag steht, ein Kandidat für das Cockpit? Wahrscheinlich nicht, denn der “Iceman” hat vor kurzem gesagt: “Man weiß es nie, aber ich werde vielleicht niemals mehr in die Formel 1 zurückkehren. Jetzt haben sich die Zeiten geändert. Nun fahre ich Rallyes und es gibt noch so viele andere Dinge im Leben neben der Formel 1″

Auch für Webber ist die Formel 1 nichts alles. Er würde gerne ein Mentor für junge Leute sein. “Ich möchte, dass sie realisieren, dass sie große Träume haben und sie auch erreichen können. Vielleicht gehe ich auch Bergsteigen, wer weiß. Ich werde garantiert noch die sportliche Herausforderung suchen, bevor ich alt werde und mich nach Australien zurückziehe und Rotwein trinke.”

Quelle: formel1.de

Geht es nach Max Mosley, verlieren Ferrari und seine Fahrer alle Punkte aus Hockenheim, sowohl Fernando Alonso, als auch Felipe Massa

Das Treffen des World Motorsport Council rückt immer näher: Ausgerechnet vor dem Großen Preis von Italien soll über Ferraris “Kopf” ein Urteil gefällt werden. Mit Spannung blickt die Motorsportwelt diesem Ereignis entgegen: Belässt es die FIA bei einer Geldbuße oder werden drakonischere Maßnahmen ergriffen? Zur Erinnerung: Beim Großen Preis von Deutschland hatte der auf Platz 1 liegende Ferrari-Pilot Felipe Massa seine Position und damit den Sieg seinem Teamkollegen, dem in der Meisterschaft besser platzierten Fernando Alonso überlassen müssen.

Natürlich steht fest: Stallorder ist so alt wie die Formel 1 selbst und ist in einem Team, welches um die Weltmeisterschaft kämpft, fast unerlässlich. Das ist in Anbetracht des medialen und monetären Drucks, unter dem die Rennställe stehen, absolut verständlich, andererseits kann es nicht gut für den Sport sein, wenn ein prestigeträchtiges Team wie Ferrari Fans und die FIA brüskiert und offen gegen eine bestehende Regel verstößt.

Die große Frage lautet: Soll das Verbot der Stallorder als nicht zweckmäßig wieder gekippt werden, da eine Stallregie ein wichtiges Werkzeug der Teams sei und ohnehin mit billigen Tricks wie fingierten Fahrfehlern oder Boxenstopps umgangen werden kann. Oder soll es weiterhin bestehen, damit sich Skandalrennen wie Zeltweg 2002 oder Hockenheim 2010 nicht mehr wiederholen?

Mosley: Massa hätte rebellieren müssen

Für Max Mosley ist der Fall klar: “Die meisten Teams sind jetzt für die Aufhebung der Stallorder, das kann ich verstehen, denn die Teams plädieren, wie üblich, für ihre Interessen und ihre Vorteile”, erklärt der ehemalige FIA-Präsident gegenüber ‘Welt online’. “Aber wenn wir in der Formel 1 den Bedürfnissen des Publikums nachkommen wollen, das millionenfach und weltweit die Rennen verfolgt und am Ende den Sport finanziert, müssen wir bei dem Verbot der Stallorder bleiben.”

“Für den Fall, dass sie von einem Team ins Spiel gebracht wird, müssen wir eine empfindliche Strafe verhängen”, fordert Mosley. Aus seiner Sicht habe Ferrari bei aktueller Erkenntnislage “gegen eine bestehende Regel verstoßen. Ich werde keine Empfehlung geben, aber aus der bisher bestehenden Faktenlage müsste es neben der ausgesprochenen Geldstrafe eine sportliche Sanktion geben.”

Wie diese aussehen könnte, davon hat der Brite eine klare Vorstellung: “Eigentlich müssten beiden Autos und beiden Fahrern die Punkte des Grand Prix von Deutschland aberkannt werden.” Damit bezieht Mosley auch Massa mit ein, der in dieser Geschichte im Grunde genommen ohnehin schon jetzt ein Opfer der Umstände ist. Doch Mosley sieht keinen Ausweg: “Weil beide Fahrer vor der Aushändigung ihrer Superlizenz die Regeln der FIA anerkannt haben und trotzdem in Hockenheim gegen sie verstoßen haben.”

“Das tut mir besonders für den armen Felipe Massa leid. Aber er hätte sich streng nach den Regeln gegen die Stallorder wehren müssen.” Bedenken bezüglich Massas Ausweglosigkeit, mit seinem Arbeitgeber keinen Konflikt anfangen zu wollen, wischt der ehemalige Formel-1-Teamchef beiseite, denn “sein Arbeitgeber hatte ja kein Recht, ihn zu einem Regelverstoß aufzufordern.”

Quelle: formel1.de

Niki Lauda tippt zwar im WM-Kampf auf Sebastian Vettel, findet aber nicht, dass Mark Webber seine Zwischenführung nur Glück zu verdanken hat

Nach zwölf von 19 Rennen führt Mark Webber die Fahrer-WM an, vier Punkte vor Lewis Hamilton, zehn vor Sebastian Vettel, 14 vor Jenson Button und 20 vor Fernando Alonso. Einige Experten sind jedoch der Meinung, dass Webber nicht zwingend der schnellste Fahrer der Saison ist, sondern ganz einfach mehr Glück hatte als Teamkollege Vettel.

Das sieht Niki Lauda anders: “Der Fahrer mit den meisten Siegen und das Team mit den besten Ergebnissen führen die beiden WM-Wertungen an. Das ist ganz einfach”, erklärt er im Interview mit ‘formula1.com’. “Mark hat vier Rennen gewonnen, Hamilton, Vettel, Button und Alonso nur je zwei. Siege beweisen, dass jemand auf jede Situation reagieren kann. Manchmal spielt Glück eine Rolle, ja, aber es gibt auch das Sprichwort, dass die Tüchtigen am meisten Glück haben.”

Unbestritten ist, dass Vettel in den ersten zwölf Rennen schon mehrfach von der Red-Bull-Technik im Stich gelassen wurde, was den Deutschen eine Menge Punkte gekostet hat. Auch für Webber lief nicht alles glatt, aber der Australier leistete sich bisher nur eine einzige Nullnummer und nutzte zudem seine größten Chancen, Grands Prix zu gewinnen. Nun gehen er und Vettel mit dem schnellsten Auto als Favoriten ins letzten WM-Drittel.

Auch für Ex-Weltmeister Lauda führt der Weg zur WM-Krone 2010 nur über Red Bull: “Wir haben schon oft erlebt, dass ein außergewöhnlich schnelles Auto nicht immer die Ziellinie sieht. Bis Ungarn war das auch bei Red Bull der Fall”, analysiert der Österreicher. “Sie haben das schnellste Auto, aber ich war schon immer der Meinung, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bevor sie sich durchsetzen und die internen menschlichen und technischen Fehler beheben.”

Doch obwohl Webber seiner Meinung nach ein würdiger WM-Leader ist, bleibt Vettel für Lauda immer noch Favorit Nummer eins: “Was er im Qualifying in Budapest an Speed demonstriert hat, war eine Klasse besser als alle anderen – auch besser als Teamkollege und Sieger Webber, der das gleiche Material hat. Hinter Vettel sehe ich dann Mark und die anderen ‘üblichen Verdächtigen’: Hamilton, Alonso und Button.”

Quelle: formel1.de

Christian Horner macht sich im Vorfeld der beiden schnellen Strecken von Spa und Monza bereits Sorgen um die Konkurrenzfähigkeit des Red Bull

Red Bull hat den Kanada-Grand-Prix noch in bester Erinnerung. Sportwetten zum Thema Formel 1. Lewis Hamilton im Mclaren konnte den Geschwindigkeitsvorteil auf den Geraden perfekt umsetzen und hatte sich die Pole-Position gesichert. Im Rennen feierten die Chrompfeile einen Doppelsieg. Sebastian Vettel und Mark Webber sammelten mit den Plätzen vier und fünf aber wichtige Zähler für die WM. Nun stehen mit Spa-Francorchamps und Monza wieder zwei schnelle Kurse auf dem Programm. Red-Bull-Teamchef Christian Horner macht sich im Vorfeld bereits Sorgen um die Konkurrenzfähigkeit des RB6.

Die Stärken des Boliden aus der Feder von Adrian Newey kommen speziell auf Pisten zum Vorschein, bei der aerodynamischer Abtrieb gefragt ist. Das F-Schacht-System ist im Vergleich zu McLaren nicht so perfekt ausgereift, dazu hat sich Red Bull oft über den schwächeren Renault-Motor beklagt. Diese beiden Faktoren sind theoretisch keine optimale Ausgangsposition für die Hochgeschwindigkeitsklassiker.

Horner beschreibt die Streckenabschnitte, in denen er in Spa Probleme erwartet: “Im windigen zweiten Sektor müssen wir Zeit gutmachen. Auf dem Berg runter zu Eau Rouge und auf der langen Zielgeraden werden wir etwas Zeit verlieren”, wird der Brite von ‘GrandPrix.com’ zitiert.

Auch WM-Spitzenreiter Webber macht sich seine Gedanken über den Renault Motor. “Man bekommt auf allen Strecken die gleichen Punkte, aber die kommenden beiden stellen uns vor eine andere technische Aufgabe. Wir wissen, dass wir nicht den stärksten Motor haben.”

Trotzdem hatten die beiden Renault Piloten Vitaly Petrov und Robert Kubica die höchsten Topspeed-Werte im Rennen. Rennsieger Hamilton war in dieser Wertung nur Zehnter. Vettel und Webber waren nur auf den Plätzen 20 und 21 zu finden.

Quelle: formel1.de